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Langenbrettach ist eine Gemeinde im Landkreis Heilbronn in Baden-Württemberg. GeografieGeografische LageLangenbrettach liegt im Osten des Landkreises Heilbronn an der Brettach, einem Nebenfluss des Kochers, auf 170 bis 330 m ü. NN. NachbargemeindenNachbarstädte und -gemeinden Langenbrettachs sind (im Uhrzeigersinn, beginnend im Osten): Öhringen, Bretzfeld (beide Hohenlohekreis), Eberstadt, Neuenstadt am Kocher und Hardthausen am Kocher (alle Landkreis Heilbronn). Mit Neuenstadt am Kocher und Hardthausen am Kocher ist Langenbrettach eine Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft eingegangen. GemeindegliederungLangenbrettach ist in die Ortsteile Brettach, Langenbeutingen und Neudeck, einen Weiler von Langenbeutingen, gegliedert und besteht in dieser Form seit der Gemeindereform 1975. GeschichteErste Siedlungsspuren lassen sich für Langenbeutingen um 1000 v. Chr. nachweisen, für Brettach um 360 v. Chr. Eine alamannische Siedlung namens Odoldinga wird für 350 n. Chr. vermutet. Um 500 gründeten die Franken westlich von Odoldinga die Siedlung Brettach (von breit aha, breite Au). Brettach, das über seinen Ortsadel erstmals 1261 urkundlich erwähnt wird, gehörte lange Zeit den Herren von Weinsberg und wurde 1504, nach verschiedenen Herrschaftswechseln, württembergisch. Langenbeutingen wuchs um 1600 aus zwei Orten namens Beutingen und Weyler zusammen und hieß bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts nur Beutingen. Beutingen wurde 855 im Lorscher Codex als Butinga in Bretachgowe erstmals erwähnt. Im Dreißigjährigen Krieg wurde Brettach wiederholt von Landsknechten besetzt, geplündert und gebrandschatzt. 1635 wütete zudem die Pest. 1806 wurde auch Langenbeutingen württembergisch und erhielt von den Württembergern seinen heutigen Namen. Es gehörte ab 1809 zum Oberamt, seit 1938 zum Landkreis Öhringen. 1973 schloss sich Langenbeutingen dem Landkreis Heilbronn an, dem auch Brettach angehörte. Zum 1. Januar 1975 wurden Brettach und Langenbeutingen zur neuen Gemeinde Brettach-Langenbeutingen zusammengeschlossen. Am 1. Juli 1976 wurde diese in Langenbrettach umbenannt. Religionen1534 wurde in Württemberg und damit auch in Brettach die Reformation eingeführt. Heute sind die Einwohner Langenbrettachs überwiegend evangelisch. Es gibt in Brettach und in Langenbeutingen jeweils eine eigene evangelische Kirchengemeinde. Die Martinskirche in Langenbeutingen ist die Urkirche des Brettachgaues. In der Brettacher Gemeinde besteht eine Altpietistische Gemeinschaft. Die neuapostolische Kirchengemeinde in der Nachbarstadt Neuenstadt am Kocher, die auch für Langenbrettach zuständig ist, hat ihre Ursprünge in Brettach. PolitikGemeinderatDer Gemeinderat von Langenbrettach wird nach dem Prinzip der Unechten Teilortswahl gewählt. Er hat 15 Sitze, von denen 9 auf Brettach entfallen und 6 auf Langenbeutingen. Einer der Langenbeutinger Sitze ist für Neudeck reserviert. Nach der Kommunalwahl vom 13. Juni 2004 hat der Gemeinderat aufgrund eines Ausgleichssitzes in Neudeck 16 Mitglieder. Die Wahl brachte folgendes Ergebnis:
Weiteres Mitglied des Gemeinderates und dessen Vorsitzender ist der Bürgermeister. In der Ortschaft Langenbeutingen gibt es einen bei jeder Kommunalwahl von der wahlberechtigten Bevölkerung zu wählenden Ortschaftsrat mit acht Mitgliedern (7 Langenbeutingen, 1 Neudeck). Auf seinen Vorschlag hin wählt der Gemeinderat für den ehrenamtlichen Ortsvorsteher Langenbeutingens. Ortschaftsrat und Ortsvorsteher sind zu wichtigen die Ortschaft betreffenden Angelegenheiten zu hören. Wappen und FlaggeBlasonierung des Gemeindewappens: In Blau eine silberne (weiße) Wellenschrägleiste, darüber ein goldener (gelber) Apfel mit einem linkshin weisenden goldenen (gelben) Blatt (Brettacher Apfel), darunter eine goldene (gelbe) Kirche mit linksstehendem Turm.[1] Der Apfel steht symbolisch für den Brettacher, eine Apfelsorte, die 1911 als Zufallssämling in Brettach entdeckt wurde und Mitte des 20. Jahrhunderts weit verbreitet war. Die Kirche wurde aus dem Langenbeutinger Wappen übernommen; der Wellenschräglinksbalken symbolisiert die Brettach, die dicht an allen drei Ortsteilen der Gemeinde vorbeifließt. Die Farben der Gemeindeflagge sind Blau-Gold. Auf dem Brettacher Wappen ist in Blau eine goldene Haferrispe abgebildet. Für die Abbildung der Haferrispe existieren zwei Erklärungen: Einerseits kann sie als Symbol für den fruchtbaren Lößboden der Brettacher Gemarkung verstanden werden, auf dem zur Entstehungszeit des Wappens hauptsächlich Hafer, damals die wichtigste Getreidesorte, angebaut wurde. Andererseits ist sie möglicherweise ein Symbol des französischen Mönchs St. Ägidius, der den Ort christianisierte. Das Wappen von Langenbeutingen zeigt in Blau einen silbernen Wellenschräglinksbalken, beiderseits begleitet von je einer silbernen Kirche. Der Wellenschräglinksbalken symbolisiert die Brettach, die an Langenbeutingen vorbeifließt; die beiden Kirchen erinnern daran, dass Langenbeutingen aus zwei zusammengewachsenen Orten entstanden ist, und in Folge dessen zwei Kirchengebäude besitzt. In Wirklichkeit befindet sich der gesamte Ort – anders als auf dem Wappen dargestellt – auf derselben Seite des Baches. Der Ort Neudeck selbst besitzt kein eigenes Wappen; jedoch wurde er im Mittelalter mehrere Jahrhunderte lang von den Herren von Neudeck beherrscht, deren Wappen einen roten Querbalken auf silbernem Grund zeigt.
Kultur und SehenswürdigkeitenBauwerkeBrettach
Langenbeutingen
Regelmäßige Veranstaltungen
Wirtschaft und InfrastrukturLandwirtschaftDer Ortsteil Langenbeutingen ist ein Weinbauort, dessen Lagen zur Großlage Lindelberg im Bereich Württembergisch Unterland des Weinbaugebietes Württemberg gehören. VerkehrAuf Fernstraßen ist Langenbrettach über die A 81 (Stuttgart–Würzburg), Ausfahrt 8 (Neuenstadt am Kocher) und anschließend die L 1088 Richtung Öhringen zu erreichen. Außerdem erreicht man die Gemeinde über die A 6 (Mannheim–Nürnberg), Ausfahrt 40 (Öhringen) bei anschließender Benutzung der L 1088 Richtung Neuenstadt. An den öffentlichen Nahverkehr ist Langenbrettach von Heilbronn bzw. Neckarsulm aus über die HNV-Regionalbuslinien 620, 624 und 625 Richtung Neuenstadt angebunden. In Neuenstadt (Busbahnhof Lindenplatz) muss auf die Linie 623 Richtung Neudeck bzw. Langenbeutingen umgestiegen werden. Die Busse verkehren von Montag bis Freitag mindestens im Stundentakt, zu den Hauptverkehrszeiten auch halbstündlich; an Wochenenden ist der Fahrplan jedoch erheblich eingeschränkt. Zudem besteht vom Bahnhof Öhringen aus eine Busverbindung über die Linie 49 Richtung Brettach, Kochersteinsfeld bzw. Neuenstadt, die auch an Werktagen recht unregelmäßig bedient wird. MedienÜber das Geschehen in Langenbrettach berichtet die Tageszeitung Heilbronner Stimme in ihrer Ausgabe NO, Nord-Ost. Öffentliche Einrichtungen
BildungIn Langenbrettach gibt es eine Grundschule mit Schulgebäuden in Langenbeutingen und Brettach. PersönlichkeitenSöhne und Töchter der Gemeinde
Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben
QuellenTexte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz. Eine Liste der Autoren und Fotografen, sowie den Originaltext finden Sie hier. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
