Lauda-Königshofen in Baden-Württemberg


Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Main-Tauber-Kreis
Koordinaten: 49° 34′ N, 9° 42′ O
Höhe: 192 m ü. NN
Fläche: 94,47 km²
Einwohner: 15.278
Bevölkerungsdichte: 162 Einwohner je km²
Postleitzahl: 97922 (alt: 6970)
Vorwahl: 09343
Kfz-Kennzeichen: TBB
Gemeindeschlüssel: 08 1 28 139
Stadtgliederung: 12 Stadtteile/Stadtbezirke
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktplatz 1
97922 Lauda-Königshofen
Webpräsenz: www.lauda-koenigshofen.de
Bürgermeister: Thomas Maertens (CDU)

Die Weinstadt Lauda-Königshofen liegt im Main-Tauber-Kreis, dem nördlichsten Landkreis Baden-Württembergs zwischen der Kreisstadt Tauberbischofsheim und der Großen Kreisstadt Bad Mergentheim in der historisch als badisches Frankenland bekannten Region.

Geografie

Geografische Lage

Ein Vorteil der Stadt ist die zentrale und verkehrsgünstige Lage an der "Romantischen Straße" im Herzen des "Lieblichen Taubertales" in 189 bis 320 Meter Höhe.

Stadtgliederung

Die einzelnen Stadtteile mit Einwohnerzahl (Stand 2001): Fläche in m² (Stand 2006)

Lauda 5.745   12550803
Königshofen 2.815   13807556
Gerlachsheim 1.888    8748150
Unterbalbach 1.634    5175716
Oberlauda    742    6956812
Oberbalbach    698    7986626
Heckfeld    470   14682601
Beckstein    372     2882321
Sachsenflur    351     5980458
Messelhausen    336     8161234
Marbach    262      131278
Deubach    118     6220955

Geschichte

21. Januar 1344: Verleihung des Stadtrechts an Lauda

1492 Verleihung des Marktprivilegs an Königshofen durch Kaiser Friedrich III.

1506 wurde Lauda Oberamtsstadt des Hochstifts Würzburg.

Am 2. Juni 1525 fand auf dem Turmberg bei Königshofen eine wichtige Schlacht des Bauernkriegs statt, in der im Kampf gegen die Ritter unter Georg Truchsess von Waldburg-Zeil mehrere Tausend Bauern zu Tode kamen.

1806 wurde Lauda dem Großherzogtum Baden zugeschlagen.

1944 wird ein Teil des physikalischen Instituts der Heidelberger Universität ("Philipp-Lenard-Institut" umbenannt) nach Messelhausen verlagert. 1947 stirbt Lenard in Messelhausen.

Ebenfalls auf dem Turmberg fanden an Ostern 1945 beim Einmarsch der US-amerikanischen Truppen heftige Gefechte statt, bei denen am 1. April Königshofen zu drei Vierteln zerstört wurde.

Lauda-Königshofen wurde im Zuge der Gemeindereform des Landes Baden-Württemberg zum 1. Januar 1975 aus den beiden Städten Lauda und Königshofen und einigen weiteren Gemeinden neu gebildet.

Religionen

Die meisten Einwohner sind katholisch (68,9%) oder evangelisch (17,9%).

Politik

Städtepartnerschaften

  • Boissy-Saint-Léger (Frankreich)
  • Paks (Ungarn)
  • Rátka (Ungarn)

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Regelmäßige Veranstaltungen

Jährlich findet um die Tauberfrankenhalle ab dem 3. Septemberwochenende die 10-tägige Königshöfer Messe statt.

Weiterhin jährlich findet im Bereich der Altstadt Laudas das Laudaer Weinfest statt, das durch viele regionale Vereine getragen wird.

Zweimal jährlich findet das Heavy-Metal-Festival Keep It True in der Tauberfrankenhalle statt.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

In Lauda kreuzt sich die Frankenbahn Stuttgart—Heilbronn—Würzburg mit der Taubertalbahn Crailsheim—Wertheim. Darüber hinaus gibt es Haltepunkte der Frankenbahn in Gerlachsheim und Königshofen. Ein Haltepunkt der Taubertalbahn in Unterbalbach und ein Haltepunkt der Frankenbahn in Sachsenflur bestehen inzwischen nicht mehr. Das Streckennetz gehört der Verkehrsgemeinschaft Main-Tauber an.

Lauda hatte früher ein bedeutendes Bahnbetriebswerk, welches als Beschäftigungsgarant zum Wachstum der Bevölkerung erheblich beitrug.

Im Stadtteil Königshofen treffen Bundesstraße 290 und Bundesstraße 292 aufeinander.

Anschlussstellen an die Autobahn A81 Richtung Würzburg/Heilbronn nur wenige Minuten von Lauda über die B290 entfernt.

Behörden und Einrichtungen

Lauda-Königshofen ist Sitz des Dekanats Lauda des Erzbistums Freiburg.

2004 wurde die Tauberfranken-Kaserne der Bundeswehr geschlossen.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

  • Johann Gottfried von Aschhausen, Fürstbischof von Würzburg und Bamberg
  • Benedikt Knittel, Abt von Kloster Schöntal
  • Josef Schmitt, Minister und Staatspräsident von Baden
  • Johann Martin Schleyer, Entwickler der Plansprache Volapük.
  • Philipp Adam Ulrich (1692-1748), Jurist, bedeutender Landwirt



Texte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz. Eine Liste der Autoren und Fotografen, sowie den Originaltext finden Sie hier.

Informationsportal über Lauda-Königshofen in Baden-Württemberg - 25.5.2012