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Neunkirchen am Sand (amtlich: Neunkirchen a.Sand) ist eine Gemeinde im mittelfränkischen Landkreis Nürnberger Land. Die Gemeinde Neunkirchen befindet sich mitten in der Metropolregion Nürnberg. GeschichteDas Gebiet um Neunkirchen ist seit früher Zeit besiedelt und es gilt als wahrscheinlich, dass bereits in der mittleren Steinzeit im Gebiet um Speikern Jäger aufhielten (etwa um 2000 v. Chr.). Dies bezeugt auch ein Grabfund aus der Steinzeit, in dem 1962 Gefäße und ein Reiterlein – das sogenannte Speikerner Reiterlein – gefunden wurden. Unterhalb des Glatzensteines wurden auch Urnenfelder aus der Bronzezeit, etwa 1300–1800 v. Chr. freigelegt, in denen man einen Schnurkeramikkrug, Knochenbecher und einen Steinlöffel fand. Im Jahre 1227 fand Nivwinkirchen (Neunkirchen) die erste urkundliche Erwähnung. Die älteste urkundliche Erwähnung von Speikern stammt aus dem Jahre 1361. Neunkirchen, eine alte Eichstätter Missionspfarrei, neben Bühl die Hauptpfarrei für das hiesige Gebiet, ist jedoch bedeutend älter, als die Urkunde vermuten lässt. Bereits um das erste Jahrtausend wurde über diese beiden Missionskirchen von Eichstätt her, schon vor der Errichtung des Bistums Bamberg, eine weite Umgebung dem Christentum gewonnen. Im Jahre 1016 wurde der Neunkirchener Pfarrsprengel, der ein riesiges Gebiet umfasste, vom Bistum Eichstätt an das neugegründete Bistum Bamberg abgetreten. Neunkirchen am Sand wie auch die Gemeindeteile Kersbach mit Weißenbach, Rollhofen und Speikern gehörten über Jahrhunderte zur Herrschaft Rothenberg. Die Zugehörigkeit zu diesem Ländchen prägte ihre Geschichte mit. Ein bedeutender Schritt war der Ankauf der Herrschaft Rothenberg durch die Ganerben im Jahre 1478. Die Ganerben, eine Interessengemeinschaft von 44 angesehenen fränkischen Rittern, führten im Jahre 1529 die Reformation im ganzen Rothenberger Land ein. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde das Rothenberger Gebiet von den Kurbayern besetzt und nach dem Krieg von ihnen erworben. Damit hielt die Gegenreformation Einzug in das Rothenberger Land, es wurde rekatholisiert. OrtsteileDie Gemeinde Neunkirchen am Sand hat sieben Ortsteile:
Lokalpolitik
Gemeinderat (2002-2008): Insgesamt 16 Sitze
Ausschüsse: Hauptverwaltungsausschuss, Grundstücks- und Bauausschuss, Umlegungsausschuss, Rechnungsprüfungsausschuss. KulturTheaterJährlich finden im Gasthaus Waldschänke Theateraufführungen des Theatervereins Die Sandhas´n statt. SehenswürdigkeitenDas Wahrzeichen von Neunkirchen am Sand ist die katholische Pfarrkirche Maria Himmelfahrt. Auf einer im Ortskern gelegenen Anhöhe prägt sie seit Jahrhunderten das Ortsbild. Auf fast jeder Postkarte und jedem Logo erscheint das markante Bauwerk. Bei der von dem ehemals stark befestigten Friedhof umgebenen Kirche handelt es sich um eine Kirchenburg. Die Umwallung umschloss außer der Kirche und dem Friedhof das Pfarrhaus, das Mesnerhaus, ein Bauernhaus und noch ein weiteres Gebäude. Der Archäologische Wanderweg der Gemeinde Neunkirchen am Sand ist einer der meistbegangenen Spazierwege im Nürnberger Land. Der Schwerpunkt Hopfen bildet den Mittelpunkt einer heimatkundlichen Sammlung in der Fränkischen Hopfenscheune, die seit Mai 1993 in der Scheune des Anwesens Pinzer in Speikern vom Heimat- und Geschichtsverein Neunkirchen am Sand in vielen Stunden Arbeit aufgebaut wird. Ein markanter Kletterfelsen bei Weißenbach am Rand der Fränkischen Schweiz ist der Glatzenstein. An schönen Tagen hat man hier eine herrliche Aussicht. Der Blick folgt hier dem Rand der Fränkischen Schweiz. Wenn man gegen Nürnberg blickt, welches an klaren Tagen deutlich zu erkennen ist, liegen zur rechten Hand der Rothenberg, Lillinghof und ganz in der Ferne Gräfenberg. Weiter links schließt sich dann der Blick mit Moritzberg, Deckersberg und Houbirg. In der Mitte Neunkirchens steht der Fischotterbrunnen. 50 Stationen umfasst der jährliche Neunkirchener Krippenweg des Heimat- und Geschichtsvereins Neunkirchen am Sand. Regelmäßige Veranstaltungen
Partnergemeinden
LiteraturGeschichtshefte des Heimat- und Geschichtsvereins (http://www.hgvn.de/literatur.htm) Texte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz. Eine Liste der Autoren und Fotografen, sowie den Originaltext finden Sie hier. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
