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Lubmin ist ein Seebad in Vorpommern in der Nähe der Stadt Greifswald. Es liegt am Greifswalder Bodden. Lubmin ist Verwaltungssitz des Amtes Lubmin, dem weitere neun Gemeinden angehören. GeografieNördlich grenzt Lubmin unmittelbar an den Greifswalder Bodden, einem Nebengewässer der Ostsee. Den nordöstlichen Rand der Gemeinde bildet die Halbinsel Struck welche von der Mündung des Peenestromes begrenzt wird. Das Seebad verfügt über einen kilometerlangen Sandstrand mit seichtem Gewässer. Das Hochufer ist weitgehend mit Kiefern bewaldet. NachbargemeindenDie unmittelbaren Nachbargemeinden sind im Südosten Kröslin und Rubenow, im Süden Wusterhusen und im Südwesten Brünzow. Etwas weiter westlich befindet die Universitätsstadt Greifswald und südöstlich liegt Wolgast. GeschichteIm Jahr 1271 wird Lubmin erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname „Lubemyn” ist slawischen Ursprungs und gehörte bis zur Reformation zum Kloster Eldena. In Folge des Dreißigjährigen Krieges kommt Lubmin wie ganz Pommern unter Schwedische Herrschaft. Um 1700 wird der Ort Besitz des schwedischen Feldmarschall Wrangel. Nach dem Wiener Kongress 1815 kommt der Ort zu Preußen. Lubmin wird 1886 zum ersten Mal „Seebad” genannt. Erst 1893 wird Lubmin an die Straße von Eldena nach Wolgast angeschlossen. Eine Kleinbahn die von Greifswald über Lubmin nach Wolgast fährt wird 1898 erschlossen. 1945 wird die Bahn abgebaut und als Reparation in die Sowjetunion gebracht. Die erste Seebrücke wird um 1900 gebaut. Ab 1967 beginnt der Bau des Kernkraftwerk Nord, zentrales FDJ-Jugendobjekt 1967-1975. In folge dessen wurde eine Bahnlinie von Greifswald nach Lubmin gebaut. 1990 wurde das Kernkraftwerk unter Protesten der 5.500 Angestellten stillgelegt. Nach dem Zweiten Weltkrieg kommt der Ort mit dem deutsch gebliebenen Teil Vorpommerns zum Land Mecklenburg(-Vorpommern). Seit der Verwaltungsreform in der DDR 1952 (Auflösung der Länder) gehörte Lubmin zum Bezirk Rostock. Seit 1990 gehört Lubmin zum Land Mecklenburg-Vorpommern. 1992 wird die neue Seebrücke fertiggestellt. Mehrere Hotels und Gaststätten entstehen, so dass der Ort 1999 seine endgültige Seebadanerkennung erhält. Kultur und SehenswürdigkeitenSehenswürdigkeiten
Kultur
Wirtschaft und InfrastrukturVerkehrDie Erschließung der Gemeinde erfolgt momentan über eine Landesstraße von Greifswald über Lubmin nach Wolgast. Eine weitere Landesstraße führt von Lubmin nach Wusterhusen. Außerdem besitzt Lubmin einen Bahnanschluss, es findet aber kein Personenverkehr mehr statt. Seit 2004 besitzt die Gemeinde einen größeren Ostseehafen, dem im Januar 2006 die Betriebserlaubnis erteilt wurde. Dieser wurde am Auslaufkanal des ehemaligen Kernkraftwerkes errichtet und hat am Südkai fünf Liegeplätze mit sieben Meter Tiefgang. Ansässige UnternehmenAuf großen Teilen des Gemeindegebietes von Lubmin befand sich das Kernkraftwerk Lubmin. Es war mit seinen 4 Blöcken das größte der DDR. Der erste Reaktor ging 1973 in Betrieb. Zusätzlich waren vier Reaktoren im Bau, von denen jedoch 1989 lediglich Block 5 in Probebetrieb genommen werden konnte, bevor die Anlage 1990 aufgrund geänderter Sicherheitsstandards stillgelegt wurde. Zur Zeit wird das KKW aufwendig von den Energiewerken Nord zurückgebaut. Für die atomaren Abfälle (Reaktorteile usw.) wurde ein Zwischenlager errichtet. Zu DDR-Zeiten arbeiteten rund 10.000 Arbeitnehmer für den Atomstandort, heute sind mit der Demontage noch ca. 1.000 beschäftigt. Zur Industrieansiedlung auf dem Gelände des ehemaligen KKW wurde der ehemalige Kühlwasserauslaufkanal des KKW mit öffentlichen Mitteln zu einem Hafen ausgebaut. Zusätzlich soll ein Gasturbinenkraftwerk errichtet werden, das den Standort attraktiv für energieintensive Industrie (Holz, Papier, Metall) machen soll. Außerdem ist ein Steinkohlekraftwerk im Gespräch. Bereits im Aufbau ist eine Bio Diesel Raffinerie. Atomkraftgegner befürchten, dass damit das Zwischenlager des KKW vom Bund (betrieben durch die Energiewerke Nord GmbH) für Atomabfälle auch aus ganz Europa dienen könnte. Zugleich werden Eingriffe in die Küstenlandschaft befürchtet und die schlechte Verkehrsanbindung kritisiert. Zurzeit ist in Lubmin umstritten, ob sich die Anstrengungen der Gemeinde mehr auf die Gewerbeansiedlung oder auf den bisher vernachlässigten Tourismus konzentrieren sollen. Die 380 kV-Leitung vom ehemaligen Kernkraftwerk Lubmin zum Umspannwerk Wolmirstedt ist die längste Stromleitung in Deutschland. Texte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz. Eine Liste der Autoren und Fotografen, sowie den Originaltext finden Sie hier. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
