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Meine ist eine Gemeinde im Landkreis Gifhorn (Niedersachsen). Das Dorf Meine, welches Hauptort dieser Gemeinde ist, wurde erstmals 1007 urkundlich erwähnt, ist aber wahrscheinlich erheblich älter. Meine ist die größte Gemeinde und Verwaltungssitz der Samtgemeinde Papenteich. GeografieGeografische LageMeine liegt im östlichen Niedersachsen auf dem Weg von Braunschweig zur Lüneburger Heide. Quer durch das Gemeindegebiet verläuft der Mittellandkanal. Das Gelände weist kaum Hügel auf, doch bei klarem Wetter kann man Elm und Harz sehen. Außerhalb der Orte liegen Felder, Laubwälder und bei Abbesbüttel ein Sandabbaugebiet. NachbargemeindenDie Gemeinde Meine grenzt im Süden an die Stadt Braunschweig, weitere benachbarte Gemeinden sind Rötgesbüttel, Vordorf, Isenbüttel, Wasbüttel, Calberlah (alle Landkreis Gifhorn) und Lehre (Landkreis Helmstedt). Die Städte Gifhorn und Wolfsburg sind jeweils ca. 10 km von Meine entfernt. GemeindegliederungDie Gemeinde umfasst die Ortsteile Meine (Kernort), Abbesbüttel, Bechtsbüttel, Wedelheine, Wedesbüttel, Grassel, Gravenhorst und Ohnhorst sowie die Siedlungen Meinholz und Martinsbüttel. Hinzu kommt eine Windmühle mit eigener Bushaltestelle in der Feldmark zwischen Meine und Abbesbüttel, die Mühle findet sich auch im Gemeindewappen wieder. Innerhalb des Kernortes Meine wird der westliche Teil Meinersand genannt und der Nordteil Zellberg. In der Feldmark nördlich des Dorfes liegt die Ortswüstung Smelke und südöstlich die Ortswüstung Stapel oder Stabel. Weit nördlich des Dorfes, kurz vor Rötgesbüttel, liegen der Büchenteich, der im Dorf "Beukendiek" genannt wird, sowie die Dingbänke. Der Namen Dingbänke weist auf einen alten zentralen Gerichts- und Versammlungsplatz unter freiem Himmel (Ding, Thing) für die historische Gogräfschaft Papenteich hin. Ein angelegter Lehrpfad entlang eines geteerten Radweges zwischen B 4 und Mittellandkanal führt Interessierte in die lokale Flora mit ihrem Bewuchs und Ausprägungen ein und vermittelt Wissenswertes auf beschilderten Wegstationen. GeschichteMeine wurde erstmals im Jahr 1007 als Meynum urkundlich erwähnt. Es wird jedoch angenommen, daß der Ort zu dieser Zeit bereits länger bestand. Nach der Auffassung Meibeyers hängt die Gründung Meines mit der Unterwerfung des Sachsenlandes durch die Franken im 8. Jahrhundert zusammen. Zu dieser Zeit seien mehrere Siedlungen im bis dahin weitgehend unbesiedeltem Nordwald gegründet worden. Oberbeck[1] nimmt dagegen eine Entstehung des Dorfes zu Beginn der älteren Rodeperiode (etwa im 6. oder 7. Jahrhundert) an. Ab dem 11. Jahrhundert war der Ort Grenzort zwischen dem Bistum Halberstadt und dem Bistum Hildesheim, deren Grenze westlich des Ortes verlief. [2] Einen bedeutenden Aufschwung in neuerer Zeit erlebte der Ort in Folge der Errichtung der "Zuckerrübenfabrik Papenteich zu Meine AG" im Jahr 1883.[3] EinwohnerentwicklungAm 31. Dezember 2003 wohnten in der Gemeinde Meine 8.008 Menschen, davon über die Hälfte im Kernort Meine. Die Bevölkerungsentwicklung in historischer Zeit ist für alle Teilorte getrennt belegt. Im Ortsteil Meine entwickelten sich die Zahlen wie folgt:
Kultur und SehenswürdigkeitenSpracheIn Meine wurde früher ostfälisches Papenteicher Platt (siehe: Samtgemeinde Papenteich - Sprache) als Alltagssprache sowie Hochdeutsch als Schul- und Kirchensprache gesprochen. Die Meiner wuchsen also zweisprachig auf. Die zwei wichtigsten Verfasser von Texten in Papenteicher Sprache stammen aus Meine: Karl Ahrens (1868-1937) und Karl-Otto Dohrendorf. Inzwischen hört man im Alltag nur noch wenig Plattdeutsch. Das in Meine gesprochene Hochdeutsch enthält aber weiter eine Reihe lokaler und regionaler Wörter und Sprachelemente (siehe wiederum: Samtgemeinde Papenteich - Sprache). ReligionGliederung und Gebiete der Meiner Kirchengemeinden weichen von der politischen Gemeinde ab. Zur größten Kirchengemeinde Meines, der evangelisch-lutherischen Stephani-Gemeinde, gehört neben den Orten Meine, Abbesbüttel, Wedelheine, Wedesbüttel, Grassel, Gravenhorst und Ohnhorst sowie Meinholz und Martinsbüttel auch der Ort Vordorf. Kirche und Gemeindehaus stehen im alten Ortskern Meines, außerdem gibt es Kapellen in Vordorf, Wedesbüttel und Abbesbüttel. Wirtschaft und InfrastrukturMeine hat einen Bahnhof an der Mühlenbahn Uelzen-Braunschweig. PolitikGemeinderatDie letzte Kommunalwahl fand am 10.September 2006 bei einer Wahlbeteiligung von 59,2 % statt. Seitdem setzt sich der Gemeinderat wie folgt zusammen:
Bürgermeister
WappenBlasonierung: Geteilt durch einen blauen Wellenbalken von Silber und Gold, oben die Windmühle von Meine, rot mit schwarzem Dach, schwarzen Fenstern und schwarzer Tür nebst vier goldenen Flügeln, unten ein nach links springendes Pferd Erklärung: Zentral in der Gemeinde liegt eine alte Windmühle die noch heute als Wahrzeichen gilt. Sie stellt außerdem eine Verbindung zwischen Ackerbau sowie Handwerk und Industrie her. Das Wellenband besteht aus acht Wellen, welche die acht Ortsteile der Gemeinde symbolisieren. Des weiteren stellt der blaue Wellenbalken den das Gemeindegebiet durchquerenden Mittellandkanal dar. Das schwarze Pferd wurde schon im Wappen des früher hier ansässigen Geschlechtes derer von Grote geführt. Auch symbolisiert das Pferd die lange Tradition der Frachtfuhrleute aus Meine, die bis zum Beginn der Eisenbahn bestand. [4] Literatur
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