Neufraunhofen in Bayern


Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Landshut
Verwaltungsge-
meinschaft:
Velden (Vils)
Koordinaten: 48° 24′ N, 12° 13′ O
Höhe: 495 m ü. NN
Fläche: 17,94 km²
Einwohner: 1104
Bevölkerungsdichte: 62 Einwohner je km²
Postleitzahl: 84181
Vorwahl: 08742
Kfz-Kennzeichen: LA
Gemeindeschlüssel: 09 2 74 154
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bahnhofstr. 42
84149 Velden
Webpräsenz: www.vg-velden.de
Bürgermeister: Bernhard Gerauer (CSU/Freie Wählerschaft)
Lage der Gemeinde Neufraunhofen im Landkreis Landshut

Neufraunhofen ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Landshut und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Velden.

Geografie

Neufraunhofen liegt im Landkreis Landshut, im Dreieck der Städte Landshut (im Norden), Vilsbiburg (im Nord-Osten) und Erding (im Süd-Westen) gelegen, im sogenannten Niederbayerischen Hügelland (Holzland).

Es existieren folgende Gemarkungen: Neufraunhofen, Vilslern.

Geschichte

Die Gemeinde Neufraunhofen mit einer Gebietsfläche von knapp 18 km² ist durch die Gebietsreform 1978 aus Teilen der früheren Gemeinden Neufraunhofen und Vilslern sowie einem kleinen Teil der früheren Gemeinde Holzhausen neu gebildet worden. Sie gehört seit dem 1. Mai 1978 der Verwaltungsgemeinschaft Velden an.

Laut einer von Graf Georg von Soden-Fraunhofen verfassten Chronik befand sich an der Stelle, wo sich heute das Dorf Neufraunhofen ausbreitet, ursprünglich ein Edelsitz mit Namen Öd, der erstmals 1180 urkundlich erwähnt wird. Das ist das Jahr, in dem Otto von Wittelsbach nach der Absetzung Heinrichs des Löwen durch Kaiser Barbarossa zum Herzog von Bayern ernannt wurde. Die Herren von Öd übten am Hof der Wittelsbacher das Schenkenamt aus, wodurch ihr Stammsitz Öd, was soviel wie Vatergut, in der Einöde liegender Erbhof bedeutet, den Namen "Schenkenöd" erhielt. Um 1390 übernahm Wilhelm von Fraunhofen den Sitz, baute die Burg neu aus und ließ sie in Neuen Fraunhofen umbenennen, während sein Vetter in Fraunhofen blieb, das nunmehr Alten Fraunhofen genannt wurde. Alt- und Neufraunhofen waren Reichslehen, die nur dem Kaiser unterstanden. Dazu gehörten noch Teile der Gemeinden Baierbach, Wambach, Sulding, Obergangkofen, Gundihausen, Münchsdorf und Windten.

Erst 1803 wurden die beiden Ortschaften in den bayerischen Staat durch die Rheinbundakte eingegliedert. Die Schlossgebäude mit Kirche in Neufraunhofen erhielten zwischen 1709 und 1720 durch teilweisen Um- und Ausbau ihr heutiges Aussehen. Die Schlosskirche ist ein Bauwerk von höfischer Eleganz.

Die zum Teil im spätgotischen Stil und im Jugendstil in Hinterskirchen erbaute Kirche und die gotische Kirche in Georgenzell sind ebenfalls besonders sehenswert.

Die Gemeinde Neufraunhofen ist überwiegend landwirtschaftlich geprägt. Dazu gibt es verschiedene Gewerbe-, Handwerks- und Handelsbetriebe. Nachdem die Schulreform den Abzug der Klassen nach Velden gebracht hatte, konnte durch den Neubau eines Kindergartens in Neufraunhofen wieder "Leben" in die Gemeinde gebracht werden. Spielplätze in Neufraunhofen und Hinterskirchen sind beliebte Freizeiteinrichtungen.

In der Gemeinde gibt es ein pulsierendes Vereinsleben. Sie bieten ein abwechslungsreiches Angebot auf sportlichem, kulturellem und gesellschaftlichem Sektor. Zu erwähnen sind unter anderem der Sportverein, die drei Feuerwehren, zwei Schützenvereine, die Krieger- und Soldaten-kameradschaften, zwei Frauenvereine sowie der Verein für Gartenbau- und Landespflege. Der Trachtenverein Hinterskirchen zählt zu den größten und bekanntesten Trachtengruppen in Bayern. Seit 1683 gibt es in Neufraunhofen den sogenannten Theobaldimarkt, der im Jahr durch Gründung des Theobaldimarkt- und Fördervereins 1991 zu neuem Leben erweckt wurde. Weitum bekannt ist das schon traditionelle Hinterskirchener Volksfest.

Religionen

Bis 1945 war die Gemeinde fast ausschließlich vom römisch-katholischen Glauben geprägt. Durch die Flüchtlingswanderungen nach dem 2. Weltkrieg (Heimatvertriebene) aus Schlesien (Winzig) war auch eine kleine Gemeinde an evangelisch Gläubigen in der Gemeinde von nun an anzutreffen. Für diese Bürger wurde in Kleinvelden (nahe Velden/Vils) die kath. Filialkirche St. Lambertus vom Veldener Pfarrer Johann Ev. Maier zur Abendmahlfeier zur Verfügung gestellt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Etwas östlich von Neufraunhofen befindet sich im sogenannten Burgholz die "Burglochschanze", eine sagenumwobene Wallanlage aus grauer Vorzeit.

Einwohnerentwicklung

Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 966, 1987 dann 969 und im Jahr 2000 1.061 Einwohner gezählt.

Die Statistik von Februar 2006 zeigt folgende Zahlen auf:

Einwohner mit Hauptwohnsitz: 1049, Einwohner je km²: 58, männliche Einwohner: 530, weibliche Einwohner: 519, unter 18 Jahren: 247, ausländische Einwohner: 23.

Politik

Bürgermeister ist Bernhard Gerauer (CSU/Freie Wählerschaft).

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 457 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 118 T€.

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 92 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 334. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 3 Betriebe, im Bauhauptgewerbe 2 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 59 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1423 ha, davon waren 1258 ha Ackerfläche und 165 ha Dauergrünfläche.

Bildung

Im Jahr 1999 existierten folgende Einrichtungen:

  • Kindergarten: 50 Kindergartenplätze mit 38 Kindern



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Informationsportal über Neufraunhofen in Bayern - 25.5.2012