Lauperath in Rheinland-Pfalz


Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Eifelkreis Bitburg-Prüm
Verbandsgemeinde: Arzfeld
Koordinaten: 50° 5′ N, 6° 20′ O
Höhe: 490 m ü. NN
Fläche: 5,77 km²
Einwohner: 123
Bevölkerungsdichte: 21 Einwohner je km²
Postleitzahl: 54649
Vorwahl: 06554
Kfz-Kennzeichen: BIT
Gemeindeschlüssel: 07 2 32 258
Adresse der
Verbandsverwaltung:
Luxemburger Straße 6
54687 Arzfeld
Webpräsenz: www.lauperath.de
Ortsbürgermeister: Gerhard Kauth
Lage von Lauperath in der Verbandsgemeinde Arzfeld

Lauperath ist eine Ortsgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz und Teil der Verbandsgemeinde Arzfeld.

Geographie

Die Streusiedlung befindet sich im Westen der Eifel, nur wenige Kilometer östlich der Staatsgrenzen zu Luxemburg und Belgien. Sie liegt eingefasst von Feldern auf einer Hochfläche der Landschaft Islek. Die Ortsgemeinde besteht aus zwei größeren und vier kleineren Ansiedlungen: Lauperath und Scheidchen sowie die Gehöftgruppe Kop und die Einzelhöfe Berscheider Hof, Scheuerbaum und Reuschenhof.

Mit 66,8 % werden über die Hälfte des Gemeindegebietes landwirtschaftlich genutzt, 28,5 % sind von Wald bestanden.

Nachbargemeinden sind Manderscheid im Norden, Waxweiler im Osten, Krautscheid im Süden sowie Arzfeld im Westen.

Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung als „Lupenroide” stammt aus einer Schenkungsurkunde des Bischofs und Abtes Albero von Prüm im Jahr 1136. Die Gründung des Ortes fand während einer hochmittelalterlichen Rodungsphase im 11.–12. Jahrhundert statt.

Bis zum Ende des 16. Jahrhunderts stand Lauperath unter dem Einfluss der Abtei Prüm. Am Anfang des 17. Jahrhunderts wurde es von der Meierei Manderscheid verwaltet und lag in der luxemburgischen Herrschaft Neuerburg, einer Seitenlinie der Grafen von Vianden, und damit in den Spanischen Niederlanden. 1714 ging er an die Österreichischen Niederlanden, zu denen er bis 1794 gehörte. Unter französischer Verwaltung (1794–1814) lag er im Kanton Arzfeld, anschließend ging er an Preußen, die ihn dem neugegründeten Kreis Prüm zuschlugen.

Bevölkerung

Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):

  • 1815 – 124
  • 1835 – 122
  • 1871 – 158
  • 1905 – 171
  • 1939 – 171
  • 1950 – 166
  • 1961 – 155
  • 1965 – 172
  • 1970 – 168
  • 1975 – 155
  • 1980 – 132
  • 1985 – 121
  • 1987 – 123
  • 1990 – 121
  • 1995 – 132
  • 2000 – 121
  • 2005 – 117

Datenquelle: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz

Politik

Der Gemeinderat besteht aus 5 Mitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 13. Juni 2004 in Mehrheitswahl bestimmt wurden, und dem in den meisten Punkten stimmberechtigten Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Am selben Tag wurde Gerhard Kauth mit 70,2 % der Stimmen in Urwahl zum Ortsbürgermeister gewählt.

Wappen

Blasonierung: „In Blau, unter silbernem Schildhaupt, belegt mit vier kleinen zwischen zwei größeren roten Schildchen, ein goldener Kelch, begleitet von einem goldenen Hochkreuz und einem goldenen Anker.”

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Zu den sehenswerten Bauerken gehört die Kapelle der Heiligen Drei Jungfrauen als eine der wenigen Chorturmkirchen in der Eifel aus dem 15. Jahrhundert.

Jährlich am 22. Mai wird das Kapellenfest gefeiert, das Paronatsfest der Heiligen Drei Jungfrauen am Sonntag nach dem 10. März.

Wirtschaft und Infrastruktur

Lauperath ist heute eine durch die Landwirtschaft und den Tourismus geprägte Wohngemeinde. Seit 1971, als noch 29 landwirtschaftliche Betriebe gezählt worden waren, hat die landwirtschaftlich genutzte Fläche von 385 ha auf 514 ha (2005) zugenommen, die von 7 Betrieben bewirtschaftet wurden.

Die nächste Anschlussstelle ist Waxweiler/Schönecken an der Bundesautobahn 60 und befindet sich etwa zehn Kilometer östlich des Ortes.

Öffentliche Einrichtungen

Zu den öffentlichen Einrichtungen zählen ein Dorfgemeinschaftshaus sowie eine Kinderspielplatz.

Des Weiteren ist Lauperath Standort einer Freiwilligen Feuerwehr mit 13 Mitgliedern.




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Informationsportal über Lauperath in Rheinland-Pfalz - 25.5.2012