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Neustadt in Holstein (auch: Neustadt an der Ostsee) ist eine Stadt im Kreis Ostholstein, Bundesland Schleswig-Holstein, (Deutschland). GeografieNeustadt in Holstein ist eine Hafenstadt in Wagrien an der Lübecker Bucht (Ostsee), 32 km nördlich von Lübeck. In der Nähe liegende Orte sind an der Lübecker Bucht im Süden Sierksdorf und Scharbeutz, im Osten Grömitz, ferner westlich liegend Süsel. StadtteileNeustadt in Holstein gliedert sich in die Stadtteile Neustadt, Pelzerhaken und Rettin. GeschichteNeustadt wurde 1244 von Graf Adolf dem Vierten als Neue Stadt von Altenkrempe gegründet, das älter ist und landeinwärts am flachen Binnenwasser liegt, dort findet sich eine bedeutende Basilika von 1140. In Neustadt besteht die älteste Fischerinnung Deutschlands (seit 1474). Historisch von Belang ist die Kirche von 1244, das Heiliggeist-Hospital von 1344, und das Kremper Tor aus dem Mittelalter. Bereits zur Hansezeit stellte der Hafen von Neustadt einen wichtigen und interessanten Anlaufhafen für holländische und dänische Schiffe dar. Schiffe der Hanse (universos mercatores de hansa Theutonicorum) liefen den Neustädter Hafen nur sehr selten an weil Neustadt nicht zur Hanse gehörte, aber lübsches Recht hatte. Dieses machte die Stadt für holländische Kauffahrer und auch für die Vitalienbrüder um so interessanter, weil keine Stapelrechte zu beachten waren. Die Haupteinnahmequellen von kleinen Dörfern wie dem nur 15 Kilometer entfernt gelegenem Grömitz waren die Landwirtschaft (gestützt durch das Kloster Cismar) und die Fischerei. Somit leisteten auch kleine Ortschaften wie Grömitz einen bescheidenen Anteil an einem der Haupthandelsgüter der Hanse - gesalzener Hering in Fässern, welche aus dem Neustädter Hafen exportiert wurden. Das letzte Seegefecht der Schleswig-Holsteinischen Erhebung vor dem Gefecht von Idstedt fand am 20./21. Juli 1850 in der Neustädter Bucht statt. Dabei sank das Schleswig-Holsteinische Kanonenboot Nr. 1 von der Tann. Neustadt/Pelzerhaken war Standort des Nachrichtenmittelversuchskommandos seit 1923 (Nachrichtenmittelversuchsanstalt, kurz NVA) zur Entwicklung der Funkmeßtechnik. (Radar) Vor Neustadt wurde am 3. Mai 1945 die Cap Arcona mit 7.000 bis 8.000 Häftlingen des KZ Neuengamme von alliierten Flugzeugen versenkt, eine der drei schwersten Katastrophen der Seefahrt in der Geschichte. Ein Teil der Verzweifelten gelangten mit letzter Kraft an den Strand, wo noch einmal ca. 400 von der SS, von örtlichen Wehrmachtsangehörigen und Teilen der Ortsansässigen getötet wurden, was bis heute kaum bekannt ist. Es konnten sich nur ca. 200 retten. In den beiden letzten Kriegsjahren gab es ein Lazarett, Außenlager des KZ Neuengamme, das später in den Krankenhauskomplex mit eingegliedert wurde (siehe KZ Neustadt). 1969 erhält die Stadt die Ehrenfahne des Ministerkomitees des Europarats und nennt sich daraufhin Europastadt. PolitikWappenBlasonierung: „In Rot ein auf blauen Wellen fahrendes goldenes Boot mit zwei Männern, von denen der eine die Schwurhand mit ausgestreckten Fingern erhebt, der andere das Steuer führt; über dem Boot das silberne holsteinische Nesselblatt.”[1] Städtepartnerschaften
WirtschaftDie Stadt hat Handels-, Marine- und Yachthafen und ist Sitz des Bundespolizei-Amts See (Küstenwache - die gleichnamige deutsche Fernsehserie entsteht hier). Außerdem befindet sich in Neustadt eine SAR-Schule der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). Neustadt ist staatlich anerkanntes Seebad, der Tourismus nutzt die Sandstrände in den Ortsteilen Pelzerhaken und Rettin und den Hansa-Park (Vergnügungspark) im Nachbarort Sierksdorf. Ein weiterer wirtschaftlicher Schwerpunkt ist das Gesundheitswesen. So gilt Neustadt mit 3 Krankenhäusern am Ort auch als Gesundheitsstadt. Die Psychatrium Klinik, das Klinikum Neustadt und das Kinderzentrum Pelzerhaken sind weit über die Landesgrenzen bekannte Einrichtungen. Verkehr
Kultur und SehenswürdigkeitenMuseen
Bauwerke
PersönlichkeitenSöhne und Töchter der Stadt
SonstigesRegelmäßige Veranstaltungen
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