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Norderney ist von Westen gesehen die dritte der sieben zu Niedersachsen gehörenden ostfriesischen Inseln, die in der Nordsee dem Festland vorgelagert sind. Norderney ist 15 Kilometer lang, an den breitesten Stellen am Westende und in der Inselmitte bis zu 2,5 Kilometer breit und ca. 26,3 Quadratkilometer groß und damit die neuntgrößte deutsche Insel. Die Insel hat im Jahre 2006 6200 Einwohner. Seit 1946 besitzt Norderney Stadtrechte; die Stadt gehört zum Landkreis Aurich. Auf der Nordseite erstreckt sich ein ca. 14 Kilometer langer Sandstrand, die östliche Nachbarinsel ist Baltrum, die durch die Wichter Ee getrennt nur ca. 800 Meter entfernt ist. Im Westen ist die Insel Juist etwa drei Kilometer entfernt - getrennt durch das Riffgat, welches bis zu 20 Meter Wassertiefe aufweist. Im Süden der Insel erstreckt sich das Wattenmeer. Dieses sowie die gesamte Osthälfte Norderneys gehören zum Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Im Nationalpark dürfen Wanderwege nicht verlassen werden, um Fauna und Flora nicht zu gefährden und zu stören. Das Festland ist per Fähre der AG Reederei Norden-Frisia vom Hafen Norddeich Mole tidenunabhängig in einer knappen Stunde erreichbar. Die Inseln Borkum, Juist, Baltrum, Langeoog sowie die ca. 70 Kilometer (42 Seemeilen) entfernte Hochseeinsel Helgoland sind per Ausflugsschiff bzw. Hochseekatamaran zu erreichen. Norderney besitzt auch einen Flugplatz mit einer Start- und Landebahn von 1000 Metern Länge. StädtepartnerschaftSeit 1990 besteht eine Städtepartnerschaft mit der Stadt Garz auf Rügen. Stadtwappen und StadtflaggeAuf dem silbernen Wappen der Stadt Norderney ist das Wahrzeichen der Insel - das Kap - abgebildet. Darunter eine Düne und das Wasser. Kapen dienten in früherer Zeit zur Erkennung der Inseln von der See aus. Auf Borkum, Langeoog und Wangerooge gibt es ähnliche Bauwerke. Das Norderneyer Kap wurde 1848 aus Holz errichtet und im Jahre 1870 durch einen Steinbau ersetzt. In der Nacht wurde im oberen Teil ein Feuer entzündet. Heutzutage übernimmt der Leuchtturm in der Inselmitte diese Funktion.
Norderney ist eine der wenigen Gemeinden, die Flaggen führt. Die sog. kleine Stadtflagge ist horizontal weiß-blau gestreift mit einem abwechselnd schwarz-weiß karierten Streifen auf der linken Seite. Die blaue Farbe steht dabei für das Meer, weiß symbolisiert die Farbe des Sandes und schwarz steht für das Norderneyer Seezeichen. Auf der großen Stadtflagge ist im rechten Teil noch das Stadtwappen aufgezeichnet. Diese wird auch als Dienstflagge bezeichnet und nur recht selten gehisst. GeschichteVon den sieben Ostfriesischen Inseln ist die Insel Norderney dem Ursprung nach die jüngste. Die Insel Norderney existiert als eigenständiges Eiland erst seit der Mitte des 16. Jahrhunderts. Etwa 400 Jahre vor diesem Datum lag ungefähr in der heutigen Position Norderneys die Insel Buise. Es wird vermutet, dass die Zweite Marcellusflut von 1362 die Insel in zwei Teile zerbrach, deren östlicher den Namen Osterende erhielt. Buise selbst wurde immer kleiner und verschwand nach der Petriflut von 1651 endgültig in der Nordsee. Das östliche Ende (Osterende) wurde immer größer und in einem Rechnungsbuch der Gräfin Anna 1550 erstmals als Norder neye Oog (Nordens neue Insel) erwähnt (das Eiland Norderney, unter Berumer Amt gehörig, hat eine Kirche und 18 Häuser). Die Einwohner lebten hauptsächlich vom Fischfang (Angelschellfisch). Ab der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts erlangte die Frachtschiffahrt für festländische (Emder, Norder, Groninger) Handelshäuser immer größere Bedeutung. Mit dem Badebetrieb entwickelte sich der Tourismus zu einer immer wichtigeren Einkommensquelle für die Insulaner. Norderney wurde 1797 das erste deutsche Nordseeheilbad.
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VerkehrPKWAutos dürfen vom Festland aus mitgenommen werden und dann auf 12 dafür vorgesehenen Stellplätzen auf der Insel geparkt werden. Ausnahmen bilden hier Ferienwohnungen oder Hotels mit eigenen Parkmöglichkeiten. Der Autoverkehr ist allerdings stark eingeschränkt. So darf man nach dem Anlegen im Hafen mit dem Auto in die Stadt fahren, um das Gepäck auszuladen, und bei der Abreise nur, um das Gepäck von der Unterkunft einzuladen. Außerhalb der Stadt gilt ein Tempolimit von 50 km/h sowie ein Nachtfahrverbot von 20:00 Uhr abends bis 06:00 Uhr morgens. Innerorts gelten fast überall 30 km/h. Besondere Naturschutzgebiete oder andere Sperrgebiete, wie z.B. der komplette Ostbereich der Insel sind weder von Auto, noch von Fahrrad befahrbar. Täglich fahren die Schiffe der Reederei Frisia von Norddeich zur Insel. Sie driften dann in die Fährbrücke1 oder 2 und werden dann von der Besatzung der jewailiger Fähre entladen öffentliche VerkehrsmittelWer kein Auto hat, kann auf Taxen und Busse zurückgreifen. Es gibt fünf Buslinien: Drei fahren jeweils vom Hafen in die Stadt (Linie 1 - 3) und zurück. Die Abfahrtzeiten sind dabei auf den Fährverkehr abgestimmt. Die Linie 4 verkehrt im Sommer stündlich zwischen Busbahnhof (Stadt) - Leuchtturm und Oase/FKK-Strand und die Linie 5 verkehrt im Sommer zwischen Busbahnof - Ostbad "Weisse Düne". Schließlich gibt es noch den NC (Norderney-Card) Bus, der Fahrgäste zwischen Stadtzentrum (Rosengarten) und dem Ortsteil Nordhelm befördert. PersönlichkeitenInselsöhne und -töchter
Kirchen, Freikirchen und Religionsgemeinschaften
Kirchen
Freikirchen
Religionsgemeinschaften
MedienZeitungenAlle Zeitungen werden morgens mit der ersten Fähre auf die Insel transportiert; die Norderneyer Badezeitung, die täglich gegen 11 Uhr erscheint, wurde bis 2004 noch auf der Insel mit einer der MAN-Rotationen von 1927 gedruckt. Heute steht die Maschine im Mainzer Gutenberg-Museum und druckt dort einmal wöchentlich die Museumszeitung. Die Badezeitung ist die kleinste selbstständige Tageszeitung Deutschlands. Seit Oktober 2005 erscheint auf der Insel im 14-tägigen Rhythmus die Norderneyer Rundschau. Aus dem gleichen Verlag ist vier Mal im Jahr das Urlaubermagazin "He! Norderney" erhältlich, das den Gästen Einblick in die Besonderheiten der Insel bietet. HörfunkEs gibt einen eigenen Radiosender: Radio SWS (Sturmwellensender) sendet rund um die Uhr und finanziert sich durch Werbung und Spenden. Radio SWS ist ein Privatsender, der auf den Frequenzen 101,3 im Kabel oder auf 104 Mhz sowie im Live-Stream im Internet zu hören ist. LiteraturBelletristik
Siehe auch
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