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Die Hansestadt Medebach ist eine Kleinstadt im östlichen Nordrhein-Westfalen, Deutschland, die zum Hochsauerlandkreis gehört. GeografieGeografische LageMedebach liegt am Nordost-Fuß des Rothaargebirges in der Medebacher Bucht; der gleichnamige Kernort befindet sich nur knapp 3 km westlich der Grenze zu Hessen. Dort liegen die weit verstreuten Ortsteile zwischen Winterberg im Westen, dem Waldecker Land im Nordosten und Hallenberg im Süden. Das südliche Gemeindegebiet wird von der Orke, einem westlichen Nebenfluss der Eder, durchflossen, das nordöstliche Gebiet von der weiter östlich in die Orke einmündenden Wilden Aa oder Ogge. Durch die Kernstadt fließt der Medebach, ein kleiner nördlicher Zufluss zur Orke. NachbargemeindenNachbargemeinden der Stadt Medebach sind die nordrhein-westfälischen Städte Winterberg und Hallenberg im Westen und Süden, sowie die hessischen Städte Lichtenfels und Korbach im Osten und Nordosten und die Gemeinde Willingen im Norden. StadtgliederungDas Stadtgebiet besteht neben der Kernstadt aus den Ortsteilen Berge, Deifeld, Dreislar, Düdinghausen, Küstelberg, Medelon, Oberschledorn, Referinghausen, Titmaringhausen und Wissinghausen, die im Rahmen der Gebietsneugliederung in NRW auf freiwilliger Basis im Jahre 1969 eingemeindet wurden. GeschichteIm Gegensatz zu den zahlreichen Gründungsstädten im Sauerland entwickelten sich in Medebach bereits vor der offiziellen Verleihung von Stadtrechten städtische Strukturen (v. a. ein Markt). Erstmals urkundlich erwähnt wurde Medebach im Jahre 1144 durch den Kölner Erzbischof Arnold I.: die Villa Medebeke sei eine ansehnliche Stadt mit einem öffentlichen Markt. Im Jahr 1165 bestätigte und erweiterte Erzbischof Rainald von Dassel die Stadtrechte. Medebach lag an der Heidenstraße und war Mitglied der Hanse; es bestanden Handelsbeziehungen zu Datia und Rucia. Vor 1177 wurde ein Augustinerinnen-Kloster in Küstelberg gegründet. 1179 zerstörten Parteigänger Heinrichs des Löwen Medebach. Der Probstei Küstelberg wurde im Jahr 1220 durch Erzbischof Engelbert von Köln das Patronatsrecht über die Kirche in Medebach geschenkt. Das Kloster von Küstelberg wurde im Jahr 1297 nach Glindfeld verlegt. Das Stadtgebiet wurde um das Jahr 1303 erweitert und befestigt. 1323 wurde das kurfürstliche privilegium de non evocando verliehen, d. h. Medebacher Bürger durften nicht mehr vor ein auswärtiges Gericht geladen werden. Die Städte Medebach, Schmallenberg, Winterberg und Hallenberg verbündeten sich im Jahr 1370 zum gemeinschaftlichen Schutz. 1450 erhielt Medebach das Recht zur Erhebung von Steuern auf Bier und Branntwein. Das Nonnenkloster zu Glindfeld wurde 1499 in ein Kreuzherrenstift umgewandelt. In der frühen Neuzeit verlor die Stadt vor allem auf Grund ihrer verkehrsfernen Lage allmählich an Bedeutung. Dazu trugen sicherlich auch die Folgen des Dreißigjährigen Krieges bei. Die Stadt wurde mehrfach sowohl von hessischen als auch von kaiserlichen Truppen geplündert. Mehrfach flohen die Einwohner in die umgebenden Wälder. Im Jahr 1640 hausten sie 14 Wochen außerhalb der Stadt, während die Stadt selbst den Soldaten ausgeliefert war. Unter den im Wald hausenden Einwohnern verbreitete sich 1636 die Pest, die 200 Opfer kostete (bei damals 1000 Einwohnern.) Vor allem im 18. Jahrhundert kam es zu einem deutlichen Bevölkerungsrückgang und einer Rückbildung gewerblicher Strukturen. Im Jahr 1779 zählte Medebach nur noch 1380 Einwohner und war geprägt von ackerbürgerlichen Strukturen. Daran hat sich auch im 19. Jahrhundert kaum etwas geändert. 1817 wurde in der preußischen Provinz Westfalen der Kreis Medebach mit den Ämtern Medebach und Fredeburg eingerichtet. Er wurde jedoch schon am 1. Januar 1819 wieder aufgelöst. In Medebach zeigten sich wie in vielen Orten im Sauerland die Folgen der Industrialisierung erst spät. In jüngster Zeit gewann der Tourismus an Bedeutung. Einwohnerentwicklung
PolitikGemeinderatDie Zusammensetzung des Stadtrates nach der Kommunalwahl 2004 in Nordrhein-Westfalen sieht wie folgt aus:
Städtepartnerschaften
Kultur und SehenswürdigkeitenMuseenIn Medebach gibt es folgende Museen:
Regelmäßige Veranstaltungen
Wirtschaft und InfrastrukturBildung
Persönlichkeiten
Literatur
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