Lemberg in Rheinland-Pfalz


Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Südwestpfalz
Verbandsgemeinde: Pirmasens-Land
Koordinaten: 49° 10′ N, 7° 39′ O
Höhe: 340 m ü. NN
Fläche: 58,19 km²
Einwohner: 4223
Bevölkerungsdichte: 73 Einwohner je km²
Postleitzahl: 66969
Vorwahl: 06331
Kfz-Kennzeichen: PS
Gemeindeschlüssel: 07 3 40 028
Adresse der
Verbandsverwaltung:
Bahnhofstraße 19
66953 Pirmasens
Ortsbürgermeister: Heinrich Hoffmeister (SPD)

Lemberg ist ein Ort der Verbandsgemeinde Pirmasens-Land im Landkreis Südwestpfalz in Rheinland-Pfalz, Deutschland. In der Nähe befindet sich die Burgruine Lemberg, die 1230 erstmals urkundlich erwähnt wurde.

Geografie

Um den relativ kleinen Ortskern gruppieren sich einige Neubaugebiete. 5100 ha der Gemarkungsfläche ist mit Wald bestanden. Es gibt auch zahlreiche Buntsandsteinfelsen. Mit 58,3 km² verfügt Lemberg über eine der größten Gemarkungen in Rheinland-Pfalz.

Annexen

Annexen sind kleine Orte, die im Gebiet von Lemberg liegen und offiziell zur Gemeinde dazu gehören. Sie haben aber ihren eigenen Ortsvorsteher. Folgende Annexen gehören zu Lemberg in der Pfalz:

  • Glashütte
  • Langmühle
  • Kettrichhof
  • Salzwoog
  • Stephanshof
  • Rodalberhof

Geschichte

Bis zum 12. Jahrhundert gehörte das Gebiet dem Kloster Hornbach, welches im Jahr 1198 an Graf Heinrich von Zweibrücken einen Felsen zum Bau einer Burg gegen andere Ländereien eintauschte. Aus der Zeit davor sind eine keltische Siedlung und auf dem Burgberg oberhalb des Dorfes eine römische Fliehburg des 4. Jahrhunderts n. Chr. nachweisbar. Nach dem Aussterben der Zweibrücker Grafen kam Lemberg an Hanau-Lichtenberg und in deren Erbfolge bis 1793 an Hessen-Darmstadt. Die Burg wurde 1636 im 30-jährigen Krieg teilweise und 1689 im Pfälzischen Erbfolgekrieg endgültig zerstört, die Ruine später als Steinbruch freigegeben.

Heute verfügt der ursprünglich fast rein evangelische Ort auch über eine katholische Kirche, da sich der katholische Bevölkerungsanteil in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts durch Neubürger erhöht hat. Das zeitweise starke Wachstum Lembergs ist aber zum Stillstand gekommen.

Gemeinderat

  • SPD 45 %: 9 Sitze
  • CDU 30,7 %: 6 Sitze
  • FWG 12,1 %: 2 Sitze
  • WGH 12,2 %: 3 Sitze

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Burg Lemberg auf dem Schlossberg (458 m ü. NN) mit Burgeninformationszentrum für Pfalz und Nordvogesen und einer Burgschänke
  • Die Anlage des Laubbrunnens in einer felsigen Senke
  • Keimskreuz, Gedenkstätte am Weg nach Drei Buchen, erinnert an eine Mordtat im 19. Jahrhundert
  • Hofstelle des ehemaligen Wolfsägerhofs an der Gemarkungsgrenze zu Dahn. Ein Ritterstein kennzeichnet die Stelle, wo von 1791 bis 1957 eine kleine Waldsiedlung bestand.
  • Sendemast Kettrichhof, Höhe: 210 Meter

Freizeit und Tourismus

Die weiten Waldgebiete mit zahlreichen Wanderpfaden und teilweise bewirtschafteten Hütten sind von einem Markierungsnetz des Pfälzerwald-Vereins durchzogen. Es finden sich rund um Lemberg eine Reihe beeindruckender Felsformationen, so der Maiblumenfels. Vom Laubbrunnen in der Nähe des Sportplatzes aus kann auf dem Lemberger Felsenpfad eine reizvolle Rundwanderung unternommen werden. - Vielseitige Freizeitanlage.

Literatur

  • Steffen Bergner, Fridolin Reutti, Hans Klose: Pfälzisches Burgenlexikon. Bd. III (2005) (Hrsg. Institut f. Pfälz. Geschichte und Volkskunde Kaiserslautern) Seite 360-380 mit umfangreicher Lit.-liste und neu vermessenem Plan am Buchende. ISBN 3-927754-51-4 (mit formal falscher ISBN ausgeliefert und katalogisiert, Suche über KVK möglich)
  • Emil Guth, Lemberg: Dorf und Burg im Wandel der Zeit - Aus der Geschichte des ehemaligen Amtsortes von Hanau-Lichtenberg und der Annexen, Höfen und Mühlen. Mit Beiträgen div. weiterer Autoren, Hrsg. Selbstverlag Ortsgemeinde Lemberg 1984
  • Alexander Thon (Hrsg.): ... wie eine gebannte, unnahbare Zauberburg. Burgen in der Südpfalz. 2., verb. Aufl. Schnell + Steiner, Regensburg 2005, S. 86-89, ISBN 3-7954-1570-5



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Informationsportal über Lemberg in Rheinland-Pfalz - 25.5.2012