Nabburg in Bayern


Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Schwandorf
Verwaltungsge-
meinschaft:
Nabburg
Koordinaten: 49° 27′ N, 12° 10′ O
Höhe: 407 m ü. NN
Fläche: 62,39 km²
Einwohner: 6072
Bevölkerungsdichte: 97 Einwohner je km²
Postleitzahl: 92507
Vorwahlen: 0 94 33
Kfz-Kennzeichen: SAD
Gemeindeschlüssel: 09 3 76 144
Adresse der
Stadtverwaltung:
Oberer Markt 16
92507 Nabburg
Webpräsenz: www.nabburg.de
Bürgermeister: Josef Fischer (Aktive Bürger Union e.V.)

Nabburg ist eine Stadt im Oberpfälzer Landkreis Schwandorf und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Nabburg.

Geografie

Geografische Lage

Die Stadt Nabburg liegt im Naturpark Oberpfälzer Wald beiderseits der Naab.

Geologie

Bei Nabburg beginnt der Pfahl, ein insgesamt 150 km langer Quarzfelsenzug. In der Umgebung gab es viele Lagerstätten von Fluorit, z.B. bei Wölsendorf.

Geschichte

Die Gründung der Stadt erfolgte um die Wende des 9. Jahrhunderts. Urkundlich wird Nabburg erstmals im Jahre 929 erwähnt. Schon zu Beginn des neuen Jahrtausends war Nabburg Mittelpunkt der Grenzpolitik und fester Stützpunkt der Grafen im Nordgau.

Die "Marca Napurch", wie sie in Urkunden vom 29. Juli 1040 und vom 13. Februar 1061 genannt wird, erlebt ihre Blütezeit unter der Herrschaft der Diepoldinger; nach deren Aussterben um 1254 kam sie in den Besitz Ludwigs des Strengen. Herzog Rudolf bestätigte am 31. März 1296 alle bisherigen Privilegien und verlieh Nabburg in Absatz 17 des Freiheitsbriefes alle Rechte der Stadt Amberg. Nach dem Tode des Herzogs fiel die Stadt an Kaiser Ludwig von Bayern, der ihr weitere Privilegien einräumte und sie im Jahr 1317 als unverkäuflich erklärte. Von 1353 bis 1410 war Nabburg Sitz eines Vizedomamtes. Während der Glanzzeit des Bürgertums entstanden die Rechtsstatuten der Stadt, die "Instituta Civilia" (1405).

Im Jahr 1420 zogen hussitische Truppen plündernd und brandschatzend durch den Ort. Daraufhin wurde die Arbeit an der Fertigstellung der schon vorher begonnenen Befestigungsanlage beschleunigt. Im Spätsommer des Jahres 1433 widerstand die so befestigte Stadt einer erneuten Belagerung durch hussitische Truppen. 1536 brannte durch Blitzschlag der nördliche Turm der Stadtpfarrkirche ab.

Nabburg war bis zu den Verwaltungsreformen unter Montgelas Pflegamt, besaß ein Pfleggericht und gehörte zum Rentamt Amberg.

Im Zweiten Weltkrieg wurde noch kurz vor Kriegsende durch einen Brandbombenabwurf ein Teil der Vorstadt Venedig um das "Gasthaus zur Krone" durch Feuer zerstört. Durch den Zuzug von vornehmlich sudetendeutschen Flüchtlingen stieg die Einwohnerzahl sprunghaft an. Durch die Gebietsreform verlor die Stadt 1972 den Kreissitz.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Museum im Schmidt-Haus
  • Storchennest auf der Friedhofskirche und Storchenbiotop östlich der Autobahn
  • Hervorragend erhaltene Stadtmauer mit zwei durchfahrbaren Stadttoren
  • Großenteils restaurierte Altstadt
  • Naherholungsgebiet Alte Naab
  • Stadtmuseum im Zehentstadl, u.a. mit Museum der heimischen Tierwelt, wechselnde Ausstellungen und Konzerte
  • Gotische Stadtpfarrkirche (früher 2 Türme, von den Einheimischen daher heute noch gerne als Dom bezeichnet)
  • Oberpfälzer Freilandmuseum Neusath-Perschen (mit regelmäßigen Aktionstagen, zumeist sonntags)
  • Karner (Beinhaus) in Perschen

Regelmäßige Veranstaltungen

  • jährlich wechselnd zwischen Tonart-Musikfestival und Mittelalterlicher Markt (nächstes Mal am 15. und 16. Juli 2006)
  • Kleinkunst im Schmidt-Haus
  • Streetfighter-Treffen
  • Woodpop Rockkonzert
  • Brünnl-Ritt

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Nabburg liegt an der Autobahn A93 (Anschlussstelle 30 - Nabburg). Einige Kilometer nördlich von Nabburg wird an der A6 (Nürnberg-Prag) gebaut. Das Autobahnkreuz "Oberpfälzer Wald" wurde im September 2006 eröffnet. Hier treffen sich die A93 und die A6. Der örtliche Bahnhof wird regelmäßig von Zügen auf der Strecke Hof (Saale) - Regensburg bedient.

Öffentliche Einrichtungen

Nabburg ist Ausbildungsstandort der Bayerischen Bereitschaftspolizei

Söhne und Töchter der Stadt

  • Karl Schmidt-Wolfratshausen (1891 - 1971)
  • Rolf Stahlhofen (Söhne Mannheims) geb. 1968

Literatur

  • Dausch, Ernst: Stadtführer Nabburg, Nabburg 1991



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Informationsportal über Nabburg in Bayern - 25.5.2012