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Leidersbach ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Miltenberg. Mit ihren vier Ortsteilen Leidersbach, Ebersbach, Roßbach und Volkersbrunn liegt sie ca. 10 km südlich von Aschaffenburg im idyllischen Spessart. GeografieNachbargemeinden
Ortsteile
GeschichteDer zu Ebersbach und dem Sulzbacher Ortsteil Soden gehörende "Schlossbuckel" war schon vor der Zeitenwende besiedelt, wie dortige Funde beweisen. Zur Zeit der Römer, wahrscheinlich im 2. Jhdt., wurde dort eine keltische Fliehburg angelegt, die im frühen Mittelalter durch eine Burg aus Stein ergänzt wurde. Die Burg verfiel jedoch und wurde im Laufe des 19. Jhdts. abgetragen, sodass heute nur noch der Ringwall zu sehen ist. Gleichwohl ist dieser ein bekanntes Ausflugsziel, da deutschlandweit nur drei keltische Ringwälle überhaupt erhalten geblieben sind. Die Entstehung der Orte selbst lief im Mittelalter ab: Aufgrund von Vergleichen mit anderen Orten mit gleicher Herkunft der Ortsnamen kann gefolgert werden, dass die mit "bach" endenden Gemeinden Ebersbach, Leidersbach und Roßbach vermutlich in der karolingischen Zeit Ende des 8. Jahrhunderts entstanden sind. Die erste urkundliche Erwähnung von Ebersbach findet man aus dem Jahr 1183, von Leidersbach und Roßbach aus dem Jahr 1200 und von Volkersbrunn aus dem Jahr 1248. Schon zu dieser Zeit gehörten die Dörfer dem Erzstift Mainz an. Bei der Auflösung des Erzstifts durch den Reichsdeputationshauptschluss 1803 fielen die Dörfer an das neugebildete Fürstentum Aschaffenburg, mit welchem sie 1814 an Bayern angegliedert wurden. ReligionenDie Gemeinde Leidersbach ist überwiegend römisch-katholisch, was aufgrund der langen Zugehörigkeit zum Fürstbistum Mainz nicht verwundert. EingemeindungenAm 1. Januar 1972 wurden die bis dahin selbstständigen Gemeinden Leidersbach, Ebersbach, Roßbach und Volkersbrunn zur neuen Einheitsgemeinde Leidersbach zusammengeschlossen. PolitikGemeinderatCSU - 8 Sitze SPD - 3 Sitze CWG - 5 Sitze Junge Liste - 1 Sitz BürgermeisterAlois Sauer (CWG) (seit 2002) Wappenoben: geöffnete Schneiderschere auf grün-weiß gestreiftem Grund (Bedeutung des Schneiderhandwerks und der Kleiderfabriken für die Ortsentwicklung im 19. + 20. Jhdt.) unten: Mainzer Rad (Zugehörigkeit zum Erzbistum Mainz bis 1803) Bauwerke
VereineBRK Leidersbach Rotes Kreuz. Ortsverein des Bayerisches Rotes Kreuz im Kreisverband Miltenberg-Obernburg [1]. Der Ortsverein wurde am 16. März 1955 gegründet. Die RK-Gemeinschaft ist im Rot Kreuz Haus in der Kolpingstraße 2 untergebracht und unterhält folgende Bereiche: Jugendrotkreuz, Bereitschaft, SEG-Nord Katastrophenschutz und einen Helfer vor Ort (HvO mit eigenem, spendenfinanzierten und ehrenamtlichen Rettungswagen seit 1. März 1984 mit Standort im Feuerwehrhaus Leidersbach). SportHandball Mit der HSG Sulzbach/Leidersbach [2] ist der Markt in der zweiten Handball-Bundesliga der Frauen vertreten. Der Verein schaffte 2003/2004 die Meisterschaft mit dem verbundenen Aufstieg in die Oberliga Hessen. In der Saison darauf 2004/2005 wurde die Mannschaft Hessenmeister. Die folgende Relegation gewann der Meister mit ausschließlich Siegen. In der Regionalliga Südwest gelang der Mannschaft von Trainer Peter David in der Saison 2005/2006 die ungeschlagene Meisterschaft und der Aufstieg in die 2. Bundesliga. Zudem schaffte es die Damenmannschaft die Untermainhalle in Elsenfeld mit 3.500 Zuschauern bei einem Pokalspiel gegen den Deutschen Meister 1. FC Nürnberg zu füllen. Neben der Bundesligamannschaft sind noch zwei Männermannschaften, eine weitere Damenmannschaft sowie mehrere Jugendmannschaften am Spielbetrieb angemeldet. Wirtschaft und InfrastrukturBildungIm Jahr 2006 existierten folgende Einrichtungen:
Ansässige UnternehmenLeidersbach ist geprägt von Unternehmen der Bekleidungsindustrie. Darüber hinaus gibt es Unternehmen der Softwareentwicklung und Marketingunternehmen sowie ein analytisches Labor (ACC GmbH). Texte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz. Eine Liste der Autoren und Fotografen, sowie den Originaltext finden Sie hier. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
