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Moosburg an der Isar (amtlich: Moosburg a.d.Isar) ist eine Stadt im oberbayerischen Landkreis Freising, liegt 50 km nordöstlich von München auf halber Strecke zwischen Freising und Landshut, eingebettet in einer Insellage der Flüsse Isar und Amper. Der internationale Flughafen München Franz Josef Strauß ist nur 20 km entfernt und leicht zu erreichen. Die älteste Stadt zwischen Regensburg und Bozen ist ein Mittelzentrum in der Region. Das auf einer Anhöhe befindliche Stadtzentrum wird überragt von den Türmen des Kastulusmünsters und der Johanneskirche. Da beide Kirchtürme die gleiche Höhe aufweisen, äußerlich gleich gestaltet wurden und beide Kirchen sehr eng zusammenstehen, hat man aus Richtung der Domstadt Freising kommend den Eindruck, auch die Stadt Moosburg a. d. Isar besitzt einen eigenen Dom mit zwei Türmen. Die Stadt ist sowohl ein beliebter Wohnort für Pendler nach München, Landshut, Freising und zum Flughafen, als auch Standort verschiedener Industriebetriebe. So sind neben der chemischen, der elektrotechnischen und der Nahrungsmittelindustrie auch eine Maschinenfabrik in der Stadt beheimatet. Geografisch ist das Stadtgebiet durch eine Vielzahl von Flüssen, Bächen und Kanälen gekennzeichnet. So münden hier neben der Amper auch die Sempt, die Strogen und die Dorfen in die Isar. GeschichteUm 770 n.Chr wurde die Klostersiedlung "Mosabyrga" erstmals urkundlich erwähnt. Die Mönche Albin und Rhenobot brachten um 800 die Reliquien des heiligen Kastulus nach Moosburg. Das Benediktinerkloster wurde 1021 aufgelöst und ein Chorherrenstift gegründet. Ein Großbrand vernichtete 1207 das Grafenschloss und große Teile des Münsters. Das Kastulusmünster wurde 1212 eingeweiht. 1331 bekam Moosburg das Stadtrecht. 1403 war Baubeginn der Stadttore und der Stadtmauer. 1702 wurde fast die Hälfte der Stadt durch einen Großbrand zerstört und 1865 suchte ein Erneuter Großbrand die Stadt heim. 1908 war Beginn der Elektrifizierung. 1940 wurde das Kriegsgefangenenlager STALAG VII A gebaut. 1945 besetzten Amerikanische Truppen Moosburg und befreien die Kriegsgefangenen. 1965 erhielt die Stadt den heutigen Namen "Moosburg an der Isar". Einwohnerentwicklung
(jeweils zum 31. Dezember / (V): Tag der Volkszählung) Am 31. Dezember 2005 hat die Einwohnerzahl (Erstwohnsitz) nach kontinuierlichem Wachstum ihren bisherigen Maximalwert erreicht. Zum 1. Januar 2006 ging die Einwohnerzahl durch Einführung der Zweitwohnungssteuer und damit bedingter Rückverlagerung der Erstwohnsitze, besonders in die Landeshauptstadt München, zurück. Kultur und SehenswürdigkeitenBauwerke
Nördlich des Stadtgebietes wurde 1939 das Stammlager VII A der Wehrmacht errichtet. Heute befindet sich dort der Moosburger Stadtteil Neustadt. PartnerstädteDie Stadt Moosburg a.d.Isar verbinden drei Städtepartnerschaften und zwei Städtepatenschaften mit anderen Städten. Dies sind: Städtepartnerschaften
Städtepatenschaften
Schulen in MoosburgIn Moosburg finden sich insgesamt acht Bildungseinrichtungen. Die Mehrzahl der Schüler kommt jedoch nicht aus Moosburg, sondern aus umliegenden Gemeinden der Landkreise Freising und Landshut. In letzter Zeit gibt es bei den Moosburger Schulen - wegen zunehmender Schülerzahlen, die unter anderem auch durch die neuen Schulsysteme (R6 und G8) entstehen - immer mehr Raumprobleme. Die Lösungen dieses Problems wird unterschiedlich gehandhabt. Am Gymnasium wird nun der lang umstrittene Erweiterungsbau gebaut und zum Schuljahr 2007/08 eröffnet. Die Stadt Moosburg verkaufte dem Landkreis Freising das direkt neben der Realschule liegende Gebäude der ehemaligen Landwirtschaftsschule. Dieses wird nun für die Realschule renoviert und umgebaut. Nachfolgend findet sich eine Auslistung der Schulen in Moosburg mit deren Adresse und ggf. Link zum Internetauftritt. Volksschulen
weiterführende Schulen
weitere Schulen
IndustrieIn Moosburg sind einige größere Industriebetriebe ansässig, die teilweise von internationaler Bedeutung sind:
VerkehrsanbindungDie Stadt Moosburg a. d. Isar durchläuft seit 1858 die Hauptbahn München - Regensburg. Diese Strecke ist seit dem 25. November 1891 zweigleisig und wird seit dem 3. Oktober 1925 elektrisch betrieben. Werktags halten am Bahnhof 68 Regionalexpresszüge und Regionalbahnen nach München, Landshut, Regensburg, Nürnberg, Plattling und Passau, am Wochenende 49 Züge. Über 5.000 Reisende frequentieren den Bahnhof täglich, der damit der meistgenutzte Durchgangsbahnhof außerhalb der S-Bahngebiete ganz Bayerns ist. Im Jahr 2007 wird das Elektronische Stellwerk Moosburg in Betrieb genommen, welches dann (ferngesteuert aus der Betriebszentrale München) für den Bereich Landshut - Marzling die Betriebsabwicklung von 28 km Strecke, 2 Bahnhöfen und 19 verbliebenen Bahnübergängen übernimmt. Ab Dezember 2009 wird das Zugangebot im Rahmen der Ausschreibung durch die Bayerische Eisenbahngesellschaft in der Relation München - Landshut - Passau neu geordnet. Es werden dann 160 km/h schnelle Regionalexpresszüge von 6 bis 22 Uhr im Stundentakt und in nur 99 Minuten nach Passau verkehren. Bislang konnte man nur alle zwei Stunden direkt nach Passau fahren. Die derzeit noch alle 2 Stunden zwischen Plattling und München pendelnden und durch nur 9 Minuten Wendezeit in München sehr verspätungsanfälligen Regionalbahnen werden dabei auf den Abschnitt Freising - Landshut beschränkt, verkehren dann jedoch stündlich und erhalten in Freising einen direkten Anschluss von der S1 und den Regionalexpresszügen München - Landshut - Regensburg - Nürnberg / - Schwandorf - Hof / - Furth i. Wald - Prag. Es wird auch darüber nachgedacht, die S1 einmal bis Moosburg fahren zu lassen, das ist jedoch noch nicht sicher (siehe: S-Bahn München unter "Planungen zum weiteren Ausbau" ). Moosburg ist überregional durch die Bundesautobahn 92 mit 2 Ausfahrten Nord und Süd angebunden. Im Stadtgebiet schneiden sich außerdem die Bundesstraße 11 sowie die Staatsstraßen 2054 (Zolling - Geisenhausen), 2085 (Mainburg - Langenpreising) und 2331 (nach Erding). Seit Juli 2005 bis Ende 2007 wird für über 14 Mio. € der von täglich 12.000 KfZ und 135 Zügen befahrene, im Bereich von 7 zusammenführenden Straßenästen liegende Bahnübergang der St 2085 durch einen mit Rampenbauwerken 250 m langen Straßentunnel ersetzt. Da eine Ortsumgehung bislang fehlt, ist das historisch enge Stadtzentrum mit durchschnittlich 20.000 Fahrzeugen am Tag übermäßig stark verkehrsbelastet. Der Flughafen München ist mit dem Auto in etwa 20 Minuten und mit Bahn und Flughafenbus 635 (Umsteigen in Freising) in etwa 50 Minuten zu erreichen. Seit 2006 wird vom Freistaat Bayern mit der "Neufahrner Gegenkurve" eine mit nur 25 Minuten Fahrzeit deutlich schnellere direkte Bahnanbindung des Flughafens über Freising mit Fertigstellung im Jahr 2010 geplant. Literatur
Siehe auch
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