Krummesse in Schleswig-Holstein


Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Herzogtum Lauenburg
Amt: Berkenthin
Koordinaten: 53° 46′ N, 10° 38′ O
Höhe: 20 m ü. NN
Fläche: 3,42 km²
Einwohner: 1543
Bevölkerungsdichte: 451 Einwohner je km²
Postleitzahl: 23628
Vorwahl: 04508
Kfz-Kennzeichen: RZ
Gemeindeschlüssel: 01 0 53 075
Adresse der
Amtsverwaltung:
Am Schart 16
23919 Berkenthin
Webpräsenz: www.amt-
berkenthin.de
Bürgermeister: Friedhelm Michaelis (CDU)

Krummesse ist ein Ort südwestlich von Lübeck, im südöstlichen Schleswig-Holstein am Elbe-Lübeck-Kanal.

Etwa 7,2 km² der Fläche gehören als Ortsteil Krummesse zum Stadtteil St. Jürgen der Hansestadt Lübeck, in dem etwa 1000 Einwohner leben. Der Rest der 10,62 km² großen Fläche ist eine der elf Gemeinden des Amtes Berkenthin im Norden des Kreises Herzogtum Lauenburg. Diese Flächen liegen jedoch nicht voneinander getrennt, sondern sind vielfach ineinander verzahnt. Die Gemeindegrenzen gehen im Extremfall quer durchs Haus. Krummesse gilt daher auch als Gemeinde mit der längsten Stadtgrenze Deutschlands, wenn man sie auf die Gesamtfläche bezieht.

In Krummesse wohnen ca. 1500 Einwohner, wobei sich das Dorfbild in den vergangenen Jahrzehnten ausgehend von einem eher landwirtschaftlich geprägten, langgezogenen Straßendorf durch Erschließung zahlreicher Neubaugebiete immer mehr „verbreitert” hat. Krummesse verfügt dabei über einen Kindergarten, eine eigene Grund- und Hauptschule, Einkaufsmöglichkeiten, mehrere Ärzte, Freiwillige Feuerwehr sowie eine direkte Anbindung an den ÖPNV der Stadt Lübeck. Das Zentrum Krummesses bildet die Kreuzung der Hauptstraße mit dem Beidendorfer Weg, um diese Kreuzung gruppieren sich im Wesentlichen die oben genannten Einrichtungen.

Geschichte

Erste urkundliche Erwähnung des Dorfes auf Grund einer Urkunde des Bischofs von Ratzeburg vom 3. April 1194.

Einige Familienmitglieder der Ritter von Crummesse begannen Mitte des 14. Jahrhunderts Teile ihrer Besitzungen an den Rat der Hansestadt Lübeck zu verkaufen.

Bis heute ist der Verkauf des halben Dorfes durch Marquard von Crummesse an den Lübecker Ratsmann Crispin der Grund für die Trennung des Dorfes in einen Lübecker und einen Lauenburger Teil mit der recht komplizierten Grenzziehung.

Politik

Wappen

Blasonierung: „Von Silber und Rot schräglinks geteilt. Oben ein mit der Spitze zum rechten Obereck weisendes blaues Pfeileisen (Strahl), unten ein silberner Pferdekopf.”[1]

Das Pfeileisen stammt aus dem Familienwappen des örtlichen Adelsgeschlechts der Krummesse und der Pferdekopf aus dem Wappen des Kreises Herzogtum Lauenburg. Die Farben Blau, Silber und Rot weisen auf die Zugehörigkeit zum Land Schleswig-Holstein hin.

Bauwerke und Sehenswürdigkeiten

  • Die Krummesser Johanniskirche wurde 1230 erbaut, sie ist eine der wenigen zweischiffigen Kirchen in Schleswig-Holstein. Wenn ein Paar dort heiratet, müssen sie sich wegen den Pfeilern beim Gang zum Altar trennen.
  • Die Krummesser Kanalbrücke wurde 1900 erbaut und wird seit Sommer 2006 abgerissen, um eine neue, höhere Brücke zu bauen, die einen besseren Schiffsverkehr auf dem Elbe-Lübeck-Kanal ermöglicht. Ebenfalls bei Krummesse befindet sich eine der Schleusen des Kanals.

Gebietstausch

Durch einen im Dezember 2005 bekannt gegebenen Gebietstausch zwischen der Hansestadt Lübeck und der Gemeinde Krummesse, den ersten seit 1937, wird die komplizierte Grenzziehung zwar nicht beseitigt, aber es sind zumindest Ansätze einer Verständigung erkennbar. Durch den Gebietstausch gewinnt Lübeck in der Differenz eine Fläche von 6,131 ha Ackerland zum Stadtgebiet hinzu, die lauenburgische Gemeinde erhält benötigte Planungsflächen im Ortskern.

Quellen




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Informationsportal über Krummesse in Schleswig-Holstein - 25.5.2012