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Mürlenbach in der Vulkaneifel ist eine Ortsgemeinde in der Verbandsgemeinde Gerolstein im Landkreis Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz, Deutschland. GeschichteEine Ortsgeschichte, die wissenschaftlichen Maßstäben einigermaßen Rechnung trägt, wurde weder in gedruckter Form noch im Internet bisher veröffentlicht. Verschiedene Seiten im Netz beschäftigen sich zwar mit dem Thema, verbreiten jedoch teils zu gewagte Thesen - insbesondere im Zusammenhang mit der frühmittelalterlichen Geschichte des Ortes, zu der es leider nur wenige verlässliche Quellen gibt. Die Bertrada-Burg gilt als einer der möglichen Geburtsorte von Karl dem Großen, was sich aber letztlich durch nichts belegen lässt. Folglich reklamiert eine größere Anzahl von Orten für sich den Titel als Geburtsort Karls. Die Existenz der Burg ist zwar erst seit dem 13. Jahrhundert urkundlich nachgewiesen (vergleiche das Mittelrheinische Urkundenbuch), es sprechen jedoch archäologische Befunde für Vorgängerbauten der heute noch bestehenden eindrucksvollen Burganlage undatierten Alters. In und um Mürlenbach wurden eine Reihe römischer (kleinere Tempelanlagen, Münzhorte) und mittelalterlicher Überreste festgestellt, die im Archiv des Rheinischen Landesmuseums Trier dokumentiert sind. Für eine Bedeutung in Spätantike und Frühmittelalter spricht die günstige Lage in der Nähe der alten Römerstraße von Trier nach Köln an der Abzweigung eines Seitenweges derselben in östlicher Richtung. Diese Straßen wurden aller Wahrscheinlichkeit nach noch bis mindestens ins Hohe Mittelalter hinein genutzt. Ob Mürlenbach bereits im Frühen Mittelalter zur Abtei Prüm gehörte und damit in eine mittelbare Nähe zum karolingischen Königtum zu setzen wäre, ist ebenfalls kaum nachweisbar. Im Hohen Mittelalter jedenfalls gehörten Ort und Burg zur Abtei Prüm. Die Burg war dabei sowohl als Grenzbefestigung wie auch als Rückzugsort des Prümer Klosters von Bedeutung. Mit Anschließung der Abtei an das Trierer Fürstbistum verliert die Burg seit dem 16. Jahrhundert stark an Bedeutung, obwohl sie zunächst noch ausgebaut und mit Artilleriebastionen versehen wurde. Nach Säkularisierung des Bistums in den Napoléonischen Kriegen wird die zu diesem Zeitpunkt schon teilweise verfallene Burganlage zur Nutzung als Steinbruch veräußert. Ein Feuer richtet am 21. April 1824 schwere Verwüstungen an. 24 Häuser, 25 Scheunen und Stallungen und die Kirche wurden zerstört bzw. beschädigt. Sowohl Kirchengemeinde als auch Ortsgemeinde stellten bis ins 20. Jahrhundert ein regionales Zentrum dar. Bis 1932 war Mürlenbach Zentralort einer eigenen Verbandsgemeinde, zu der die umliegenden Dörfer gehörten. ReligionenDie meisten der Einwohner Mürlenbachs sind Christen, davon wiederum der überwiegende Teil römisch-katholische. Es existiert im Ort eine katholische Kirche, die St. Luzia Kirche. Bis zum Zweiten Weltkrieg lebten ca. 40 Juden in Mürlenbach. WappenDie Wappenbeschreibung lautet: In Grün eine erhöhte, eingebogene, silberne Spitze, darin ein rotes Torhaus mit zwei Türmen, einen blauen Wellenschildfuß teilweise überdeckend. Vorne ein silbernes Lamm mit Fahne, darin ein rotes Kreuz, hinten ein links gewendeter silberner Dolch. Wirtschaft und InfrastrukturSchienenverkehrDer Haltepunkt Mürlenbach liegt an der Eifelbahn (KBS 474) Köln–Euskirchen–Gerolstein–Trier, auf der im Schienenpersonennahverkehr die Eifelbahn (RB 83) Gerolstein–Trier verkehrt. Für den gesamten Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gilt der Tarif des Verkehrsverbunds Region Trier (VRT). Ansässige UnternehmenIn Mürlenbach entwickelt und produziert die Firma Feluwa Pumpen GmbH seit 1960 Prozesspumpen und Abwasserhebeanlagen, u.a. stammt die komplette Pumpenanlage für den Lehrter Bahnhof in Berlin und die Umweltpumpentechnik der Spangdahlem Air Base von Feluwa. Texte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz. Eine Liste der Autoren und Fotografen, sowie den Originaltext finden Sie hier. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
