Laufenburg in Baden-Württemberg


Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Waldshut
Koordinaten: 47° 34′ N, 8° 4′ O
Höhe: 337 m ü. NN
Fläche: 23,58 km²
Einwohner: 8529
Bevölkerungsdichte: 362 Einwohner je km²
Postleitzahl: 79725
Vorwahlen: 07763, 07753
Kfz-Kennzeichen: WT
Gemeindeschlüssel: 08 3 37 066
Stadtgliederung: 8 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Hauptstraße 30
79725 Laufenburg (Baden)
Webpräsenz: www.laufenburg.de
Bürgermeister: Roland Wasmer

Laufenburg (Baden) ist eine Kleinstadt am Hochrhein im Landkreis Waldshut in Baden-Württemberg.

Geografie

Laufenburg ist einer der südlichsten Orte des Hotzenwaldes und deutsche Grenzstadt zur Schweiz. Auf der Schweizer Seite liegt die ehemals „mehrere Stadt”, die deswegen früher Grosslaufenburg genannt wurde.

Städte in der Umgebung

  • Nahe Umgebung (< 15 km): Bad Säckingen, Waldshut-Tiengen, Rickenbach (Hotzenwald), Albbruck, Murg (Hochrhein), Laufenburg AG, Stein AG
  • Weitere Umgebung (> 15 km): Lörrach, Basel, Brugg, Aarau, Zürich, Schaffhausen, St. Blasien, Todtmoos, Freiburg

Stadtgliederung

Zur Stadt Laufenburg gehören neben der Kernstadt die Ortsteile Binzgen, Grunholz, Hauenstein, Hochsal, Luttingen, Rhina, Rotzel und Stadenhausen.

Geschichte

Laufenburg wurde 1173 erstmals urkundlich erwähnt, als das Kloster in Säckingen den Ort Laufenburg als Lehen an die Habsburger übergab. Durch die Stromschnellen, den Laufen, die beide Stadtteile trennten, war der Rhein hier besonders schmal. Die Flussenge nahm man zum Anlass, hier eine Brücke zu errichten. 1315 erlangte Laufenburg die Stadtrechte. Bis 1801 stand Laufenburg als Teil Vorderösterreichs unter habsburgischer Herrschaft. Im Jahre 1801 wurde Laufenburg im Frieden von Lunéville durch Napoleon geteilt. Das jetzt badische Laufenburg nannte sich fortan Kleinlaufenburg, einen Namen, den die Stadt 1930 wieder ablegte und sich seitdem Laufenburg (Baden) nennt. In diesem Zusammenhang steht auch die Tatsache, dass die Einheimischen noch heute von Laufenburg AG mit der Burg von der mehreren Stadt und von Laufenburg (Baden) von der minderen Stadt sprechen. Mit dem Bau des Laufenburger Kraftwerkes im Jahre 1908 ein wenig stromabwärts, dem ersten stromquerenden Fließkraftwerk im Rhein, wurden die Laufenfelsen gesprengt. Aus heutiger Sicht ein tragischer Fall, da sie neben dem Rheinfall von Schaffhausen wohl eine der beeindruckendsten Stromschnellen waren. Laufenburg lebte früher vor allem von der Eisenindustrie. So schreibt schon Sebastian Münster in seiner Cosmographia "die Bewohner nähren sich zu einem guten Teil von dem Erz das man schmeltzt..." und bildete als Vignette im Text zu Laufenburg ein Hammerwerk ab. Wichtig waren auch die "Laufenknechte", die gegen gutes Geld vor den Stromschnellen Schiffe entluden, die Waren auf Karren packten und die leeren Schiffe an Seilen durch das tosende Wasser führten. Auch Flöße wurden aufgebunden, die Stämme einzeln durch den "Laufen" geschickt und unten wieder zusammengebunden. Unterhalb der Stromschnellen sammelten sich die Lachse auf ihrer Wanderung. Der Lachsfang war das dritte bedeutende Gewerbe der Stadt und ist bis heute im öffentlichen Bewußtsein besonders präsent, da die Fischerzunft als Narrenzunft weiterlebt.

Heute legen die beiden Schwesterstädte, Laufenburg (Baden) und Laufenburg (Schweiz), einen sehr hohen Wert auf die deutsch-schweizerischen Beziehungen und es gibt zahlreiche Feste, insbesondere die Fasnacht, die grenzübergreifend gefeiert werden.

Politik

Städtepartnerschaften

Laufenburg unterhält eine Städtepartnerschaft mit Le Croisic in Frankreich.

Bildung

  • Hans-Thoma Schule, Grund,- Haupt- und Realschule
  • Hebelschule, Grundschule in den Ortsteilen Rhina und Luttingen, sowie Hauptschule in Rhina
  • Laufenschule - Schule für Geistigbehinderte.



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Informationsportal über Laufenburg in Baden-Württemberg - 25.5.2012