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Lauchhammer (niedersorbisch: Luchow) ist eine Stadt im Süden Brandenburgs im Landkreis Oberspreewald-Lausitz. GeografieGeografische LageLauchhammer liegt in Südbrandenburg an der Schwarzen Elster, einem Nebenfluss der Elbe. Die Stadt befindet sich 45 km nördlich von Dresden in der Nähe der Autobahn A 13 (Abfahrt Ruhland) und an der B 169 zwischen Senftenberg und Elsterwerda. Bis Cottbus sind es etwa 50 km. Die Sängerstadt Finsterwalde ist rund 25 km entfernt. Ausdehnung des StadtgebietsDurch die zahlreichen Eingemeindungen erstreckt sich das Stadtgebiet über mehr als 88 km². Zwischen den einzelnen Ortsteilen finden sich eine Vielzahl großer Wald- und Wiesenflächen. Durch den Kohlenabbau befinden sich sowohl im Stadtgebiet als auch außerhalb der Stadt zahlreiche Bergbaufolgelandschaften. Diese bestimmen weitgehend das Erscheinungsbild des Umlands der Stadt. Im Ortsteil Grünewalde befindet sich das Naherholungsgebiet Grünewalder Lauch. Der See wurde 1981, als ein ehemaliges Tagebaurestloch, aufgefüllt und hat sich in den letzten Jahren zu einem bedeutenden Naherholungsgebiet entwickelt. Neben dem Grünewalder Lauch gibt es noch 3 weitere Teiche: den Wolschinkateich, den Kuthteich und den Wehlenteich. Die letzteren beiden befinden sich in der auch als Grüne Mitte bezeichneten 16 ha großen Wald- und Wiesenfläche, welche sich zwischen Lauchhammer-Mitte und Lauchhammer-Süd befindet. NachbargemeindenDie Stadt Lauchhammer grenzt an folgende Städte und Gemeinden:
StädtepartnerschaftenPartnergemeinde von Lauchhammer ist die Stadt Targu Jiu in Rumänien . Kultur und SehenswürdigkeitenMuseenIm Lauchhammeraner Kunstgussmuseum kann sich der interessierte Besucher über Geschichte, Handwerk und Werke des Kunst- und Glockengusses informieren. Im Ortsteil Grünewalde kann das sogenannte Mühlenhofmuseum besichtigt werden, welches einen Einblick in Leben und Arbeit eines Müllers um das Jahr 1900 gibt. MusikZur Förderung und Unterstützung regionaler Musiker und Bands wurde im Jahre 1992 der Bunt-Rock e.V. [1] gegründet. Der Verein bietet den meist jugendlichen Künstlern Proberäume und Möglichkeiten zur Aufnahme ihrer Musik. Zu den regelmäßig durchgeführten Veranstaltungen zählen die 60er-Jahre-Partys sowie die alljährlichen Straßenfeste. Weiterhin existieren das stilechte Irish Pub The Small O'Connor sowie die Großraumdiskothek Blue Sky. ParksIm Stadtteil Lauchhammer-West befindet sich der Schlosspark, in welchem sich bis 1945 ein Schloss befand. Das Schloss wurde jedoch kurz nach Beendigung des Krieges durch einen Brand völlig vernichtet. Heute befinden sich im Park noch die 1746 errichtete Mückenberger Schlosskirche. Der gesamte Schlosspark steht heute unter Denkmalschutz. Im Park finden hin und wieder Open-Air-Konzerte statt. SportLauchhammer hatte zu Zeiten der DDR einen hervorragenden Ruf als ostdeutsche Hochburg des Basketball. Der heutige Verein BG Lauchhammer 1950 e.V. [2] ging aus der Sektion Basketball der ehemaligen Betriebssportgemeinschaft hervor und wurde 1950 gegründet. Als einer der größten sportlichen Erfolge galt der Gewinn des Meistertitels durch die B-Jugend der Männer im Jahre 1976. Die Lauchhammeraner Basketballer konnten nach 1989 nur schwer an alte Erfolge anknüpfen. Die Herrenmannschaft I spielt zur Zeit in der Brandenburger Oberliga während die Damen in der 2. Regionalliga Nord mitspielen. In den letzten Jahren konnte der Verein mehr als 50 Meistertitel im Erwachsenen- und Nachwuchsbereich erkämpfen und ist damit nach wie vor einer der erfolgreichsten Brandenburger Basketballvereine. Wirtschaft und InfrastrukturDa die gesamte Wirtschaft und Infrastruktur der Stadt an den Braunkohlenabbau gekoppelt war, hat sich die wirtschaftliche Gesamtsituation der Stadt seit 1989 beträchtlich verschlechtert. Durch die Schließung der Tagebaue, Braunkohlefabriken und der Kokerei verloren mehr als 15.000 Menschen ihre Arbeit. Lauchhammer hat dadurch seit Jahren eine der höchsten Arbeitslosenquoten der Region. Erst durch die Ansiedlung neuer Unternehmen konnte diese Entwicklung zum Teil gestoppt werden. VerkehrDer Bahnhof Lauchhammer liegt im Stadtteil Lauchhammer-West an der Strecke Cottbus–Falkenberg (Elster). Es verkehren stündlich Regionalexpress-Züge der DB Regio AG. Alle zwei Stunden besteht eine Direktverbindung über Falkenberg hinaus nach Leipzig. Der Zugbetrieb wurde am 15. Oktober 1875 aufgenommen. Ein Foto des Bahnhofs aus dem Jahre 1912: [3]. Nach 1989 wurde das Straßennetz erheblich ausgebaut und die Anbindung an das Autobahnnetz verbessert. Ansässige UnternehmenZu den wichtigsten Unternehmen der Stadt zählen:
PersönlichkeitenSöhne und Töchter der Stadt
Weitere Persönlichkeiten, die mit der Stadt in Verbindung stehenFreifrau Benedicta Margareta von Löwendal (* 1683, † 1776) schuf 1725 mit der Gründung eines Hammerwerkes, eben des Lauchhammerwerkes, die Grundlage für die weitere Entwicklung der Stadt. Sie wurde damit zu einer der ersten Unternehmerinnen der Niederlausitz. Der Name der Stadt Lauchhammer und ihrer wirtschaftlichen Entwicklung auf dem Gebiet der Eisenverarbeitung und des Kunstguss ist außerdem stark verbunden mit dem persönlichen Engagement der Unternehmer Detlev Carl Graf von Einsiedel (* 1737 † 1810) und dessen Sohn Detlev Graf von Einsiedel (* 1773 † 1861). Weblinks
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