Lauscha in Thüringen


Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Sonneberg
Koordinaten: 50° 29′ N, 11° 10′ O
Höhe: 625 m ü. NN
Fläche: 18,72 km²
Einwohner: 3994
Bevölkerungsdichte: 213 Einwohner je km²
Postleitzahl: 98724 (alt: 6426)
Vorwahl: 036702
Kfz-Kennzeichen: SON
Gemeindeschlüssel: 16 0 72 011
Adresse der
Stadtverwaltung:
Bahnhofstraße 12
98724 Lauscha
Webpräsenz: www.lauscha.de
Bürgermeister: Norbert Zitzmann

Lauscha ist eine durch das Glasbläserhandwerk bekanntgewordene Stadt im thüringischen Landkreis Sonneberg.

Geografie

Lauscha liegt im Thüringer Schiefergebirge zwischen den Städten Sonneberg, Ilmenau und Saalfeld. Die Stadt liegt in einem Seitental der Steinach.

Nachbargemeinden

Im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden: Neuhaus am Rennweg - Lichte - Piesau - Oberland am Rennsteig - Steinach - Steinheid

Stadtgliederung

Seit 1994 gehört Ernstthal nordöstlich von Lauscha zur Stadt.

Geschichte

1597 wurde Lauscha durch den Bau einer Glashütte gegründet. Diese wurden zu der Mutterglashütte der Glasproduktion im Thüringer Wald. Die Glasmacher Hans Greiner und Christoph Müller erhielten am 10. Januar 1597 vom Herzog Johann Casimir zu Sachsen-Coburg die Konzession für diese Glashütte. 1707 wurde Ernstthal am Rennsteig ebenfalls durch den Bau einer Glashütte gegründet. 1835 entwickelte Ludwig Müller-Uri das erste künstliche Menschenauge aus Glas. Die Herstellung von künstlichen Lauschaer Glasaugen ab 1835 revolutionierte die Versorgung derjenigen Patienten, welche durch Unfall, Krankheit oder Krieg ein Auge verloren hatten. Als Nebenprodukt der Glasaugenproduktion erfand sein Schwiegersohn die Glasmurmel.

Politik

Städtepartnerschaften

Die Stadt unterhält Partnerschaften mit Heubach und Küps.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Lauscha ist die Geburtsstadt des gläsernen Christbaum- und Weihnachtsschmuckes sowie allgemeinen Glasschmuckes. Dieser verhalf der Stadt und ihren Glasbläsern zu weitreichendem Ansehen. Viele Glasbläser lassen sich bei ihrer Arbeit beobachten. Außerdem gibt es in Lauscha eine Schauglashütte, in der die Arbeit der Glasmacher vorgeführt wird.

Kulinarische Spezialitäten

  • Lauschner Knölla (Thüringer Klöße)
  • Radiokronz (ein spezieller Kranzkuchen aus Teig mit Kartoffeln, Mehl und Nüssen bzw. Mandeln)
  • Flockzamet (Kartoffelbrei)
  • Schnippelsopp (Gemüsesuppe)
  • Mellichstöcksolot (Löwenzahnsalat)
  • Dätscher (Kartoffelpuffer)
  • Gelüng (Suppe aus Herz, Leber, Lunge, Milz, dazu gibt es Zamet)
  • Schwemmbrüh' (Pilzsuppe)

(Siehe auch Broschüre: "Lauter Lauschner Leibgerichte", Herausgeber: Ev.-Luth. Kirchgemeinde Lauscha, 1996, mit vielen Rezepten)

Wirtschaft und Infrastruktur

Lauscha ist von der Glasindustrie geprägt. Deren Kernstück ist die Farbglashütte Lauscha. Die Weiterverarbeitung des Glases erfolgt in der ortsansässigen Heimindustrie. Die Stadt ist für den dort produzierten Christbaumschmuck weltweit bekannt. Weiterhin nennenswert ist in Lauscha die Produktion von Microglasfasern mit einem Durchmesser von 0,33-5,0 µm der Firma "Lauscha Fiber International GmbH".

Der Tourismus ist eine der wichtigsten Einnahmequellen. Die Markttiegel-Schanze im Henriettental war nunmehr Austragungsort mehrerer Intercontinentalcup-Skispringen.

Lauscha liegt an der Landstraße L 1149, abgehend von der Bundesstraße B 281 durch Neuhaus am Rennweg Richtung Steinach nach Sonneberg. Des weiteren verfügt die Stadt über zwei Bahnhöfe an der Eisenbahnstrecke Sonneberg-Neuhaus.

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

  • Reinhard Heß, Skispringer, ehemaliger Cheftrainer der deutschen Skisprungnationalmannschaft
  • Gerhard Bürger, Geschäftsführer der Farbglashütte und der Lauscha Fiber International GmbH

Söhne und Töchter der Stadt

  • Ludwig Müller-Uri (1811-1888)



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Informationsportal über Lauscha in Thüringen - 25.5.2012