Lüdelsen in Sachsen-Anhalt


Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Landkreis: Altmarkkreis Salzwedel
Verwaltungsge-
meinschaft:
Beetzendorf-Diesdorf
Koordinaten: 52° 41′ N, 10° 57′ O
Höhe: 69 m ü. NN
Fläche: 22,99 km²
Einwohner: 283
Bevölkerungsdichte: 12 Einwohner je km²
Postleitzahl: 38489
Vorwahl: 039003
Kfz-Kennzeichen: SAW
Gemeindeschlüssel: 15 3 70 071
Adresse der
Verbandsverwaltung:
Marschweg 3
38489 Beetzendorf
Webpräsenz: Gemeinde Lüdelsen
Bürgermeister: Manfred Lange
Lage von Lüdelsen im Altmarkkreis Salzwedel

Lüdelsen ist eine Gemeinde im Norden von Sachsen-Anhalt im Altmarkkreis Salzwedel. Zu Lüdelsen gehört der Ortsteil Neuenstall sowie die Waldsiedlungen Groß Wismar und Klein Wismar.

Geografie

Lüdelsen liegt südlich von Salzwedel in einem Niederungsgebiet an der Hartau, einem Nebenfluss der Jeetze.

Wappen

Blasonierung: „In grün einen mit einem schwarzen Mühlrad belegten silbernen Balken., oben ein querliegender silberner Schlüssel, unten ein silbernes Hünengrab.”

Hartauniederung

Die Hartauniederung zwischen Lüdelsen und Ahlum ist ein teilweise geschützter Biotop (FFH) mit Erlen- und Eschenwäldern und Weichholzauenwäldern, an waldfreien Standorten durch Bodenfeuchte geprägte Flutrasen mit Flutendem Hahnenfuß (Ranunculion fluitantis). Geschützte Tierarten sind Bachneunauge (Lampetra planeri) und Bitterling (Rhodeus sericeus).

Kirche

In Lüdelsen wurde am 28. März 1922 der Grundstein für die einzige Gefallenengedächtniskirche Deutschlands gelegt. Der Bau wurde im Mai 1924 fertiggestellt.

Die Kirche erinnert an die 24 Gefallenen des Ersten Weltkrieges aus Lüdelsen und dem Ortsteil Neuenstall, deren Namen auf einer Tafel im Innenraum der Kirche verewigt sind.

Spenden ermöglichten den Aufbau durch regionale und ortsansässige Unternehmen, wobei die Bürger dieser Dörfer, sowie die Jagdgenossenschaft, das zum Bau notwendige Holz und die Arbeitsleistung untentgeltlich zur Verfügung stellten.

Königsgrab

Östlich von Lüdelsen, am Ortsausgang Richtung Stöckheim, befinden sich vier Großsteingräber aus der Jungsteinzeit (3000 - 1800 v. Chr.). In solchen Gräbern wurden die Toten einer Sippe mit verschiedenen Beigaben wie Gefäßen, Waffen oder Schmuck bestattet.

Eines davon stellt eine der größten Grabanlagen der näheren Umgebung dar. Man vermutet hier die Bestattung einer höher gestellten Persönlichkeit. Daher wird das Grab im Volksmund „Königsgrab” genannt.




Texte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz. Eine Liste der Autoren und Fotografen, sowie den Originaltext finden Sie hier.

Informationsportal über Lüdelsen in Sachsen-Anhalt - 25.5.2012