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Marktheidenfeld ist eine Stadt im unterfränkischen Landkreis Main-Spessart. Die Stadt ist Sitz, aber nicht Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Marktheidenfeld. GeographieDie Stadt liegt am Mainviereck, an der Ostseite des Spessarts, geologisch an der Nahtstelle des Spessart-Rotsandsteingebiets zum Muschelkalkgebiet der Fränkischen Platte, die zwischen dem Mainviereck und dem Maindreieck auch als Marktheidenfelder Platte bezeichnet wird. Es existieren folgende Gemarkungen: Altfeld, Glasofen, Marienbrunn, Marktheidenfeld, Michelrieth, Oberwittbach, Zimmern. GeschichteHeidenfeld dürfte während der fränkischen Landnahme in der ersten Hälfte des 8. Jahrhunderts entstanden sein. Schon vor 855 gehörte der Ort dem Kloster Holzkirchen, das seit dieser Zeit zur Abtei Fulda gehörte. Die Grafen von Wertheimer Grafen als Vögte des Klosters Holzkirchen erlangten Ende des 13. Jahrhunderts auch die Vogtei über Heidenfeld. 1397 wurde Marktheidenfeld erstmals als Stadt bezeichnet. Zwischen 1522 und 1530 wurde in der Grafschaft Wertheim und damit auch in Marktheidenfeld die Reformation eingeführt. 1612 wurde Heidenfeld nach der Würzburg-Wertheimer Fehde (1599 bis 1617) als würzburgisches Lehen eingezogen, es begann die Gegenreformation unter dem Pfarrer Johannes Molitor (1576 - 1639). 1632 bis 1634 war der Ort nach den Siegen der Schweden wieder kurz protestantisch, danach gehörte der Ort zum Hochstift Würzburg. 1649 ist erstmals die Bezeichnung Marktheidenfeld belegt, als Unterscheidung zum ebenfalls zum Hochstift Würzburg gehörigen Kloster Heidenfeld bei Schweinfurt. Das Amt des Hochstiftes Würzburg wurde 1803 zugunsten Bayerns säkularisiert, in einem Grenzbereinigungsvertrag 1807 dem Großherzogtum Würzburg überlassen, mit dem es 1814 endgültig an Bayern fiel. 1814 wurde Marktheidenfeld Sitz des Landgerichts Homburg, Vorläufer des Bezirksamts Marktheidenfeld, das 1939 den Namen Landratsamt erhielt. 1948 wurde Marktheidenfeld, das nach dem Krieg durch den Zuzug von Heimatvertriebenen rasch wuchs, zur Stadt erhoben. 1972 wurde der Landkreis Marktheidenfeld aufgelöst. Zu Marktheidenfeld gehören seit der Gebietsreform in Bayern (1972-1976) die bis dahin selbständigen Gemeinden: Altfeld, Glasofen, Marienbrunn, Michelrieth, Oberwittbach und Zimmern. Eingemeindungen
Religionen
EinwohnerentwicklungEtwa 530 Einwohner im Jahre 1542, ca. 730/800 gegen Ende des 16. Jahrhunderts, 630 im Jahre 1633 und bis zum Ende des 30 jährigen Krieges 1648 wohl ca. 500/550. 1673 wohnten wieder etwa 700, 1720 bereits rund 1.100 Einwohner in Marktheidenfeld. 1920, nach dem Ersten Weltkrieg, lebten in Marktheidenfeld 2058 Einwohner. Die Bevölkerung wuchs auf 2.687 Personen im Jahr 1938, nach dem Krieg betrug sie 1946 4.302 Personen. Auf dem Gebiet der Stadtgemeinde wurden 1970 8.364, 1987 dann 9.421 und im Jahr 2000 10.803 Einwohner gezählt. Am 1. Juli 2005 wohnten 9034 Einwohner (76,5 %)in der Kernstadt, 2.773 Einwohner (23,5 %) in den sechs Stadtteilen. Die Gesamtzahl betrug 11.807 Einwohner. Verteilung der Gesamteinwohner auf Kernstadt und Stadtteile:
PolitikBürgermeister ist Scherg Leonhard Dr. (CSU). Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 13797 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 8484 T€. StadtratSitzverteilung der 24 Sitze (Wahlperiode 2002-2008):
Öffentliche Einrichtungen
WirtschaftVerkehrWasserstraße: Der Main ist eine Bundeswasserstraße erster Ordnung, zuständig das Wasser- und Schifffahrtsamt Aschaffenburg. Straße: Die Autobahn A 3 Nürnberg - Frankfurt verläuft in Ost-West-Richtung und schneidet die in Nord-Süd-Richtung verlaufenden Staatsstraßen 2299 und 2315, wobei die durch das Stadtgebiet laufende Bundesstraße B 8 als Autobahnzubringer fungiert. ÖPNV: Ein dicht ausgebautes Busnetz der Nahverkehrsgesellschaft Main-Spessart verbindet Stadt und Umland. Innerörtlich verkehrt ein Stadtbus. Ansässige Unternehmen
Geldinstitute
Bildungseinrichtungen
Städtepartnerschaften
Vereine
Persönlichkeiten
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