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Laichingen ist eine Kleinstadt im Alb-Donau-Kreis in Baden-Württemberg. Trotz seiner geringen Größe ist Laichingen die größte Stadt in der Umgebung. Sie nimmt deshalb gemeinsam mit Blaubeuren die Funktion eines Mittelzentrums wahr. Sie gilt als die Leinenweberstadt auf der Schwäbischen Alb. GeografieGeografische LageLaichingen liegt auf der Laichinger Alb, einem Teilgebiet der Schwäbischen Alb. Sie liegt auf einem früheren Vulkanschlot auf der Albhochfläche, etwa 25 km westlich von Ulm. NachbargemeindenDie Gemeinde grenzt im Norden an Hohenstadt im Landkreis Göppingen, im Osten an Merklingen und Dornstadt, im Süden an Berghülen, die Stadt Blaubeuren und Heroldstatt sowie im Westen an die Stadt Münsingen im Landkreis Reutlingen und Westerheim. GeschichteDer Name Laichingen soll auf den Alemannenhäuptling Laicho zurückgehen, der hier im 5. Jahrhundert nach Christus eine Siedlung gründete. 1364 bot Kaiser Karl IV. den Einwohnern das Stadtrecht an, diese lehnten jedoch ab, angeblich da sie keine Stadtmauer bauen wollten. Bis ins Mittelalter reicht die Tradition der Laichinger Leinenweberei zurück. Die kargen Böden auf der Alb gaben nicht mehr her, und so verlegten sich die Bewohner auf den Flachsanbau und auf den Broterwerb durch Handel mit der etwa 25 km entfernten Stadt Ulm. Eines der um 1677 errichtete Weberhäuser stand bis 2002 in Laichingen. Es wurde abgebaut und ist jetzt neu aufgebaut im Freilichtmuseum Beuren zu besichtigen. Noch heute sind viele, jetzt industriell fertigende, Webereibetriebe in Laichingen ansässig. Früher war im Stadtzentrum Laichingens eine so genannte Hüle. Hülen bestanden aus verwittertem Vulkantuff. In ihnen sammelte sich Wasser und sie bildeten die Grundlage für viele Siedlungen auf der Schwäbischen Alb. Die Hüle diente als Viehtränke und zu Feuerlöschzwecken. Das Trinkwasser wurde mühsam aus den Tälern herangeschafft. Ab 1871 wurde die Albwasserversorgung geplant und gebaut, an die auch Laichingen angeschlossen wurde. In den 1950er Jahren wurde die Hüle dann zugeschüttet und wich dem heutigen Marktplatz. Im Jahr 1950 erhielt Laichingen erneut das Stadtrecht. In den 1970er Jahren wurden einige umliegende Orte eingemeindet. Sie bilden heute die Stadtteile Laichingens. 1987 wurde die so genannte Laichinger Hungerchronik als antijüdische Fälschung entlarvt. KonfessionenLaichingen ist überwiegend protestantisch. Neben einer evangelischen Kirche gibt es in Laichingen eine katholische, evangelisch-methodistische und eine neuapostolische Kirche und einen Königreichsaal der Zeugen Jehovas. Eingemeindungen
PolitikLaichingen ist größte Gemeinde im Gemeindeverwaltungsverband Laichinger Alb mit Merklingen, Nellingen und Westerheim. Der Sitz des GVV ist in Heroldstatt. Bürgermeister
Der Bürgermeister wird für eine Amtszeit von acht Jahren gewählt. Die erste Amtszeit von Friedhelm Werner endete am 18. Dezember 2004. Am 10. Oktober 2004 wurde er sicher mit 68 % der Stimmen für eine zweite Amtszeit wiedergewählt. GemeinderatErgebnis der Wahl zum Gemeinderat am 13. Juni 2004:
WappenDas Laichinger Wappen reicht bis ins Jahr 1570 zurück und zeigt ein blaues Schild mit einer gelben Egge. StädtepartnerschaftenSeit 1986 besteht eine Städtepartnerschaft mit dem französischen Ducey. Seit 1990 werden Freundschaftliche Beziehungen zur „Töpferstadt” Kohren-Sahlis gepflegt. Wirtschaft und InfrastrukturTraditionell sind in Laichingen Weberbetriebe ansässig. Auch die Eisenverarbeitung, insbesondere der Werkzeugbau blühte im 20. Jahrhundert in Laichingen auf. Laichingen beheimatet das "Interkommunale Industrie- und Gewerbegebiet Laichinger Alb" (IIG) des Zweckverbandes mit Heroldstatt, Merklingen, Nellingen und Westerheim. VerkehrDer ÖPNV wird durch den Donau-Iller-Nahverkehrsverbund gewährleistet. Von 1901 bis 1985 war Laichingen über die Nebenbahn Amstetten - Laichingen an das Schienennetz angeschlossen. Laichingen verfügt über einen eigenen Flugplatz, der seit 1964 durch den Flugsportverein Laichingen e.V. betrieben wird. MedienIn Laichingen befindet sich eine Lokalredaktion der Schwäbischen Zeitung, außerdem erscheint im Ort eine Lokalausgabe der Südwest Presse. BildungAußer der örtlichen Grundschule ist Laichingen Schulzentrum mit folgenden Schulen:
Die Volkshochschule Laichingen-Blaubeuren-Schelklingen e. V. hat ihren Sitz in Laichingen. Kultur und SehenswürdigkeitenDie Laichinger TiefenhöhleBekannt ist Laichingen auch durch die Laichinger Tiefenhöhle, die einzige zur Schauhöhle ausgebaute Schachthöhle in Deutschland, die eine begehbare Tiefe von 55 m aufweist. Die Höhle liegt etwa 1 km südlich von Laichingen. Sie wurde 1892 von dem Sandgräber Johann Georg Mack zufällig entdeckt. Museen
Bauwerke
PersönlichkeitenSöhne und Töchter der Stadt
Aus Laichingen stammt außerdem die Rockband Freequency Regelmäßige VeranstaltungenLaichingen ist ein so genannter Marktflecken und hatte schon früh das Marktrecht. Die Gemeinde hatte durch ihre zentrale Lage und ihre Wichtigkeit auf der mittleren Alb das Stadtrecht verliehen bekommen, konnte dieses jedoch nicht annehmen. Das Stadtrecht wäre mit der Pflicht eine Stadtmauer zu bauen verbunden gewesen, und dies war für die arme Albgemeinde nicht machbar. Allerdings erhielten sie dennoch das Marktrecht. Der Pfingstmarkt ist z. B. seit 1788 verbürgt. Noch heute finden jedes Jahr Märkte statt, die Tausende von Besuchern anlocken. An diesen Tagen ist die Innenstadt von Laichingen vollständig gesperrt und die Straßen mit Marktständen vollgestellt, die typische Marktprodukte verkaufen. Früher war dies eine Gelegenheit alle die Dinge zu kaufen, die nicht selbst produziert werden konnten, und so gibt es Kurzwaren und Messer, Töpfe, Keramik und Gläser, Arbeitskleidung, Unterwäsche, Hüte und Hemden zu kaufen. Für das leibliche Wohl gibt es Magenbrot und gebrannte Mandeln, Zuckerwatte, türkischer Honig und natürlich gebratene Würste. Daneben gibt es Spielwarenstände, Blumenstände, Obst und Gemüse, seit einigen Jahren auch CDs, indische Tücher oder andere Modeartikel. Eine traditionelle Marktspeise in Laichingen sind Kutteln. Es gibt sie vorwiegend an Ständen von lokalen Wirtschaften und Metzgereien zu kaufen. Die Termine sind meist an kirchliche Feiertage gebunden, ändern sich also jährlich. Der Markt beginnt gegen 8 Uhr und endet meist um 17 Uhr. Früher begann der Markt bereits um 5 Uhr mit einem Viehmarkt, doch durch BSE, Schweinepest und andere Krankheiten wurden diese Viehmärkte wiederholt über Jahre ausgesetzt und sind deshalb inzwischen nur noch als Kleintiermärkte erhalten. Jedes Jahr finden folgende Märkte statt:
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