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Nennslingen ist ein Markt im mittelfränkischen Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Nennslingen. GeografieGeografische LageNennslingen liegt auf der Hochfläche des fränkischen Jura. GeschichteDie Herrschaft über den Ort teilten das Fürstentum Ansbach und die Schenk von Geyern. Die Rechte des preußischen Fürstentums Ansbach fielen vor der Rheinbundakte 1806 durch Tausch an Bayern. Die Herrschaftsrechte der Schenk von Geyern im Markt Nennslingen wurden ebenfalls 1806 mediatisiert. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die damalige Gemeinde. Seit dem 1. Mai 1978 sind die früher selbstständigen Gemeinden Nennslingen, Biburg, Gersdorf und Wengen im Markt Nennslingen vereinigt. EinwohnerentwicklungAuf dem Gebiet des Marktes wurden 1970 1.467, 1987 dann 1.294 und im Jahr 2000 1.483 Einwohner gezählt. Ortsteile
Die Gründung als Ort erfolgte etwa zwischen 400 und 450 durch die Juthungen. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte im Jahre 914. Im 13. Jahrhundert versuchten die Schenken von Geyern sich ein eigenes Herrschaftsgebiet mit Nennslingen als Mittelpunkt aufzubauen. 1539 erfolgte die Erhebung zum Markt. Am 27. August 1582 wurde dem Markt von Kaiser Rudolf II. ein Wappen verliehen. Die Verleihungsurkunde ist heute noch im Besitz der Gemeinde. Im Dreißigjährigen Krieg wurde der Ort fast völlig entvölkert. 1640 wanderten Protestanten aus Österreich ein. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts verarmte der Ort in Folge der Kriegslasten aus den Jahren 1805 bis 1815. Weitere Daten: 1954 Bau der Wasserleitung, 1958 Bau einer katholischen Kirche, Flurbereinigung von 1960 bis 1966. 1978 wurde der Markt Nennslingen Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Nennslingen, die 14 Ortschaften mit 17 Gemeindeteilen umfasst.
Das Dorf gehörte einst zum fränkischen Königsgut um Weißenburg in Bayern. Die Kirche aus dem 12. Jahrhundert wurde 1756 von Domenico Barbieri umgestaltet.
Der Ort liegt im Tal der Anlauter. Vermutet wird eine erste Besiedelung im 6. Jahrhundert. Die Kirche erhielt 1736 ihr Aussehen nach Plänen des Eichstätter Hofbaumeisters Gabriel de Gabrieli.
Namensforscher deuten den Begriff "Weng" als waldfreies Grasland. Der landwirtschaftlich orientierte Ort gehörte im Mittelalter den Grafen von Hirschberg und wurde 1239 erstmals urkundlich erwähnt. Seit 1336 gehörte das Dorf zur Pfarrei Bechthal und unterstand damit dem Heilig-Geist-Spital in Nürnberg. Bereits 1528 wurde in Wengen die Reformation durchgeführt, doch im Zuge der Gegenreformation kam es 1628 zur Wiedereinführung der katholischen Lehre. Im Staatsvertrag von 1649 wurde Wengen der nürnberg-evangelischen Pfarrei zugeschlagen. Seit 1810 gehört die Kirchengemeinde Wengen zur evangelischen Pfarrei Nennslingen. Der Kirchenbau gehört zu den wenigen klassizistischen Gebäuden im Landkreis. PolitikBürgermeister ist Günter Obermeyer (Wählergruppe A). Er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Karl Michael Gloßner (Wählergruppe A). WappenDie Wappenbeschreibung lautet: Aus dem offenen Tor einer roten Zinnenmauer quellend silbernes und blaues Wasser, das den Schildfuß füllt; über der Mauer gespalten; vorne in Schwarz ein silberner Balken, hinten geteilt von Schwarz und Silber. Wirtschaft und InfrastrukturDie Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 571 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 81 T€. Wirtschaft sowie Land- und ForstwirtschaftEs gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 73 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 119 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 482. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 1 Betrieb, im Bauhauptgewerbe 2 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 77 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1828 ha, davon waren 1232 ha Ackerfläche und 595 ha Dauergrünfläche. BildungIm Jahr 1999 existierten folgende Einrichtungen:
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