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| Basisdaten |
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| Bundesland: |
Baden-Württemberg |
| Regierungsbezirk: |
Karlsruhe |
| Landkreis: |
Neckar-Odenwald-Kreis |
| Koordinaten: |
49° 24′ N, 9° 4′ O |
| Höhe: |
137 m ü. NN |
| Fläche: |
15,32 km² |
| Einwohner: |
2382 |
| Bevölkerungsdichte: |
155 Einwohner je km² |
| Postleitzahl: |
69437 |
| Vorwahl: |
06263 |
| Kfz-Kennzeichen: |
MOS |
| Gemeindeschlüssel: |
08 2 25 064 |
| Gemeindegliederung: |
2 Gemeindeteile |
Adresse der
Gemeindeverwaltung: |
Hauptstraße 25
69437 Neckargerach |
| Webpräsenz: |
www.neckargerach.de
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| Bürgermeister: |
Ralf Schnörr |
Neckargerach ist eine kreisangehörige Gemeinde in Baden-Württemberg.
Geografie
Geographische Lage
Die Gemeinde ist ein staatlich anerkannter Erholungsort und liegt direkt am Neckar und an der Burgenstraße zwischen Heidelberg und Heilbronn. Das Gemeindegebiet liegt im Naturpark Neckartal-Odenwald zwischen 129 und 380 Meter Höhe.
Gemeindegliederung
Der Gemeindeverwaltungsverband "Neckargerach-Waldbrunn" hat seinen Sitz in Neckargerach; zum Verband zählen die Gemeinden Binau, Neckargerach, Waldbrunn und Zwingenberg.
Die Gemeinde besteht aus 2 Ortsteilen:
- Neckargerach (am rechten Neckarufer)
- Guttenbach (am linken Neckarufer)
Geschichte
Am 31. Dezember 792 erscheint erstmals der Ortsname Botenbach - seit 1504 Guttenbach - in einer Schenkungsurkunde der Pergamenthandschrift (Codex) des Benediktinerklosters Lorsch, welches als Lieblingskloster des Frankenkönigs Karl (der Große) zugleich Reichsabtei war. Hier steht zu lesen, dass der Edelmann Hermenher zu Obrigheim, Gefolgsmann des Königs, dem Kloster Lorsch mehrere Orte seiner Gemarkung, darunter auch Botenbach, zum Geschenk macht. Die Vorsilbe "Boten" im ursprünglichen Ortsnamen ist vermutlich keltischen Ursprungs und wäre dann mit "Sumpf" zu übersetzen. Dies bezog sich auf den träge dahinfließenden, sumpfigen Dorfbach, der 1789 auch Kazenbach und schließlich Krebsbach genannt wurde. Am 15. November 976 wird in einem leider im Original nicht mehr vorhandenen Dokument beurkundet, dass der Sachsenkaiser Otto II. der Bischofskirche (Hochstift) Worms die (Benediktiner-) Abtei Mosbach mit allen dazugehörigen Orten übereignet, darunter auch Geraha (Gerach 1325, Neckargerach 1706). Der Ort hat seinen Namen ebenfalls vom Dorfbach Geraha/Gerach, einem nach der indogermanischen Bedeutung "gurgelnden, geröllreichen Gewässer". Dieser Bach, auch Forellenbach und Floßbach genannt, wurde 1676 offiziell zu Seebach (nach seinem Quellgebiet Roberner See) umbenannt.
Bei einem alliierten Luftangriff am 22. März 1945 auf den Bahndamm der Neckartalstrecke fielen hunderte von Bomben auf den kleinen Ort.[1] Über 200 der damals 1200 Einwohner starben. Auch einige wenige Soldaten und KZ-Häftlinge.
- Zur Geschichte im Zweiten Weltkrieg siehe auch: Konzentrationslager Neckarelz und Rüstungsproduktion Goldfisch, Binau
Politik
Gemeinderat
| Gemeinderat 2004 |
| Partei |
Stimmen |
Sitze |
| CDU |
49,6% |
7 |
| SPD |
26,8% |
3 |
| FUB |
23,6% |
3 |
| Wahlbeteiligung: 65,5% |
Bürgermeister
Von 1974 bis 2006 war Peter Kirchesch Bürgermeister von Neckargerach. Seine Nachfolge trat 2006 Ralf Schnörr an. Ralf Schnörr legte am 17. März 2006 im Rahmen einer öffentlichen Gemeinderatssitzung den Amtseid als Bürgermeister ab und ist seit diesem Zeitpunkt offizieller Bürgermeister der Gemeinde Neckargerach.
Wappen
In Blau eine schrägrechte, mit roten Punkten bestreute silberne (weiße) Forelle. - Der Fisch weist auf die Lage am Fluss und die Neckarfischerei hin.
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
Neckargerach liegt an der „Neckartalbahn” (Heidelberg–Mosbach), die seit 2003 von der S-Bahn RheinNeckar halbstündlich bedient wird. Daneben gibt es Busverbindungen nach Mosbach/Eberbach.
Die Gemeinde liegt direkt an der Bundesstraße 37, eine Neckarbrücke führt in den Ortsteil Guttenbach.
Freizeit- und Sportanlagen
- Angeln
- Uferpromenade
- Boule-spielen im Boulodrome direkt am Neckartalradweg am Ortsausgang in Richtung Zwingenberg
- Radwandern (Neckartalradweg)
- Campingplatz
- Wanderwege - zur Burgruine "Minneburg" mit herrlichem Blick ins Neckartal, durch die romantisch steile "Magarethenschlucht" oder zum Waldsee durch das Seebachtal.
- Schiffstour auf dem Neckar
Kultur und Sehenswürdigkeiten
- Minneburg - Die Burgruine Minneburg aus dem 12. Jahrhundert steht hoch über Neckargerach und Guttenbach auf der Gemarkung Neckarkatzenbach und ist durch die Rechte ihrer Besitzer eng mit der Geschichte Guttenbachs verbunden. Durch die dominierende Lage ist die Minneburg ein Wahrzeichen von Neckargerach.
- Margarethenschlucht - Die wildromantische Margarethenschlucht liegt in einem schluchtenreichen Gebiet, das sich von Heinsheim bis Eberbach erstreckt. Die bizarren Felsszenerien, die im Odenwald einmalig sind, verleihen ihr eine Sonderstellung. Die Margarethenschlucht lässt sich von Neckargerach oder von der Siedlung Eisenschlucht aus kommend durchwandern. Dem Wanderer bietet sich ein reizvolles Naturerlebnis. Die Wegstrecke beträgt gut eine halbe Stunde.
- Naturlehrpfad -Im Gemeindewald von Neckargerach gibt es einen Naturlehrpfad. Dort wird dem interessierten Spaziergänger auf handgefertigten Tafeln vieles über die Bäume und Pflanzen des Waldes und dessen Bewohner aus dem Tierreich vermittelt.
- Waldsee
Kirchen
- Pfarrkirche St. Afra - Die katholische Pfarrkirche St. Afra wurde zwischen 1848 und 1850 über einer barocken Vorgängerkirche im Stil des Historismus erbaut. Als Ausstattungsstück der Barockkirche ist eine Kreuzigungsgruppe im Kirchenschiff erhalten. Der Hochaltar stammt aus der ehemaligen, im Jahre 1838 zerstörten Kapuzinerkirche in Mannheim. Das Altargemälde zeigt die Verzückung des hl. Franziskus. Beachtung verdienen auch die Figuren der Heiligen Rochus und Sebastian.
- Evangelische Kirche - Der Bau der evangelischen Kirche in Neckargerach wurde Anfang des 18. Jahrhunderts unter großen Opfern der Kirchenmitglieder und Unterstützung der Nachbargemeinden errichtet. Im Juni 1729 wurde begonnen und am 25. März 1734 wurde die Kirche feierlich eingeweiht. Am 22. März 1945 wurde durch einen Fliegerangriff der Alliierten das Gotteshaus erheblich beschädigt. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde die Kirche repariert und später gründlich renoviert. In den Jahren 1740 bis 1750 wurde die evangelische Kirche in Guttenbach erbaut. 1973 wurde, getrennt von dem Kirchengebäude, ein freistehender Glockenturm errichtet. Er trägt ein Satteldach und es sind seit 1974 vier Glocken darin untergebracht. 1998 wurde im Zug der Sanierung der Kirchenfenster ein künstlerisch gestaltetes Altarfenster eingebaut.
Museen
- Heimatmuseum : Handwerk, Landwirtschaft, Haushalt, Schiffstechnik
- Mai bis September, jeden 1.Sonntag im Monat 14.30 bis 16.30 Uhr und nach Vereinbarung. Eintritt: 0,50
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Gemeinde
Eugen Leibfried, * 16. April 1897 im Ortsteil Guttenbach, † 12. Oktober 1978 in Eberbach (Baden)), deutscher Politiker der CDU und ehemaliger Landwirtschaftsminister Baden-Württembergs.
Literatur, Zeitungsartikel
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Eine Liste der Autoren und Fotografen, sowie den Originaltext finden Sie hier.
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