Loiching in Bayern


Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Dingolfing-Landau
Koordinaten: 48° 37′ N, 12° 26′ O
Höhe: 385 m ü. NN
Fläche: 38,93 km²
Einwohner: 3595
Bevölkerungsdichte: 92 Einwohner je km²
Postleitzahl: 84180
Vorwahlen: 08731, 08744, 08732, 08702
Kfz-Kennzeichen: DGF
Gemeindeschlüssel: 09 2 79 124
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchplatz 4
84180 Loiching
Webpräsenz: www.loiching.de
Bürgermeister: Reiner Schachtner (CSU)

Loiching ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Dingolfing-Landau.

Geografie

Loiching liegt in der Region Landshut.

Es existieren folgende Gemarkungen: Loiching, Weigendorf. Weigendorf war bis 1971 eine selbständige Gemeinde und wurde im Zuge der Gemeindegebietsreform mit Loiching zusammengelegt. Die Gemeinde umfasst seither 45 Ortschaften, Weiler und Einöden.

Das Gemeindegebiet erstreckt sich vom Isartal im Norden, mit Kronwieden, nach Süden zu und reicht, sich auf zwei Täler verteilend, über ein vorwiegend land- und forstwirtschaftlich geprägtes Hügelland über den Ort Wendelskirchen fast bis zum nördlichen Höhenrücken des Vilstales. Der Scheiblbach durchströmt einen großen Teil des Gemeindegebiets von seiner Quelle beim Weiler Pischelsdorf im Süden nordwärts bis zu seiner Mündung in die Isar unmittelbar östlich der Isarbrücke. Der Bach hat eine Länge von 6,7 km.

Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung Loichings erfolgte am 25. August 885. Kaiser Karl III., genannt "der Dicke", schenkte der Kapelle in Ötting den neunten Teil der Einkünfte aus 21 zum Königsgut gehörenden Ortschaften, darunter "Liuchingan", Loiching. Die Streulage dieser Königsgüter lässt darauf schließen, dass ihre Größe nicht unerheblich gewesen sein dürfte. Vermutlich sind sie aus agilolfingischem Herzogsgut hervorgegangen. Lange Zeit gehörte das heutige Gemeindegebiet zum Herrschaftsbereich der Grafen von Frontenhausen und fiel nach deren Aussterben 1226 als Erbe an die Bischöfe und das Domkapitel von Regensburg. Die weltliche Herrschaft kam 1386 an das Herzogtum Bayern. Loiching und Weigendorf waren im herzoglichen und kurfürstlichen Bayern Obmannschaften des Landgerichts Teisbach. Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstanden mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinden Loiching und Weigendorf, die sich 1971 freiwillig zu einer Einheitsgemeinde zusammenschlossen.

Einwohnerentwicklung

Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 2.296, 1987 dann 2.871 und im Jahr 2000 3.528 Einwohner gezählt.

Politik

Bürgermeister ist Reiner Schachtner (CSU).

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 3.001.000 €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 1.625.000 €.

Wappen

Die Wappenbeschreibung lautet: Durch einen oben dornenförmig, unten lappenförmig gestalteten silbernen Schrägbalken geteilt von Grün und Rot; oben ein schräger silberner Fisch, unten ein schräger silberner Schlüssel.

Erklärung: Die Farben Rot und Silber sowie der Kerbschnitt des Balkens sind aus dem Wappen der Grafen von Frontenhausen übernommen.Aus dem Wappen des Hochstifts (der Bischöfe von Regensburg) stammen ebenfalls die Farben Rot und Silber sowie der Balken. Fisch und Schlüssel sind dem Siegel des Regensburger Domkapitels entnommen und sollen auch an die Loichinger Pfarrkirche erinnern, die dem Hl. Petrus und dem Hl. Paulus geweiht ist. Der Fisch und die an Wellen gemahnende Form des Balkens sind Verweise auf die Lage der Gemeinde beiderseits der Isar.

Städtepartnerschaften

Partnergemeinde ist die Gemeinde Slawoborze aus Polen

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 16, im produzierenden Gewerbe 183 und im Bereich Handel und Verkehr 151 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 104 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1.290. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe vier Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 115 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2.344 ha, davon waren 2.090 ha Ackerfläche und 247 ha Dauergrünfläche.

Bildung

Im Jahr 1999 existierten folgende Einrichtungen:

  • Kindergärten: 75 Kindergartenplätze mit 119 Kindern
  • Volksschulen: 1 mit 18 Lehrern und 313 Schülern

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

  • Altbürgermeister Max Haslbeck
  • Bischöflich Geistlicher Rat Pfarrer Sebastian Schall †
  • Pfarrer Albert Menhart †



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Informationsportal über Loiching in Bayern - 25.5.2012