Lollar in Hessen


Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Gießen
Landkreis: Gießen
Koordinaten: 50° 39′ N, 8° 42′ O
Höhe: 173 m ü. NN
Fläche: 21,90 km²
Einwohner: 10.487
Bevölkerungsdichte: 479 Einwohner je km²
Postleitzahl: 35457
Vorwahl: 06406
Kfz-Kennzeichen: GI
Gemeindeschlüssel: 06 5 31 013
Adresse der
Stadtverwaltung:
Holzmühler Weg 76
35457 Lollar
Webpräsenz: www.lollar.de
Bürgermeister: Dr. Bernd Wieczorek (Parteilos)
Lage der Stadt Lollar im Landkreis Gießen


Lollar ist eine Stadt in Mittelhessen.

Geografie

Geografische Lage

Die Stadt Lollar befindet sich im Landkreis Gießen ca. 8 km nördlich der Universitäts- und Kreisstadt Gießen und ca. 20 km südlich der Universitätsstadt Marburg.

Durch Lollar fließt die Lumda, ein kleiner Fluss, der in der Nähe in die Lahn mündet.

Nachbargemeinden und -kreise

Lollar grenzt im Norden an die Gemeinden Lohra und Fronhausen (beide Landkreis Marburg-Biedenkopf), im Osten an die Stadt Staufenberg, im Süden an die Stadt Gießen, sowie im Westen an die Gemeinde Wettenberg.

Stadtgliederung

Seit der Gebietsreform im Jahre 1972 gehören zu Lollar noch die drei Stadtteile Ruttershausen, Odenhausen und Salzböden.

Geschichte

Die Endsilbe des Ortsnamens -lar verweist auf eine Siedlung keltischen Ursprungs (vgl. auch Mainzlar, Wetzlar, Dorlar, Aßlar, Fritzlar). Erstmals urkundlich erwähnt wurde sie 1242. Zwischen 1570 und 1821 besaß die heutige Stadt ein Gericht. Die Stadtrechte erhielt sie 1974.

Ersterwähnungen der Ortsteile:

  • Salzböden um 755
  • Ruttershausen im Jahr 1256
  • Odenhausen im Jahr 1255

Wüstungen

Dilshausen; Einshausen

Einwohnerentwicklung

Durch den Zusammenschluss 1972 mit seinen Ortsteilen erreichte die heutige Stadt eine Größe von 8.000 Einwohnern. Heute (2004) hat Lollar inklusive der Ortsteile rund 10.500 Einwohner.

Politik

Stadtverordnetenversammlung

Bei der Kommunalwahl am 26. März 2006 ergab sich folgende Sitzverteilung:

SPD 14 Sitze
CDU 10 Sitze
FWG 6 Sitze
Grüne 4 Sitze
FDP 3 Sitze

Wappen

Das Wappen von 1967 enthält im oberen Bereich einen nach links blickenden weißen Pferdekopf auf blauem Grund, im unteren Bereich eine stilisierte Münze in weiß mit der zweizeiligen Aufschrift "*1* / KR". In der Mitte ist eine stilisierte Steinbrücke in Gold dargestellt.

Die Brücke über die Lumda stellte eine zentrale Rolle in der Entwicklung von Lollar. 1711 wurde ein Brückenzoll genehmigt. Der Betrag von einem Kreuzer (s. "1 KR" auf dem Wappen) wurde für jedes Pferd bei der Überquerung fällig.

Städtepartnerschaften

  • Brassac-les-Mines bei Clermont-Ferrand in Frankreich, seit 14. Juli 1987

Wirtschaft

Ansässige Unternehmen

1854 wurde die Hedwigshütte durch Justus Kilian gegründet. Bereits 1861 wurde diese von Buderus (Wetzlar), erworben. Durch diese wirtschaftliche Entwicklung wurde Lollar zum industriellen Schwerpunkt zwischen Gießen und Marburg. Heute werden in dem Werk durch die BBT Thermotechnik GmbH vornehmlich Heizkessel und Regelungstechnik für Heizsysteme produziert. Das Werk hat ca. 1000 Beschäftigte und ist somit der größte Arbeitgeber der Stadt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bekannt ist Lollar für eine der ältesten erhaltenen Kirchen in Hessen. Sie wurde in den 1970er Jahren abgebaut und befindet sich heute in einem Freilichtmuseum, dem Hessenpark. Anstelle der Kirche steht nun der Keulerbachbrunnen.

Bedeutende Bürger der Gemeinde

  • Heinrich Bastian (1875-1967), Heimatdichter aus dem Ortsteil Odenhausen
  • Ludwig Schneider (1898-1978), deutscher Politiker
  • Heinz Mack, (*1931), Künstler
  • Marko Lehanka, (*1961), bildender Künstler (Bildhauer)



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Informationsportal über Lollar in Hessen - 25.5.2012