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Lommatzsch ist eine Kleinstadt im Landkreis Meißen in Sachsen, Deutschland. GeografieLommatzsch liegt inmitten der Lommatzscher Pflege, einem landwirtschaftlich geprägten Gebiet mit hervorragenden Lößböden zwischen den Tälern des Keppritzbaches und des Ketzerbaches. StadtgliederungOrtsteile sind Albertitz, Altlommatzsch, Altsattel, Arntitz, Barmenitz, Birmenitz, Churschütz, Daubnitz, Dennschütz, Dörschnitz, Grauswitz, Ickowitz, Jessen, Klappendorf, Krepta, Lautzschen, Löbschütz, Lommatzsch, Marschütz, Mögen, Neckanitz, Paltzschen, Petzschwitz, Piskowitz, Pitschütz, Poititz, Prositz, Rauba, Roitzsch, Scheerau, Schwochau, Sieglitz, Striegnitz, Trogen, Wachtnitz, Weitzschenhain, Wuhnitz, Zöthain und Zscheilitz. GeschichteDer Name der Stadt leitet sich her von Glumaci, den Daleminziern, die sich wiederum nach ihrer Wunderquelle Glomaci (sprich glomatschi) nannten. Die Stadt wurde 1286 erstmals urkundlich erwähnt. Am 12. August 1330 verleiht Landgraf Friedrich dem Burggrafen zu Meißen den Bierzins zu Lommatzsch. Damit war in der Stadt das Braurecht vorhanden. 1386 gab es einen Bürgermeister und einen Rat, die Ratsverfassung von 1412 sah einen Bürgermeister und 9 Ratsmitglieder vor. 1504 Baubeginn der jetzt noch vorhandenen Kirche. Es wurden an den von früher stammenden Turm drei gotischen Spitzen aufgesetzt und ein Langhaus angebaut. Die Reformation wurde 1539 eingeführt und Ambrosius Naumann wird erster evangelischer Stadtpfarrer. 1550-55 erfolgte die Erbauung des Rathauses in der heutigen Größe. 1591 bekam die Wenzelskirche ihre erste Kirchturmuhr. Die Pest machte auch Lommatzsch zu schaffen, so kam es 1607 und 1611 zu insgesamt 1350 Pesttoten. Die folgenden Jahre waren vom Dreißigjährigen Krieg gezeichnet. So kam es 1632 durch die Ausbrennung und Einäscherung der Stadt durch kaiserliche Truppen und um 1645 zu erneuten Bränden von Häusern und Scheunen durch die Schweden. 1722 wurde auf dem Markt eine Post- und Meilensäule aufgestellt, die sich da bis 1857 befand und jetzt wieder befindet. 1814 wurde eine neue Orgel für die Kirche eingeweiht. Lommatzsch bleibt von der deutschen Revolution nicht unberührt, so kommt es 1849 zum ersten Lommatzscher Anzeiger, 1854 zur Erbauung eines Gerichtsegbäudes und 1857 zur Gründung eines Gewerbevereins. 1859 Einweihung des Hauptgebäudes der Schule und Gründung 1865 der Freiwilligen Feuerwehr. 1873 erfolgte die Trennung von Kirche und Schule, so dass fortan 2 Bürgerschulen existierten. 1878 wird an der Schule die Turnhalle errichtet. 1877 Eröffnung der Eisenbahnstrecke nach Riesa und 1880 nach Nossen. 1909 folgte eine Schmalspurbahn nach Meißen und 1911 nach Döbeln. Zum Ende des 2.Weltkrieges fanden in Lommatzsch Greueltaten an Zwangsarbeitern durch die SS statt. Diese Umstände ergaben sich durch den ständigen Frontenwechsel von Deutschen und Russen: Vom 25. - 28. April wurde Lommatzsch von der Sowjetunion eingenommen und vom 29. April - 5. Mai wieder von Deutschen. Dies hatte zur Folge, dass 36 von der Zivilbevölkerung beschuldigte Fremdarbeiter und ein weiterer unschuldiger sechzehnjähriger Junge, der angeblich eine Schreibmaschine gestohlen haben soll, an der Kirche aufgestellt wurden und mit einer MG-Salve eines SS-Mannes erschossen wurden. Nach der Eroberung Berlins standen nun mehr sowjetische Truppen zu Verfügung. Daraufhin flüchtete die SS aus Lommatzsch und die Rote Armee marschierte ein. Die befürchtete Vergeltungsmaßnahme der Sowjetunion blieb glücklicherweise aus. Kultur und SehenswürdigkeitenLommatzschs historischer Stadtkern ist durch unterirdische Gänge, angelegt im 15. und 16. Jahrhundert, durchzogen. Sie wurden als Keller genutzt, boten aber auch Schutz vor Krieg und Feuer. Seit 1926 kam es ab und an zu katastrophalen Einstürzen, die sich bis heute fortsetzen. Die genaue Lage der Gänge ist unbekannt. Sie sind aber zum Teil begehbar und in gutem Zustand. Seit 1995 wird daran gearbeitet, die noch gut erhaltenen Keller zu sanieren und aufzuarbeiten. Die städtischen Bauten werden somit vor weiteren Einstürzen geschützt. Gleichzeitig wird aber auch mit der Einrichtung der Schaubergkeller der wichtigen Bedeutung der Anlagen im Mittelalter gedacht, ein Stück Geschichte der Stadt wird wieder zum Leben erweckt und erhalten. Das Schaubergkellerareal ist 122,5 Meter lang, hat eine Sohlentiefe von 4 - 7 m, eine Ganghöhe von ungefähr 1,75 m und ein Hohlraumvolumen von 320 m².
Wirtschaft und InfrastrukturVerkehrDas Stadtgebiet wird von der Bundesstraße 6 berührt und hat dadurch gute Verbindungen nach Meißen und Riesa. Die noch im Bau befindliche S85 stellt in Zukunft eine gute Anbindung zu den Autobahnen A 4 sowie A 14 und damit nach Dresden (ca. 20 min) und Leipzig (ca. 40 min) dar. PersönlichkeitenEhrenbürger
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