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Ludwigslust ist die Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises in Mecklenburg-Vorpommern. Sie ist auch Verwaltungssitz des Amtes Ludwigslust-Land, selbst aber amtsfrei. In der Umgebung haben sich die Abkürzungen Lulu und L'lust für die Stadt eingebürgert. GeografieLudwigslust liegt im westlichen Mecklenburg am Ludwigsluster Kanal, der von der Rögnitz abzweigt, ca. 40 km südlich der Landeshauptstadt Schwerin und am Rande der Griesen Gegend. OrtsteileLudwigslust besteht neben der Kernstadt aus den eingemeindeten Dörfern Hornkaten, Niendorf (bei Weselsdorf) und Techentin. Auf Beschluss der Gemeinderäte kamen ab 2005 auch noch die Dörfer Glaisin, Kummer und Mäthus hinzu. GeschichteLudwigslust ist eine sehr junge Stadt, deren Geschichte eng mit dem Schloss Ludwigslust verknüpft ist. Spätestens seit dem 16. Jahrhundert befand sich in der Gegend des heutigen Schlossplatzes ein (heute verschwundenes) Gut mit dem Namen Klenow. 1724 ließ Herzog Christian Ludwig II. von Mecklenburg-Schwerin an dieser Stelle ein einfaches Jagdschloss erbauen. 1754 erhielt der Ort Klenow auf Weisung des Herzogs Christian Ludwig den Namen „Ludwigslust”. Zwei Jahre später verstarb dieser und sein Nachfolger, Herzog Friedrich begann, nach und nach die Residenz aus Schwerin hierher zu verlegen. Die endgültige Verlegung des Hofes begann 1763. Danach setzte rege Bautätigkeit ein, nach wohldurchdachten Plänen entstand die Residenz des Herzogtums Mecklenburg-Schwerin. Nordwestlich des Schlosses entstand schrittweise einer der größten Landschaftsparks Norddeutschlands. 1765 begann Baumeister Johann Joachim Busch mit dem Bau der Hofkirche (fertiggestellt 1770; heute Stadtkirche) und setzte den Ausbau zur Residenz mit dem barocken Schloss fort, an dem von 1772 bis 1776 gebaut wurde. Um das Schloss herum entstanden am heutigen Schlossplatz, Kirchplatz sowie in der Schloßstraße Häuser für das Personal der Residenz. 1789 wurde der Komponist Johannes Matthias Sperger erster Kontrabassist der Hofkapelle. 1804 begann Baumeister Seydewitz mit dem Bau der katholischen Kirche (heute St. Helena) auf einer Insel im Schlosspark. Sie wurde 1808 unter dem Baumeister Johann Georg Barca vollendet. 1837 verlegte Herzog Paul Friedrich die Residenz des seit dem Wiener Kongress neuen Großherzogtums zurück nach Schwerin. 1844 erhielt Ludwigslust einen Bahnhof und Bahnanschluss. Das „Diakonissen- und Krankhaus Stift Bethlehem” wurde 1851 gegründet. 1876 erhielt Ludwigslust Stadtrecht. Das Schloss verblieb bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges im Besitz der herzoglichen Familie. 1945 entstand in zwei Kilometern Entfernung vom Stadtzentrum ein Außenlager des Konzentrationslagers Hamburg-Neuengamme. Nach der Befreiung des Lagers durch amerikanische Truppen am 2. Mai 1945 fanden viele Opfer dieses Lagers ihre letzte Ruhestätte am Bassinplatz im Zentrum der Stadt. Trotz seiner unmittelbaren Nähe zur Kreisstadt wurde dieses Lager allerdings später meist als „KZ Wöbbelin” bezeichnet. Die Mahn- und Gedenkstätten Wöbbelin widmen sich der Aufarbeitung der Geschichte dieses Lagers. Ab 1952 war Ludwigslust Kreisstadt des gleichnamigen Kreises im Bezirk Schwerin. Denkmäler
Einwohnerentwicklung
PolitikStadtvertretungDie Stadtvertretung der Stadt Ludwigslust besteht aus 27 gewählten Vertretern. Es sind 5 Parteien in 4 Fraktionen vertreten. Seit dem 13. Juni 2004 setzt sich die Stadtvertretung folgendermaßen zusammen:
WappenBlasonierung: „Von Gold und Blau gespalten; vorn am Spalt ein halber hersehender schwarzer Stierkopf mit silbernen Hörnern, goldener Krone, offenem Maul, ausgeschlagener roter Zunge und abgerissenem Halsfell; hinten am Spalt ein halber grüner Rosenstock mit einer halben roten Rose auf grünem Grund, oben von einem silbernen Johanniter- (Malteser-) Kreuz, unten von einem aufgerichteten goldenen Adlerfang beseitet.” Partnerstädte
Sehenswürdigkeiten und KulturSehenswürdigkeiten
Regelmäßige Veranstaltungen
Wirtschaft und InfrastrukturAufgrund des Anschlusses an die Bahnstrecke Hamburg-Berlin entwickelte sich Ludwigslust zu einem Verkehrsknotenpunkt in Südwesten Mecklenburgs. VerkehrEisenbahnverbindungenDer Bahnhof Ludwigslust hat vor allem eine Bedeutung als Umsteigebahnhof, wie auch als Ausgangspunkt für Berufspendler nach Hamburg. Dieses spiegelt sich darin wieder, dass Ludwigslust, bis jetzt, die einzige Stadt in Mecklenburg-Vorpommern ist, welche über einen ICE-Halt verfügt. Durch diesen ist es Reisenden aus der Landeshauptstadt Schwerin möglich, die schnellen ICE-Verbindungen Richtung Berlin zu nutzen. Morgens hält der ICE in Ludwigslust, um zahlreiche Pendler in ca. 40 Minuten in das 120 km entfernte Hamburg zu bringen. Von Ludwigslust aus bestehen Zugverbindungen mit: Fernverkehr:
Nahverkehr:
Die Betrieb der Bahnstrecke nach Dömitz, die bis zur Zerstörung der Elbbrücke im Jahre 1945 weiter über die Elbe bis Dannenberg und Celle führte, wurde am 11. April 2001 eingestellt. Es existiert eine direkte Busverbindung. StraßenverbindungenIn Ludwigslust treffen sich die Bundesstraßen 5, 106 und 191. Über die B 106 und die B 191 können die Autobahnauffahrten Ludwigslust (9 km entfernt) und Neustadt-Glewe (12 km entfernt) auf die A 24 (Hamburg-Berlin) leicht erreicht werden. Daneben laufen Planungen für den Ausbau der A 14 von Magdeburg in Richtung Schwerin und Wismar (zur ""Ostseeautobahn" A 20), somit würde Ludwigslust auch Anschluss an eine Autobahn Richtung Süden bekommen. Bildungseinrichtungen
sonstige öffentliche Einrichtungen
Ansässige Unternehmen
PersönlichkeitenEhrenbürgerDie Stadt Ludwigslust hat seit 1820 zehn Personen das Ehrenbürgerrecht verliehen.
Söhne und Töchter der Stadt
Personen, die in Ludwigslust gewirkt haben
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