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Mandelbachtal ist eine saarländische Gemeinde im Süden des Saarpfalz-Kreises mit dem Verwaltungssitz im Ortsteil Ormesheim. GeografieMandelbachtal liegt im Bliesgau, rund 10 km östlich von Saarbrücken. Die Gemeinde grenzt an die Städte Sankt Ingbert und Blieskastel, die Gemeinde Gersheim, den Stadtverband Saarbrücken und das französische Département Moselle. Der Namens gebende Mandelbach durchfließt die Gemeinde von Nord nach Süd und mündet bei Habkirchen in die Blies. GeschichteVom Oberlauf bis zur Mündung des Mandelbaches finden sich heute noch zahlreiche Kopfweiden. Nur selten allerdings zeigen sie die eigentümliche Form, welche vom jährlichen Schnitt herrührt. Kopfweide, Korbweide, Mandel, immer ist der gleiche Baum gemeint. Seine Blätter ähneln denen des Mandelbaumes. Aus den Ruten flocht man in früheren Zeiten die für die ländliche Wirtschaft unentbehrlichen Körbe. Er gab dem Bach, an dessen Ufer er damals wie heute häufig anzutreffen ist, den Namen. Kurz vor seiner Mündung in die Blies lag einst der inzwischen untergegangene Ort Mandelbach (erstmals erwähnt 1239), heute ein Teil des Dorfes Habkirchen. Zahlreiche Funde aus keltischer Zeit, zum Beispiel die prachtvolle Schmuckfibel aus Wittersheim (heute im Museum für Vor- und Frühgeschichte, Saarbrücken), weisen auf eine Besiedlung in vorchristlicher Zeit hin. Es kamen die Römer und mit ihnen ein enormer kultureller und wirtschaftlicher Aufschwung. Bei Bauarbeiten kommen hin und wieder Mauerreste zum Vorschein, beispielsweise im Bereich der Kirche von Erfweiler-Ehlingen. Münzen und Scherben von Terra sigillata wurden gefunden. Im 3. Jahrhundert nach Christus erlebte die gallorömische Bevölkerung schwere Zeiten. Germanische Volksstämme fielen ein, brannten alles nieder, und ergriffen im Laufe der folgenden drei Jahrhunderte endgültig Besitz vom Land. Neue Lebens- und Siedlungsformen breiteten sich aus. Die Heim- und Ingenorte (5. bis 8. Jahrhundert) entstanden. Das Christentum, das römische Siedler und Legionäre mitgebracht hatten, ging vorübergehend unter. Dann kam von der Insel Reichenau über das Elsaß der Klostergründer Pirminius nach Hornbach und gründete dort sein letztes Kloster, in dem er auch begraben wurde. Von hier aus missionierten die Mönche des Hl. Benedikt den Bliesgau. Die guten Böden ließen ertragreichen Ackerbau zu. Streitigkeiten zwischen den verschiedenen Eigentümern, wie z. B. Bliesgaugrafen und dem Kloster Gräfinthal kamen auf und hielten über viele Jahrhunderte an. ReligionenMandelbachtal ist heute größtenteils katholisch. Die evangelischen Christen im Mandelbachtal gehören zur protestantischen Kirchengemeinde Ensheim, die auch über eine Kirche in Ormesheim verfügt. Einmal im Monat gibt es einen evangelischen Gottesdienst in der katholischen Kirche in Ommersheim. PolitikParteienEs existieren Gemeinde- bzw. Ortsverbände von CDU, SPD, FWG, Bündnis 90/DIE GRÜNEN und FDP. Bürgermeister
Wirtschaft und InfrastrukturDie Wirtschaft in Mandelbachtal steht für Branchenvielfalt. Neben Fremdenverkehr- und Gastronomiebetrieben haben sich auch viele Handwerker und Dienstleister fest etabliert. Gerade der Dienstleistungssektor ist in Mandelbachtal sowohl im Hinblick auf die Beschäftigtenzahl als auch der Wertschöpfung besonders stark vertreten. Mandelbachtal hat aber auch als attraktive Tagungs- und Fremdenverkehrsgemeinde einen guten Namen. VerkehrAutobahnen und BundesstraßenMandelbachtal liegt an der Bundesstraße 423 Homburg-Sarreguemines. Innerhalb weniger Minuten erreicht man von Mandelbachtal aus die Bundesautobahnen A 8 Luxemburg-Karlsruhe (Abfahrt Homburg-Einöd), die A 6 Paris-Mannheim (Abfahrten St. Ingbert und Brebach-Fechingen), die A 620 Saarbrücken-Saarlouis (Abfahrt Güdingen) und die französische A 4 Paris– Straßburg (Abfahrt Sarreguemines, F). ÖPNVMit dem regionalen ÖPNV ist der öffentliche Verkehr durch die Regionalbusse Saar/Westpfalz und im Gemeindebezirk Ormesheim zusätzlich durch die Saarbahn GmbH nach Saarbrücken erschlossen. FernbahnhöfeFernbahnhöfe befinden sich in den benachbarten Städten Saarbrücken mit ICE und TGV-Anschluss (16 km) und St. Ingbert (10 km), sowie im französischen Sarreguemines (10 km). FlugverbindungenIn unmittelbarer Nachbarschaft zum Flughafen Saarbrücken ist Mandelbachtal in wenigen Anfahrtsminuten an den Luftverkehr angebunden. Weitere Flughäfen im Umkreis von 200 km liegen in Frankfurt am Main, Zweibrücken, Hahn, Luxemburg (L), Straßbourg (F), Baden-Baden und Metz (F) GemeindegliederungMandelbachtal gliedert sich auf in die Gemeindebezirke Ormesheim, Heckendalheim, Ommersheim, Erfweiler-Ehlingen, Wittersheim, Bebelsheim, Bliesmengen-Bolchen und Habkirchen. Entwicklung des GemeindegebietsDie Gemeinde Mandelbachtal entstand 1974 im Zuge der Kommunalen Gebiets- und Verwaltungsreform im Saarland aus den früher eigenständigen Gemeinden, die heute die Gemeindebezirke sind. Kultur und SehenswürdigkeitenZu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Gemeinde Mandelbachtal gehört der Weiler Gräfinthal mit einer Klosterkirche, zwei Ausflugslokalen und einer Freilichtbühne. Auch der Weiher in Ommersheim ist für Ausflüge sehr zu empfehlen. PferdeDie Gemeinde Mandelbachtal wurde 1994 auf Bundesebene zur "Pferdefreundlichsten Gemeinde" ausgezeichnet. Insbesondere Islandpferde werden hier gehalten. Zu den bekannten Höfen gehören der Grenzlandhof in Bebelsheim und der Ponsheimer Hof zwischen Ormesheim und Eschringen. Ein hervorragendes Netz von Reitwegen durchzieht die Gemeinde. Museen
Regelmäßige VeranstaltungenJeden Dienstag ist in Ormesheim auf dem Theo-Carlen-Platz Wochenmarkt. Dorffeste finden in Bebelsheim, Erfweiler-Ehlingen, Heckendalheim, Ommersheim (am ersten Wochenende im Juli) und Wittersheim statt. Des Weiteren gibt es das Brückenfest in Habkirchen und das Sommergartenfest in Ormesheim. In Ormesheim findet jährlich ein Weinfest statt. Die Naturbühne Gräfinthal spielt während der Sommermonate Schwänke und Kinderstücke (20-30.000 Besucher im Jahr). Texte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz. Eine Liste der Autoren und Fotografen, sowie den Originaltext finden Sie hier. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
