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Neuhof ist eine Gemeinde im Landkreis Fulda in Osthessen, Deutschland. GeografieGeografische LageDer namengebende Hauptort der Gemeinde liegt im Fliedetal zwischen den Mittelgebirgen Rhön und Vogelsberg, etwa 15 km südwestlich von Fulda. NachbargemeindenDie Gemeinde Neuhof grenzt im Norden an die Gemeinde Großenlüder und die Stadt Fulda sowie im Nordosten an die Gemeinde Eichenzell. Im Südosten liegt die Gemeinde Kalbach, im Süden die Gemeinde Flieden (alle im Landkreis Fulda) und im Südwesten die Stadt Steinau an der Straße (Main-Kinzig-Kreis). Im Westen befinden sich die zum Vogelsbergkreis gehörende Gemeinden Freiensteinau und Grebenhain. Im Nordwesten ist die Gemeinde Hosenfeld (Landkreis Fulda) gelegen. GemeindegliederungOrtsteileNeuhof ist Hauptort der gleichnamigen Großgemeinde. Daneben besteht die Gemeinde aus den Ortsteilen Dorfborn, Giesel, Hattenhof, Hauswurz, Kauppen, Rommerz und Tiefengruben. EinwohnerzahlenStand: 31. Dezember 2006 Mit 11.236 Einwohnern ist Neuhof die viertgrößte Gemeinde im Landkreis Fulda. Die Einwohnerzahlen verteilen sich auf die einzelnen Ortsteile wie folgt:
GeschichteMittelalter und frühe NeuzeitDie Gemeinde Neuhof kann auf eine fast 850-jährige Geschichte zurückblicken. Die erste urkundliche Erwähnung einer Ansiedlung erfolgte im Jahr 1165. Der Name Neuhof stammt vom ehemaligen Wasserschloss der Fuldaer Fürstäbte . Es wurde unter Fürstabt Heinrich IV. von Erthal (1249 – 1261) angelegt. Besonders in Zeiten, als in Fulda die Pest herrschte (z. B. 1597 und 1611), zogen sich Regierung und Kanzlei des Hochstifts Fulda auf das Wasserschloss Neuhof zurück. Der Ortsteil Neustadt wurde bereits 956 erstmalig erwähnt Quelle. Die Ortsteile lagen im Mittelalter an der Wegkreuzung der Altstraßen "Via Regia" (alte Königsstraße oder Reichsstraße bzw. Alte Heerstraße, hier verlief auch ein Jakobsweg) und "Antsanvia" (Alte Straß). EingemeindungenDer Hauptort der Gemeinde Neuhof wurde erst 1928 aus den vormals selbstständigen Gemeinden Ellers, Neustadt und Opperz gebildet. Im Jahr 1972 wurde Neuhof im Rahmen der Gebietsreform mit den bis dahin ebenfalls selbstständigen Gemeinden Dorfborn, Giesel, Hattenhof, Hauswurz, Kauppen, Rommerz und Tiefengruben zur Großgemeinde Neuhof zusammengefasst. ReligionsgemeinschaftenIn Neuhof gibt es die katholische Pfarrgemeinde St. Michael mit der alten Pfarrkirche St. Michael in Neuhof-Opperz sowie den Filialkirchen St. Barbara in Neuhof-Ellers, St. Josef der Arbeiter in Dorfborn und der Kapelle St. Maria Unbefleckte Empfängnis in Tiefengruben. Zu ihr zählen rund 4.500 Katholiken (= 77 Prozent der Bevölkerung). Seit 2005 wird die Pfarrgemeinde St. Mariä Himmelfahrt in Rommerz von Neuhof aus mitverwaltet. Weiterhin bestehen die katholischen Pfarrgemeinden St. Laurentius in Giesel mit der Filialkirche Mariä Geburt in Fulda-Istergiesel, St. Cosmas und Damian in Hattenhof und St. Bartholomäus in Hauswurz. In Neuhof besteht auch eine evangelische Pfarrgemeinde mit einer Pfarrkirche und einem Jugendheim in Neuhof-Ellers, einem Gemeindehaus in Rommerz sowie einer Filialkirche in der Nachbargemeinde Flieden. Bis zum Zweiten Weltkrieg bestand in Neuhof außerdem eine jüdische Gemeinde mit einer Synagoge in der heutigen Marktstraße in Neuhof-Neustadt. Der ehemalige jüdische Friedhof oberhalb der Bundesstraße 40 zwischen Neuhof und Flieden ist bis heute erhalten. PolitikGemeindevertretungDie Gemeindevertretung (= Gemeinderat) Neuhof besteht aus 37 Mitgliedern. Die Kommunalwahl am 26. März 2006 ergab folgende Stimm- bzw. Sitzverteilung bei 42,1 Prozent Wahlbeteiligung (Zahlen im Vergleich zur Kommunalwahl von 2001):
Bürgermeister seit 1945
Bürgermeisterin Maria Schultheis (CDU) wurde am 20. Dezember 1998 erstmals direkt in dieses Amt gewählt, das sie seit dem 1. Februar 1999 offiziell innehat. Ihre Wiederwahl erfolgte am 10. Oktober 2004 mit einem Stimmenanteil von 79,3 Prozent bei einer Wahlbeteiligung von 46,8 Prozent. Wappen
Kultur und SehenswürdigkeitenBauwerkeDie Wahrzeichen der Gemeinde sind die katholische Pfarrkirche St. Michael in Neuhof-Opperz und die vier erhaltenen Türme des ehemaligen Neuhofer Wasserschlosses, dessen Hauptgebäude 1958 abgerissen wurde. An seiner Stelle befindet sich heute die Schlossschule (Grundschule Neuhof). Musik
Freizeit und SportFür Sport- und Freizeitaktivitäten stehen in Neuhof u. a. zwei Stadien, fünf Sportplätze und sechs Turnhallen, vier Bolzplätze, zwei Tennisanlagen, eine Tennishalle/Squash, mehrere Kegelbahnen, ein Streetball- und Inlineskatingplatz sowie ein Grillplatz zur Verfügung. Größere Sportveranstaltungen finden in der Vier-Felder-Halle (62 x 27 m Nutzfläche) der Wernher-von-Braun-Schule statt, die eine feste Sitztribüne für ca. 900 Zuschauer enthält. Weiterhin gibt es eine Sportschule für Selbstverteidigung, Kampfsport und Fitness. Eine touristische Attraktion ist der im Jahr 1999 eröffnete Planetenwanderweg, ein naturwissenschaftlicher Lehrpfad, der von der Wernher-von-Braun-Schule am Opperzer Berg ausgehend bis zum Kalbacher Ortsteil Eichenried führt. Sportvereine in Neuhof
Regelmäßige Veranstaltungen
Wirtschaft und InfrastrukturFunktion als UnterzentrumDie Gemeinde Neuhof hat heute die Funktion eines Unterzentrums nahe der Kreisstadt Fulda. Hier finden sich u. a. zwölf Ärzte, zwei Tierärzte, zwei Apotheken, ein Seniorenpflege- und Betreuungszentrum, neun Kirchen, eine Postagentur, ein Bahnhof, mehrere Lebensmittelmärkte, Banken, fünf Schulen, eine Zweigstelle der Volkshochschule des Landkreises Fulda, sechs Kindergärten, ein Gemeindezentrum, sieben Bürgerhäuser, drei Gemeindebüchereien, eine Polizeidienststelle, eine Straßenmeisterei, vier Revierförstereien (Betriebsbezirke des Forstamts Fulda) sowie mehrere Gasthäuser. Die räumliche Nähe zum Oberzentrum Fulda hat neben anderen Faktoren allerdings auch mit dazu geführt, dass Neuhof in den letzten Jahren einige Unternehmen und öffentliche Einrichtungen verlor. Größere Unternehmen waren in der Vergangenheit die Rhöngold-Molkerei der Gebrüder Fricke, die Fleischwarenfabrik Josef Ruppel und der Holzhandel Reschop. Früher gab es in Neuhof außerdem noch zwei Forstämter, eine Zweigstelle des Amtsgerichts Fulda, ein Hallenfreibad ("Allwetterbad"), ein Postamt und eine Niederlassung der Barmherzigen Schwestern mit Altenheim. Die Eigenständigkeit der Raiffeisenbank Neuhof eG ging ebenfalls verloren. Zur Förderung der Regionalentwicklung hat sich Neuhof im Mai 1998 mit den Gemeinden Bad Salzschlirf, Eichenzell, Flieden, Großenlüder, Hosenfeld und Kalbach zum "Regionalforum Fulda Südwest" zusammengeschlossen und eine kommunale Arbeitsgemeinschaft gebildet. BergbauNeuhof ist die einzige Bergbaugemeinde im Landkreis Fulda. Im Kalibergwerk Neuhof-Ellers (gegründet 1906) wird von 680 Mitarbeitern Rohsalz abgebaut und zu hochwertigen Düngemitteln verarbeitet. Bei einer jährlichen Rohsalzförderung von fast vier Millionen Tonnen erzeugt Neuhof-Ellers rund 1,3 Millionen Tonnen Verkaufsprodukte. Das Werk ist damit der größte Industriebetrieb im südlichen Teil des Landkreises. Es gehört heute zur Kasseler K+S AG (früher Kali und Salz AG bzw. Wintershall AG). Der weithin sichtbare Salzberg, die Kali-Abraumhalde (bis 500 m über NN hoch), im Volksmund auch "Kaliberg" oder "Monte Kali" genannt, besteht aus ca. 50 Millionen Tonnen überwiegend Natriumchlorid (Kochsalz) und Calciumsulfat (Gips) und ist somit eine der größten Deponien Europas. 1926/27 wurde das Bergwerk auf Betreiben von August Rosterg, dem seinerzeitigen Generaldirektor der Wintershall AG, stillgelegt. 1954 wurden die Anlagen erneuert, und das Werk nahm den Betrieb wieder auf. VerkehrFernstraßen
Eisenbahn
BuslinienNeuhof bietet mehrere Haltepunkte und Umsteigemöglichkeiten der Lokalen Nahverkehrsgesellschaft Fulda (LNG Fulda) mbH in benachbarte Ortschaften (Linien 50 bis 54) im Rahmen der Rhein-Main-Verkehrsverbund GmbH (RMV). BildungGrundschulen
Additive Gesamtschule mit Förderstufe
Förderschule mit Beratungszentrum
Volkshochschule
PersönlichkeitenSöhne und Töchter der Stadt
Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben
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