Nünchritz in Sachsen


Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Regierungsbezirk: Dresden
Landkreis: Riesa-Großenhain
Verwaltungsge-
meinschaft:
Nünchritz
Koordinaten: 51° 18′ N, 13° 24′ O
Höhe: 105 m ü. NN
Fläche: 31,11 km²
Einwohner: 6682
Bevölkerungsdichte: 215 Einwohner je km²
Postleitzahl: 01612 (alt: 8403)
Vorwahl: 035265
Kfz-Kennzeichen: RG
Gemeindeschlüssel: 14 2 85 190
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Glaubitzer Straße 10
01612 Nünchritz
Webpräsenz: www.nuenchritz.de
Bürgermeister: Udo Schmidt (SPD)

Nünchritz ist eine Gemeinde im Landkreis Riesa-Großenhain an der Elbe gelegen und ist Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Nünchritz zu der auch die Gemeinde Glaubitz gehört.

Geografie und Verkehr

Die Gemeinde liegt am Rande der Großenhainer Pflege am östlichen Ufer der Elbe in der Elbaue. Die Nachbarstädte sind die Kreisstadt Großenhain (10 km), Meißen (10 km) und Riesa (8 km). Die B 98 und die Bahnstrecke Leipzig-Riesa-Dresden verlaufen durch den Norden der Gemeinde. Im Ortsteil Grödel mündet der Elsterwerda-Grödel-Floßkanal in die Elbe.

Geschichte

  • Nünchritz

Nünchritz wurde erstmalig im Jahr 1312 als Nucharicz urkundlich erwähnt. Die Gegend war aber schon zur Steinzeit (um 4000 v. Chr. ) besiedelt, was Bodenfunde belegen. Die Gegend war von altersher ein Weinanbaugebiet und auch die Elbe bestimmte die Entwicklung der Gegend. Im Mittelalter führte die Hohen Straße (Salzstraßedurch das Gemeindegebiet. Zwischen 1900 und 1905 wurde in Nünchritz eine chemische Fabrik errichtet. Auch heute noch ist der Ort Standort einer chemischen Fabrik.

  • Seußlitz

Ältester Gemeindeteil ist Seußlitz, welcher schon im Jahr 1205 erstmalig urkundlich erwähnt wurde. Der Ort war damals Burgstandort (Besitzer: Otto von Suselitz). Diese wurde im Jahr 1226 abgebrochen und vom Markgraf von Meißen Heinrich der Erlauchte , zur einer Jagdresidenz umgebaut. Im Jahr 1268 stiftet er den Besitz mit 17 zugehörigen Dörfern den Klarissen als Nonnenkloster. Nach der Reformation im Jahr 1546 kaufte der Geheime Rat des Kurfürsten Moritz von Sachsen, Simon von Pistoris das Kloster und baute es zu seinem Wohnschloss um. Im Jahr 1722 erwarb Heinrich von Bünau den Besitz und das Schloss mit dem Schlosspark und die Schlosskirche wurden im Stile des Barocks nach Entwürfen von George Bähr umgebaut.

  • die anderen Ortsteile

Die anderen Ortsteile wurden mit Grödel im Jahr 1324 als Gredil, Zschaiten im Jahr 1408 als Czscheiten, Roda als im Jahr 1365 Rode und Weißig im Jahr 1378 als Wizzok erstmals urkundlich erwähnt.

Sehenswürdigkeiten

  • Kanalbrücke und Kanalkopf des Elsterwerda-Grödel-Floßkanal zwischen 1740 und 1748 erbaut bei Grödel
  • Alter Wall-Graben der Rest der vermutlich im 12. Jahrhundert errichteten Wasserburg in Zschaiten
  • Kirche in Zschaiten (vor 1503 errichtet)
  • Kirche Merschwitz
  • Barockschloss Seußlitz
  • Schlossgarten im französischen und englischen Gartenbaustil. mit Skulpturen, welche die Jahreszeiten bzw. die Monate versinnbildlichen.
  • Heinrichsburg, ein schlichtes zweigeschossiges Gartenhaus (in den Jahren 1725/26 nach Plänen von George Bähr erbaut) in Seußlitz
  • barockes Winzerhaus, die Luisenburg in Seußlitz

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Seußlitzer Heiratsmarkt

Ein über 500 Jahre altes Volksfest, welches alljährlich zu Himmelfahrt stattfindet. Bei diesem Volksfest kann man sich für einen Tag trauen lassen. Der Ursprung dieses Brauches soll in der Brautschau, der nach Auflösung des Klosters lebenden Nonnen, liegen.

Ansässige Unternehmen

  • Wacker Chemie AG, Werk Nünchritz

Ortspartnerschaften

  • Gemeinde Ubstadt-Weiher in Baden-Württemberg

Ortsgliederung

Zur Gemeinde gehören die Ortsteile Grödel, Roda, Weißig, Zschaiten, Diesbar-Seußlitz, Goltzscha, Leckwitz, Merschwitz, Naundörfchen, Neuseußlitz und Nünchritz




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Informationsportal über Nünchritz in Sachsen - 25.5.2012