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Lägerdorf ist eine vorwiegend industriell geprägte Gemeinde im Kreis Steinburg in Schleswig-Holstein. Seit dem 1. April 2003 gehört sie zum Amt Breitenburg. Der Ort wird durch die Zementfabrik dominiert, die im flachen Umland schon weithin sichtbar ist. Geographie und VerkehrLägerdorf liegt etwa 7 km südöstlich von Itzehoe an der Bundesautobahn 23 von Hamburg nach Itzehoe. GeologieObwohl Schleswig-Holstein im Zuge der Eiszeit geformt wurde, was besonders in der Geest und im ostholsteinischen Hügelland, die durch Grundmoränen und Endmoränen abschmelzender Gletscher entstanden sind, deutlich ist, gibt es einige Stellen, deren geologisches Profil abweicht. Lägerdorf liegt in einem dieser Gebiete. Der Untergrund in Lägerdorf besteht aus einer etwa 400 Meter mächtigen Schicht sehr reiner Kreide, also aus abgestorbenen mikroskopischen Meerestieren, die sich auch in Versteinerungen nachweisen lassen. Diese Kreideschicht entstand im Sénon, der jüngsten Formation der oberen Kreide und ist mit relativ wenigen Flintsteinbänken durchsetzt. Diese Schicht wurde im Tertiär durch einen Salzstock angehoben und aufgewölbt, sodass sie die Oberfläche erreicht. GeschichteDer Ort wurde im 13. Jahrhundert erstmals erwähnt, aber wohl in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts durch holländische Siedler gegründet. Er hieß ursprünglich Hollendersdorpe oder ebenfalls nach einer Bezeichnung für holländische Deichbauer Legerdorpe. Die Industrialisierung im 19. Jahrhundert veränderte den Ort stark, nachdem Kreide gefunden wurde und sich 1860 die Zementindustrie in Lägerdorf ansiedelte und dem Ort zu einer überregionalen wirtschaftlichen Bedeutung verhalf. Auch in der direkten Umgebung des Orts hinterließ die Zementindustrie ihre Spuren in Form von Kreidegruben und lange lag ein Grauschleier aus Kreidestaub auf der Stadt und ihrer Umgebung. HeimatmuseumIn Lägerdorf gibt es ein Heimatmuseum, das besonders über Geologie sowie regionale Geschichte und Industrie informiert. Söhne und Töchter des Ortes
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