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Niederfischbach ist ein Ort in der Verbandsgemeinde Kirchen im Landkreis Altenkirchen in Rheinland-Pfalz (Deutschland). WappenDas Wappen ist schräglinksgeteilt von Silber und Blau. Im oberen Bereich befindet sich ein rotes Kleeblattkreuz, unten ist ein silbernes Füllhorn zu sehen.
Das Kleeblatt- oder Mauritiuskreuz weist auf des Patronat des hl. Mauritius und damit auf die historische Bedeutung des Ortes im Mittelalter hin. Das Mauritiuskreuz ist als Symbol in der Darstellung des Mauritius, bei Wappen und Orten, die mit ihm im Zusammenhang stehen, seit dem Mittelalter in Gebrauch. Die alte Kirche des hl. Mauritius, deren Turm uns an der heutigen evangelischen Kirche erhalten geblieben ist, war vermutlich im 11. Jahrhundert Filialkirche von Haiger, später Pfarrkirche. Sie ist das älteste Bauwerk von Niederfischbach. Die Farben Silber/Rot entsprechen dem Wappen des Kurfürsten von Trier, des ehemaligen Landesherren: in Silber durchgehendes rotes Kreuz. Das aufrechtstehende silberne Füllhorn ist dem Fischbacher Erstlingstaler von 1750 entnommen. Es stellt den Bezug her zu den Silberfunden und zu der historischen Bedeutung des Bergbaus in der Gemeinde. Heute ist in der Ortsgemeinde Niederfischbach ein Grubenwanderweg eingerichtet. Die Wappenfarbe Blau deutet auf den Ursprung des Namens Niederfischbach = „Vispe” hin in dem das Wort „apa” = Wasser, kleiner Bachlauf in der Nachsilbe „-pe” enthalten ist. Dieser Name ist ein Nachweis für das hohe Alter des Ortes, da er aus einer Zeit stammen muss, in der das Wort „apa” und nicht "Bach" gebräuchlich war. (Nach W. Arnold und J. Heinzeling sind die „apa”-Orte unserer Heimat vor 500 n. Chr. gegründet, nach L. Bald sogar noch vor unserer Zeitrechnung. B. Solbach) Quelle: Verbandsgemeinde Kirchen-Sieg Städtepartnerschaften
Kultur und SehenswürdigkeitenBauwerkeDie katholische Pfarrkirche "St. Mauritius und Gefährten" ist die einzige viertürmige Kirche im Kreis Altenkirchen. Die neuromanische Basilika wurde von 1897 bis 1898 erbaut und von 1956 bis 1958 das erste Mal renoviert. 1986 bis 1990 fand eine weitere, umfangreiche Innenrenovierung statt. Besonders sehenswert ist das Bodenmosaik ”Die Wurzel Jesse” im Mittelgang des Kirchenschiffes. Zu dem Namen ”Siegerländer Dom” kam die Kirche aufgrund ihrer Größe. Sie ist die ”zweite Kirche im Ort”. Direkt am Marktplatz gelegen ist die evangelische Kirche, die das ursprüngliche Gotteshaus des Kirchspiels war. Diese evangelische Kirche diente als Simultankirche für beide Konfessionen seit der Reformationszeit. Nach über 300 Jahren wurde das Simultaneum durch einen Vertrag zur beiderseitigen Zufriedenheit gelöst. Die evangelische Gemeinde hat die alte Kirche behalten. Die katholische Pfarrgemeinde hat sich jedoch ein größeres Gotteshaus gebaut; den ”Siegerländer Dom”. Parks
Regelmäßige Veranstaltungen
Kulinarische SpezialitätenFöschber Schwarzbrot Museen
Wirtschaft und InfrastrukturVerkehrsanbindungenÖffentlicher Nahverkehr findet nur noch mit Bussen der Verkehrsgemeinschaft Westfalen-Süd statt:
Bis 1983 fand in Niederfischbach Personenverkehr auch auf der Schiene statt. Mit dem Zug konnten man mit der Asdorftalbahn von Betzdorf über Freudenberg und Olpe entlang des Biggesee nach Finnentrop gelangen. Bis 1994 fand zwischen Betzdorf und Freudenberg nur noch Güterverkehr statt. Im Jahr 2000 wurden die Gleis endgültig abgebaut. Jetzt verläuft auf der Trasse der Asdorftalradweg. Über die Straße hat man eine gute Verbindung an die A 45 sowie nach Siegen und in den Westerwald. SozialesDRK Ortsverein Niederfischbach Mediennfb – network for business – Agentur für neue Medien BildungW. E. Ketteler-Grundschule in Niederfischbach Texte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz. Eine Liste der Autoren und Fotografen, sowie den Originaltext finden Sie hier. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
