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Neuenkirchen ist eine amtsangehörige Gemeinde in der Amt Kirchspielslandgemeinde Weddingstedt im Kreis Dithmarschen in Schleswig-Holstein. In dem Reihendorf leben etwas über 1000 Einwohnern. GeografieGeografische LageDer Ort liegt zwischen den beiden Städten Heide und Wesselburen. Neuenkirchen ist noch stark agrarisch geprägt. Das Dorf verläuft quer zu den lockeren Siedlungsbereichen Haferwisch und Tödienwisch im Westen und Böddinghusen, Blankenmoor und Tiebensee im Süden. GeschichteDie Kirche in Neuenkirchen wurde 1323 erstmals urkundlich erwähnt. Sie wurde von den Dithmarscher Siedlungsgeschlechter der Hödienmannen und der Tödienmannen dem heiligen Jakobus dem Älteren zu Ehren gegründet. Es war eine Ausgründung aus dem älteren Kirchspiel Wesselburen und wurde Anfang des 14. Jahrhunderts selbständig Kirchspiel. Damit war zugleich der mittelalterliche Landesausbau in das vermoorte Sietland abgeschlossen, der nach der Bedeichung der Dithmarscher Nordermarsch im 12. Jahrhundert begonnen hatte. Abbild dieses Landesausbaus sind die Geschlechtersiedlungen, lang gezogene Hofwaurtenketten in der Dithmarscher Nordermarsch. Im Umkreis von Neuenkirchen finden sich neben mittelalterlichen Hofwurten auch Wurten des 2. bis 4. Jahrhunderts n. Chr., wie Ausgrabungen in Haferwisch dokumentierten. EingemeindungenTiebensee ist mittlerweile verwaltungstechnisch ein Ortsteil von Neuenkirchen. PolitikWappenIn den Jahren 1704 und 1729 brannte das Kirchenbauwerk völlig nieder. Die wechselvolle Geschichte, aber auch die Ableitung des Ortsnamens (Neuenkirchen = zur neuen Kirche) hat dazu geführt, die Kirche als Hauptfigur im Gemeindewappen aufzunehmen. Das Wollgras im Schildfuß weist auf das "Weiße Moor" hin, ein in dieser Landschaft seltenes ausgedehntes Hochmoor, das zum überwiegenden Teil im Gemeindegebiet von Neuenkirchen liegt. SehenswürdigkeitenDie Sankt-Jacobikirche gehört zu den ältesten Kulturdenkmälern Dithmarschens. Sie wurde im 14. Jahrhundert errichtet. Nachdem sie niederbrannte, sind von der ursprünglichen Kirche allerdings nur noch die Mauern vorhanden, die beim Bau eines neuen Gebäudes 1730 benutzt wurden. Die Inneneinrichtung stammt vor allem aus der Zeit zwischen 1710 und 1729. Die Taufe stammt von 1710, den Altar schnitzte 1730 der Wesselburener Schnitzer A. H. Burmeister, die Orgel aus dieser Zeit stammt vom Orgelbauer Johann Hinrich Klapmeyer. Die an der Kirche wachsende Mauerraute ist ein in dieser Gegend sehr seltener Farn. KulturIm Ortsteil Tiebensee ist eine Disko, die unter den Jugendlichen der Umgebung eine große Anziehungskraft besitzt und so das Zentrum der Unterhaltungsindustrie im Ort darstellt. PersönlichkeitenSöhne und Töchter der Gemeinde
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