Lunden in Schleswig-Holstein


Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Dithmarschen
Amt: KLG Lunden
Koordinaten: 54° 20′ N, 9° 1′ O
Höhe: 9 m ü. NN
Fläche: 4,65 km²
Einwohner: 1651
Bevölkerungsdichte: 355 Einwohner je km²
Postleitzahl: 25774 (alt: 2247)
Vorwahl: 04882
Kfz-Kennzeichen: HEI
Gemeindeschlüssel: 01 0 51 071
Adresse der
Amtsverwaltung:
Nordbahnhofstraße 7
25774 Lunden
Webpräsenz: www.amt-lunden.de
Bürgermeister: Elke Hachmann-Skiba (CDU)
Lage der Gemeinde Lunden im Kreis Dithmarschen

Die Gemeinde Lunden liegt in Schleswig-Holstein (Deutschland) im nördlichen Teil des Kreises Dithmarschen. Die nächsten größeren Ortschaften sind die Kreisstädte Heide (ca. 20 km) und Husum (ca. 23 km; Kreisstadt des nördlich angrenzenden Kreises Nordfriesland).

Lunden ist der Hauptort des Amtes Kirchspielslandgemeinde Lunden, dem neben Lunden die Gemeinden Lehe, Krempel, Rehm-Flehde-Bargen, Hemme, Karolinenkoog, Groven und St. Annen angehören. Der Ort Lunden hat 1.650 Einwohner, die gesamte Kirchspielslandgemeinde umfasst etwa 5.300 Einwohner.

Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung von Lunden datiert bereits aus dem Jahre 1140 durch den Erzbischof von Bremen. Der Ortsname stammt wahrscheinlich aus dem dänischen "Lunn" (inselartige Erhebung) oder "Lund" (kleines Wäldchen).

1450 bis 1453 sowie 1484 kommt die Pest nach Lunden.

Am 27. Februar 1529 wurde Lunden durch die Dithmarscher Landesversammlung das Stadtrecht verliehen. Im Jahre 1559, nachdem die Bauernrepublik Dithmarschen in der Letzten Fehde ihr Ende fand, ging dieses Recht wieder verloren.

Im Jahr 1885 hatte Lunden 4064 Einwohner.

Politik

Die letzte Wahl zur Gemeindevertretung von Lunden hatte folgendes Ergebnis (Stand: 3. März 2003):

  • CDU 46,25 Prozent 6 Sitze
  • SPD 36,23 Prozent 5 Sitze
  • WGL 17,52 Prozent 2 Sitze

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Die größte Sehenswürdigkeit des Ortes ist die St. Laurentiuskirche (erbaut im 12. Jahrhundert, erweitert im Jahr 1471) mit dem Geschlechterfriedhof, auf dem letztmalig im Jahr 1945 eine Beerdigung durchgeführt wurde. Die Gräber können zum Teil besichtigt werden (der Sulemannen-Keller und der Nannen-Keller). Hier wurde auch einer der bedeutendsten Politiker der Bauernrepublik Dithmarschen beigesetzt, der Achtundvierziger Peter Swyn (1480? - 1537). Neben dem Grabstein ist eine Stele erhalten, auf dem dessen Ermordung abgebildet ist.

Seit 1975 ist Lunden ein staatlich anerkannter Erholungsort.

Die alte Volksschule wurde zum Heimatmuseum ausgebaut; später wurde es zum "NaTour-Centrum" erweitert.

Vom Ortskern sind es 2 km bis zum Fluss Eider (Badestelle Wollersum). Der Gezeitenfluss Eider trennt die Kreise Dithmarschen und Nordfriesland.




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Informationsportal über Lunden in Schleswig-Holstein - 25.5.2012