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Nordheim ist eine Gemeinde im Landkreis Heilbronn, Baden-Württemberg (Deutschland). GeografieGeografische LageNordheim liegt im Zabergäu im Süden des Landkreises Heilbronn unmittelbar südlich von Heilbronn. Im Westen reicht die Gemeinde bis zum Heuchelberg, im Osten bis an einen Altarm des Neckars. NachbargemeindenNachbarstädte und -gemeinden Nordheims sind (im Uhrzeigersinn, beginnend im Osten): Heilbronn (Stadtkreis), Lauffen am Neckar, Brackenheim, Schwaigern und Leingarten (alle Landkreis Heilbronn). Mit Lauffen am Neckar und Neckarwestheim ist Nordheim eine Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft eingegangen. GemeindegliederungNordheim besteht aus den Ortsteilen Nordheim und Nordhausen. GeschichteEs wird vermutet, dass Nordheim auf eine fränkische Gründung zurückgeht. Erstmals in einer Urkunde erwähnt wird der Ort im Jahr 823. Noch vor 1380 kam der Ort an Württemberg und war bis 1803 ein Teil der nördlichen Landesgrenze (Württembergischer Landgraben). Bis 1938 gehörte der Ort zum Oberamt Brackenheim und wurde dann dem Landkreis Heilbronn zugeordnet. Sowohl im Dreißigjährigen Krieg als auch Ende des 17. Jahrhunderts wurde Nordheim durch Kriegseinwirkungen fast vollständig zerstört. Einem Großbrand im Jahr 1810 fielen 47 Gebäude und die Kirche zum Opfer. Durch die Nähe zu Heilbronn und den Bau der Bahnlinie 1848 entwickelte sich die früher landwirtschaftlich geprägte Gemeinde mehr und mehr zur Wohngemeinde, wobei die Bebauung vom alten Ortskern weiter westlich hin zum Bahnhof im Osten wuchs. Der Weinbau spielt aber nach wie vor eine bedeutende Rolle. NordhausenNordhausen wurde im Jahr 1700 für 200 vertriebene Waldenser aus dem Piemont (Mentoulles und Usseaux im Chisone-Tal) neu gegründet. Die Gründung erfolgte auf Markungsteilen von Nordheim und Hausen an der Zaber (heute Teil Brackenheims), weshalb der Name Nordhausen für den neuen Ort gewählt wurde. Nordhausen gilt als jüngste Siedlungs-Neugründung des Landkreises Heilbronn. Zum 1. Januar 1975 wurde der Ort nach Nordheim eingemeindet. ReligionenIn Nordheim und Nordhausen gibt es jeweils eine eigene evangelische Kirchengemeinde. Die evangelische Kirchengemeinde Nordhausens war ursprünglich eine Waldensergemeinde, die im 19. Jahrhundert in die Württembergische Landeskirche eingegliedert wurde. Auch die Neuapostolische Kirche ist in Nordheim vertreten. Die katholischen Christen werden von der katholischen Kirchengemeinde St. Kilian in Heilbronn-Böckingen betreut. PolitikGemeinderat und OrtschaftsratDer Gemeinderat Nordheims hat nach der Kommunalwahl vom 13. Juni 2004 18 Sitze. Die Wahl erbrachte folgendes Ergebnis:
Weiteres Mitglied des Gemeinderates und dessen Vorsitzender ist der Bürgermeister. In der Ortschaft Nordhausen gibt es zudem einen Ortschaftsrat. Auf seinen Vorschlag hin wählt der Gemeinderat für Nordhausen einen ehrenamtlichen Ortsvorsteher. Diese Gremien sind zu wichtigen die Ortschaft betreffenden Angelegenheiten zu hören. Wappen und FlaggeBlasonierung: In Gold eine gestürzte blaue Pflugschar. Die Flagge der Gemeinde ist Blau-Gelb. Das früheste nachgewiesene Siegel von 1518 zeigt eine Pflugschar mit einer darüber liegenden Hirschstange. Ein Siegel von 1724 zeigt die Hirschstange über dem Schild mit der Pflugschar. Auf späteren Siegeln fehlt die Hirschstange, die Pflugschar blieb als alleinige Wappenfigur übrig. Die Wappenfarben Blau und Gold wurden der Gemeinde 1935 von der württembergischen Archivdirektion vorgeschlagen und angenommen. Wappen und Flagge wurden der Gemeinde vom baden-württembergischen Innenministerium am 4. März 1963 verliehen. Kultur und SehenswürdigkeitenBauwerke
Sport und FreizeitIn Nordheim gibt es ein Mineralfreibad. Regelmäßige VeranstaltungenJährlich findet im Sommer im Rathauspark in der Ortsmitte das dreitägige Parkfest statt. 2003 bis 2005 wurde jeweils eine Blumen- und Gartenschau veranstaltet, der Nordheimer Blumensommer, der viele Besucher anzog. Die Veranstaltung 2003 lief auch als sogenannte kleine Landesgartenschau (Grünprojekt). 2006 wird kein Blumensommer veranstaltet werden; eine Neuauflage im Jahr 2007 ist geplant. Des Weiteren findet seit 1990 in der alten Kelter, gegenüber dem neu gebauten Karl-Wagner-Stift, jährlich das Maibaumfest statt. Jedes Jahr Ende April findet auch das beliebte Nordheimer WG-Fest statt, in der Weingärtnergenossenschaft in der Südstrasse. Wirtschaft und InfrastrukturVerkehrNordheim ist Haltepunkt der Frankenbahn Stuttgart–Würzburg. Es bestehen ungefähr stündlich Verbindungen mit RegionalBahn-Zügen in Richtung Stuttgart und in Richtung Heilbronn. Anschluss an das Fernstraßennetz (B 27 und B 293, A 6 und A 81) besteht in Heilbronn und anderen Nachbargemeinden. MedienÜber das Geschehen in Nordheim berichtet die Tageszeitung Heilbronner Stimme in ihrer Ausgabe SW, Süd-West. BildungDie Kurt-von-Marval-Schule (Grund- und Hauptschule) in Nordheim besuchen über 400 Schüler. In Nordhausen gibt es eine eigene Grundschule mit etwa 90 Schülern. In Nordheim gibt es auch eine Ortsbücherei. Neben je einem kommunalen Kindergarten in Nordheim und Nordhausen gibt es außerdem den privat betriebenen Naturkindergarten Wurzelzwerge. WeinbauIn Nordheim, das an der Württemberger Weinstraße liegt, spielt der Weinbau eine wichtige Rolle. Die ehemalige Weingärtnergenossenschaft Nordheim hat sich im Juni 2004 der Heuchelberg-Kellerei in Schwaigern angeschlossen. Zudem gibt es in Nordheim noch einige Weingüter, die ihre Weine selbst vermarkten. Die Lagen gehören zur Großlage Heuchelberg im Bereich Württembergisch-Unterland des Weinbaugebietes Württemberg. Söhne und Töchter der Stadt
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