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Lorsch ist eine Stadt im südhessischen Kreis Bergstraße (Deutschland). Bekannt ist Lorsch durch das zum Weltkulturerbe ernannte Kloster Lorsch. GeografieGeografische LageLorsch, das als "Das Tor zur Bergstraße" bezeichnet wird, liegt ca. 5 Kilometer westlich der eigentlichen Bergstraße. Es befindet sich in der Oberrheinischen Tiefebene nur etwas westlich des Odenwalds zwischen Darmstadt im Norden und Mannheim im Süden. Die Stadt liegt unweit westlich vom Unterlauf der Weschnitz. NachbargemeindenLorsch grenzt im Norden an die Gemeinde Einhausen und die Stadt Bensheim, im Osten an die Stadt Heppenheim, im Südosten an die Gemeinde Laudenbach und die Stadt Hemsbach (beide Rhein-Neckar-Kreis, Baden-Württemberg), im Süden an die Stadt Lampertheim, sowie im Westen an die Stadt Bürstadt. GeschichteDie Abtei Lorsch wurde im Jahre 764 vom fränkischen Gaugraf Cancor und seiner Mutter Williswinda gegründet. Das Kloster wurde von Benediktinern des Klosters Gorze bei Metz besiedelt. In einer Urkunde aus dem Jahr 885 wurde die Abtei als "Lauressam" erwähnt, daraus entwickelte sich im Laufe der Zeit der heutige Stadtname. Die Abtei war im Früh- und Hochmittelalter ein mächtiges Reichskloster, mit Besitzungen im nahen Odenwald, der Bergstraße und Rheinhessen, aber auch in Elsass und Lothringen. Im Bürgerkrieg des Investiturstreits mussten große Besitzverluste an den Adel hingenommen werden. Im späten 12. Jahrhundert wurde mit der Aufzeichnung der alten Besitzurkunden versucht die Verwaltung zu reorganisieren (Lorscher Codex). Dennoch wurde Lorsch 1232 an das Erzbistum Mainz übergeben und durch Prämonstratenser neubesiedelt. Danach gab es schwere Auseinandersetzungen zwischen Mainz und Pfalz als Inhaber der Vogtei. Von der karolingischen Benediktinerabtei, die in Teilen ergraben ist, hat sich die Torhalle (um 800) erhalten. Sie ist heute ein von der UNESCO geschütztes Weltkulturerbe. Siehe auch: Lorscher Codex, Franken (Land), Rheinfranken, Kurmainz, Kurpfalz PolitikStadtverordnetenversammlungDie Kommunalwahl am 26. März 2006 lieferte folgendes Ergebnis:
Der Magistrat besteht aus 7 Stadträten. Davon entfallen 3 Sitze auf die CDU, 2 Sitze auf die SPD und je ein Sitz auf die PWL und die Grünen. BürgermeisterDer Bürgermeister ist seit 1993 Klaus Jäger (parteilos). Er wurde am 7. Februar 1999 mit 85,2 % und am 13. Februar 2005 mit 70,6 % wiedergewählt. WappenBlasonierung: Das Wappen ist unter schwarzem Schildhaupt gespalten von Silber und Blau. Im Schildhaupt die stilisierte goldene Königshalle. Im Schildfuß, rechts in Silber ein rotes Kreuz und links in Blau ein linksgewendeter, neun Mal von Silber und Rot geteilter Löwe (Löwe von Hessen). Bedeutung: Die Bedeutung der Königshalle, die 1991 UNESCO-Weltkulturerbe wurde, spiegelt sich im Wappen der Stadt wieder. Das rote Kreuz war das Wappen des ehemaligen Klosters und der Löwe zeigt die Zugehörigkeit zu Hessen. Städtepartnerschaften
Freundschaftliche Beziehungen bestehen zu Sternberk (Sternberg) im Kreis Olomoucky kraj, Tschechien. Dies kam durch die Patenschaft zu Vertriebenen aus den Gemeinden Jivová Giebau, (Pohorsch), (Weska) und Hranicné Petrovice (Petersdorf bei Giebau) zustande, die sich in Lorsch angesiedelt haben. Kultur und SehenswürdigkeitenTheater
Museen
Bauwerke
Kulinarische Spezialitäten
Wirtschaft und InfrastrukturVerkehrDurch die Gemarkung der Stadt führen die Bundesautobahn A 67 und die Bundesstraßen B 47 und B 460. Der DB-Bahnhof von Lorsch liegt an der Linie der Nibelungenbahn zwischen Bensheim und Worms, zudem bestehen dichte Busverbindungen mit Lampertheim/Bürstadt, Heppenheim, Einhausen und Bensheim. Lorsch liegt am hessischen Radfernweg R9, der von Worms über Bensheim nach Höchst im Odenwald führt. Ansässige UnternehmenDie Lorscher Homepage bietet eine Übersicht der ansässigen Unternehmen. Hier eine Auswahl:
MedienIn Lorsch gibt es zwei regionale Tageszeitungen, den Bergsträßer Anzeiger mit der Regionalausgabe Lorsch/Einhausen sowie das weniger verbreitete Starkenburger Echo. Öffentliche Einrichtungen
VeranstaltungenIn Lorsch findet jeden Fastnachtsdienstag ein großer Fastnachtsumzug mit über 90 Zugnummern statt, der jedes Jahr über 80.00 Narren in die Klosterstadt lockt. Bildung
PersönlichkeitenEhrenbürger
Söhne und Töchter der Stadt
Literatur
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