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Lamerdingen ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Ostallgäu und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Buchloe. GeografieLamerdingen liegt in der Region Allgäu in Mittelschwaben. Gliederung des GemeindegebietesDas Gemeindegebiet besteht aus den Gemarkungen Lamerdingen, Dillishausen, Großkitzighofen und Kleinkitzighofen mit den gleichnamigen Dörfern. NachbargemeindenDas Gemeindegebiet grenzt im Uhrzeigersinn von Norden aus gesehen an folgende Gemeinden und Landkreise: Gemeinde Langerringen (Landkreis Augsburg) Gemeinde Hurlach (Landkreis Landsberg a. Lech) Gemeinde Igling (Landkreis Landsberg a. Lech) Stadt Buchloe (Landkreis Ostallgäu Gemeinde Amberg (Landkreis Unterallgäu) Gemeinde Ettringen (Landkreis Unterallgäu) GeschichteLamerdingen ist als alemannnische Ursiedlung anzusehen. Hierauf weisen der Name, bei den Leuten des Lademout, und die Lage an einer sehr alten mit -ingen Orten besetzen Straße hin (sog. „Hochstraße” von Augsburg nach Buchloe). Der Name entwickelte sich allmählich aus Lademutinga, im 11. und 12. Jahrhundert über Lademütingen-, -matingen usw. , bis er erst im 16. Jahrhundert vereinzelt und ab dem 19. Jahrhundert überwiegend als Lamerdingen vorherrscht. Die Lademutinger waren freie Männer, die das Recht des Waffentragens noch bis in das späte Mittelalter wahrten. Eine größere Zahl von Gütern wird bei Vorkäufen als frei, unvogtbar und undienstbar bezeichnet. Es lassen sich für das hohe Mittelalter in Lamerdingen Edle aus verschiedenen Stämmen (Balzhausen – Schwabeck, Ursing – Ronsberger, Welfen) nachweisen. Lamerdingen war schon im 11. Jahrhundert eine Pfarrei, deren Einkünfte dem Stift St. Peter in Augsburg zustanden. Die Pfarrkirche St. Martin wurde bereits 1067 genannt; sie dürfte im Kern noch aus dem 12./13. Jahrhundert stammen. Um 1500 erfolgten Erweiterungsarbeiten am Turm, Chor, Langhaus und 1736/38 ein Umbau des Langhauses mit innerer Umgestaltung durch Michael Stiller sowie Anbau von Sakristei und Vorhalle. Die Kirche inmitten des Friedhofes, an der 1893 und 1939 Restaurierungsarbeiten ausgeführt wurden, mit dem 1968/69 neu erbauten Pfarrhof gibt dem Dorf eine besondere Note. Der Ort Lamerdingen gehörte bis zur Säkularisation (1803) zum Hochstift Augsburg. Seit der Säkularisation und dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde. EinwohnerentwicklungAuf dem Gebiet der Gemeinde wurden im Jahr 1970 insgesamt 1604 Einwohner gezählt. Im Jahr 1987 wohnten 1589 Einwohner und im Jahr 2000 insg. 1728 Einwohner in der Gemeinde. Am 1. Januar 2005 lebten 1866 Einwohner in der Gemeinde Lamerdingen. Diese teilen sich in folgende Dörfer auf:
Geschichte der GemeindeteileGroßkitzighofenfolgt nach Kleinkitzighofenfolgt nach Dillishausenfolgt nach PolitikBürgermeister ist Hanspeter Eberhardt (Freie Wählerver. Dillishausen). Er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Georg Weiß sen. (Freie Wählervereinigung). 2. Bürgermeister Reinhold Echtler Der Gemeinderat hat 12 Mitglieder:
Wappen
StädtepartnerschaftKultur und SehenswürdigkeitenSehenswürdigkeiten
Die Freude der Menschen des Barockzeitalters am Guten und Schönen ist im inneren der Kirche verewigt worden. Der ganze lichtdurchflutete Raum versinnbildlicht Hoffnung, fromme Bewunderung und Zuversicht der Gläubigen, die ihrem Gott damals nicht furchtsam, sondern mit hingebungsvoller Begeisterung gegenübertraten und bereit waren, jedmöglichen Aufwand zu seiner Verherrlichung aufzubringen.
Sehenswürdigkeiten in den GemeindeteilenGroßkitzighofen
Kleinkitzighofen
Dillishausen
Kultur/VereineIn Lamerdingen gehen mehrere Gruppierungen musikalischen Aktivitäten nach. Zum einen erlaubt der Musikverein Lamerdingen e. V. mit derzeit ca. 100 aktiven Musikerinnen und Musikern eine Vielzahl an Möglichkeiten des musizierens. So bietet das große Blasorchester, das Jugendorchester oder die Blockflötengruppe das ganze Jahr über Aktivitäten an. Des weiteren existieren eine Stubenmusik, der Jugenchor EL JUCO und der Männerchor Singgemeinschaft Lamerdingen. Des weiteren bieten folgende Vereine bzw. Gruppen die Möglichkeit zum Mitmachen:
Wirtschaft und InfrastrukturWirtschaft sowie Land- und ForstwirtschaftEs gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 37, im Produzierenden Gewerbe 1933 und im Bereich Handel und Verkehr 937 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in der Gemeinde. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 1533 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 4288. Im verarbeitenden Gewerbe (sowie Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) gab es 10 Betriebe, im Bauhauptgewerbe 20 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 252 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 5485 ha. Davon waren 5132 ha Ackerfläche und 345 ha Dauergrünfläche. Verkehr/LageLamerdingen liegt an der Staatsstraße 2035 der mittelalterlichen „Hochstraße”, die von Augsburg über Schwabmünchen nach Buchloe führte. Der Ort befindet sich ca. 6 km nördlich der Stadt Buchloe am Westhang des breit auslaufenden Wertachtales und ist somit das nördlichste Dorf des Landkreises Ostallgäu. Ca. 4 km westlich des Dorfes liegt die Rundfunksender Wertachtal, der auf Kurzwelle rund um den Globus zu hören ist. Die historischen Städte Landsberg am Lech (12 km), Kaufbeuren (28 km), Mindelheim (25 km) und Augsburg (36 km) sind nicht weit entfernt und bieten gute Einkaufs-, Besichtigungs- und Erlebnismöglichkeiten. Auch die Ferienregionen des Allgäus und des bayerischen Oberlandes wie z. B. den sog. „Pfaffenwinkel”, sind durch die Autobahn A 96 bzw. die Bundesstraßen B 12 und B 17 schnell zu erreichen. Die berühmten Königsschlösser „Neuschwanstein” und „Hohenschwangau” sind weniger als 1 Std. entfernt. BildungIm Jahr 1999 existierten folgende Einrichtungen:
Die Grundschule, Hauptschule und Realschule befindet sich im 6 km entfernten Buchloe. Gymnasien können in Türkheim, Landsberg a. Lech, Kaufbeuren und Mindelheim besucht werden. Kirche / Seelsorge
Zur Pfarreiengemeinschaft Lamerdingen gehören auch die Gemeindeteile Großkitzighofen, Kleinkitzighofen und Dillishausen. Der zuständige Pfarrer ist Herr Manfred Sieglar. SozialesIm Gemeindeteil Dillishausen befindet sich das "Haus Schatzinsel", ein Kurzzeitheim für behinderte Kinder und Jugendliche. Anschrift: Haus Schatzinsel An der Bahn 9 86862 Lamerdingen-Dillishausen Telefon 0 82 41/96 10-0 Fax 0 82 41/96 10-11 PersönlichkeitenIn Lamerdingen ist am 15. Februar 1802 Valentin Riedel geboren. Am 28. Mai 1825 feierte er seine Primiz in Lamerdingen. Am 24. Januar 1842 wurde er zum Bischof von Regensburg ernannt. Er starb am 6. November 1857 im Alter von 55 Jahren und ist im Dom zu Regensburg bestattet. Eine Grabplatte im linken Seitenschiff des Domes erinnert an ihn. Sport
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