Neunkirchen in Bayern


Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Nürnberger Land
Koordinaten: 49° 31′ N, 11° 19′ O
Höhe: 331 m ü. NN
Fläche: 14,14 km²
Einwohner: 4716
Bevölkerungsdichte: 334 Einwohner je km²
Postleitzahl: 91233
Vorwahlen: 09123 (Neunkirchen) 09153 (Ortsteile)
Kfz-Kennzeichen: LAU
Gemeindeschlüssel: 09 5 74 141
Gemeindegliederung: 7 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hirtenweg 2-4
91233 Neunkirchen a.Sand
Webpräsenz: www.neunkirchen-am-sand.de
1. Bürgermeister: Kurt Sägmüller (CSU)

Neunkirchen am Sand (amtlich: Neunkirchen a.Sand) ist eine Gemeinde im mittelfränkischen Landkreis Nürnberger Land. Die Gemeinde Neunkirchen befindet sich mitten in der Metropolregion Nürnberg.

Geschichte

Das Gebiet um Neunkirchen ist seit früher Zeit besiedelt und es gilt als wahrscheinlich, dass bereits in der mittleren Steinzeit im Gebiet um Speikern Jäger aufhielten (etwa um 2000 v. Chr.). Dies bezeugt auch ein Grabfund aus der Steinzeit, in dem 1962 Gefäße und ein Reiterlein – das sogenannte Speikerner Reiterlein – gefunden wurden. Unterhalb des Glatzensteines wurden auch Urnenfelder aus der Bronzezeit, etwa 1300–1800 v. Chr. freigelegt, in denen man einen Schnurkeramikkrug, Knochenbecher und einen Steinlöffel fand.

Im Jahre 1227 fand Nivwinkirchen (Neunkirchen) die erste urkundliche Erwähnung. Die älteste urkundliche Erwähnung von Speikern stammt aus dem Jahre 1361. Neunkirchen, eine alte Eichstätter Missionspfarrei, neben Bühl die Hauptpfarrei für das hiesige Gebiet, ist jedoch bedeutend älter, als die Urkunde vermuten lässt. Bereits um das erste Jahrtausend wurde über diese beiden Missionskirchen von Eichstätt her, schon vor der Errichtung des Bistums Bamberg, eine weite Umgebung dem Christentum gewonnen. Im Jahre 1016 wurde der Neunkirchener Pfarrsprengel, der ein riesiges Gebiet umfasste, vom Bistum Eichstätt an das neugegründete Bistum Bamberg abgetreten.

Neunkirchen am Sand wie auch die Gemeindeteile Kersbach mit Weißenbach, Rollhofen und Speikern gehörten über Jahrhunderte zur Herrschaft Rothenberg. Die Zugehörigkeit zu diesem Ländchen prägte ihre Geschichte mit. Ein bedeutender Schritt war der Ankauf der Herrschaft Rothenberg durch die Ganerben im Jahre 1478. Die Ganerben, eine Interessengemeinschaft von 44 angesehenen fränkischen Rittern, führten im Jahre 1529 die Reformation im ganzen Rothenberger Land ein. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde das Rothenberger Gebiet von den Kurbayern besetzt und nach dem Krieg von ihnen erworben. Damit hielt die Gegenreformation Einzug in das Rothenberger Land, es wurde rekatholisiert.

Ortsteile

Die Gemeinde Neunkirchen am Sand hat sieben Ortsteile:

  • Neunkirchen am Sand
  • Kersbach
  • Rollhofen
  • Speikern
  • Weißenbach
    • Erstmals 1360 erwähnt, der Name weist auf einen klaren Bach in der Nähe des Glatzensteines hin.
  • Wolfshöhe
    • Die vom Schnaittacher Ziegeleibesitzer Lorenz Wolf im Jahre 1856 gegründete Schamottstein-Fabrik ließ neben den Tongruben an der damaligen Rollhofener Höhe Wohn- und Fabrikgebäude entstehen. Der bayerische König Ludwig II. genehmigte die Umbenennung in Wolfshöhe, womit der Ortsteil gegründet war. Die Tonwerke bestehen heute noch; in dem Ortsteil ist außerdem eine Brauerei angesiedelt.

Lokalpolitik

  • 1. Bürgermeister: Kurt Sägmüller (CSU)
  • 2. Bürgermeister: Karl-Heinz Haberberger (FWG)
  • 3. Bürgermeister: Otmar Thüringer (SPD)

Gemeinderat (2002-2008): Insgesamt 16 Sitze

  • CSU 7 Sitze + 1 Ortssprecher für Kersbach (Sprecher: Michaela Schmidt)
  • SPD 4 Sitze (Sprecher: Martina Baumann)
  • FWG 5 Sitze (Sprecher: Karl-Heinz Haberberger)

Ausschüsse: Hauptverwaltungsausschuss, Grundstücks- und Bauausschuss, Umlegungsausschuss, Rechnungsprüfungsausschuss.

Kultur

Theater

Jährlich finden im Gasthaus Waldschänke Theateraufführungen des Theatervereins Die Sandhas´n statt.

Sehenswürdigkeiten

Das Wahrzeichen von Neunkirchen am Sand ist die katholische Pfarrkirche Maria Himmelfahrt. Auf einer im Ortskern gelegenen Anhöhe prägt sie seit Jahrhunderten das Ortsbild. Auf fast jeder Postkarte und jedem Logo erscheint das markante Bauwerk. Bei der von dem ehemals stark befestigten Friedhof umgebenen Kirche handelt es sich um eine Kirchenburg. Die Umwallung umschloss außer der Kirche und dem Friedhof das Pfarrhaus, das Mesnerhaus, ein Bauernhaus und noch ein weiteres Gebäude.

Der Archäologische Wanderweg der Gemeinde Neunkirchen am Sand ist einer der meistbegangenen Spazierwege im Nürnberger Land.

Der Schwerpunkt Hopfen bildet den Mittelpunkt einer heimatkundlichen Sammlung in der Fränkischen Hopfenscheune, die seit Mai 1993 in der Scheune des Anwesens Pinzer in Speikern vom Heimat- und Geschichtsverein Neunkirchen am Sand in vielen Stunden Arbeit aufgebaut wird.

Ein markanter Kletterfelsen bei Weißenbach am Rand der Fränkischen Schweiz ist der Glatzenstein. An schönen Tagen hat man hier eine herrliche Aussicht. Der Blick folgt hier dem Rand der Fränkischen Schweiz. Wenn man gegen Nürnberg blickt, welches an klaren Tagen deutlich zu erkennen ist, liegen zur rechten Hand der Rothenberg, Lillinghof und ganz in der Ferne Gräfenberg. Weiter links schließt sich dann der Blick mit Moritzberg, Deckersberg und Houbirg.

In der Mitte Neunkirchens steht der Fischotterbrunnen.

50 Stationen umfasst der jährliche Neunkirchener Krippenweg des Heimat- und Geschichtsvereins Neunkirchen am Sand.

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Juni: Neunkirchener Sommerfest an der Munkerwiese
  • Ende Juli: Pfarrsommerfest rund um das Pfarrheim und Kirchweih in Kersbach
  • Zweites Augustwochenende: Kirchweih in Rollhofen, wo noch viele Traditionen aufrecht erhalten werden
  • September: Speikerner Hopfenfest des Heimat- und Geschichtsvereins

Partnergemeinden

  • Triebes – seit 1990

Literatur

Geschichtshefte des Heimat- und Geschichtsvereins (http://www.hgvn.de/literatur.htm)




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Informationsportal über Neunkirchen in Bayern - 25.5.2012