Die Gemeinde erstreckt sich auf einer Höhenlage von 310 bis 340 m ü. NN.
Oberelbert liegt ca. 5 km südlich von Montabaur im Naturpark Nassau am Stelzenbach. Die Gemeinde gehört der Verbandsgemeinde Montabaur an.
| vor 1200 |
Im Bann des Dorfes Humbach (Montabaur) besitzt der Erzbischof von Trier u.a. eine Wildhube zu Elewartin |
| 1212/14 |
In dem ausgedehnten Waldgebiet um Humbach, dem Forst Spurginberch gibt es zwei Försterhuben zu Elwartin. Das sind Förster-Hofstellen mit im Wald eingeordenetem Ackerland. |
| 1233 |
In einem Streit zwischen den Mitgliedern des Stifts St. Florin zu Koblenz geht es um die Nutzung des Waldes Pfaffenholz bei Elewarthe. |
| 1362 |
Mit der Nennung von Niederelbert (inferiori Elewarten) kann auch auf das Bestehen von Oberelbert geschlossen werden. |
| 1436 |
Oberelbert (Obern und Nyddern Elwart) ist erstmals namentlich nachzuweisen. |
| 1463 |
In einem Vertrag vergleichen sich die Herren von Helfenstein als Inhaber der Grundherrschaft Elbert und die Dörfer Nieder Elbartt und Obern Elbartt wegen Abgaben der Bauern und einem Essen der Grundherren. |
| 1476 |
spätestens jedoch seit 1584 besitzt Oberelbert eine Kapelle |
| vor 1500 |
Die „Zeche” Oberelbert ist Teil des Amtes und Bannes Montabaur. Nach der Teilung des Bannes Montabaur um 1550/60 kommt die Gemeinde zum Bann Holler. |
| 1508 |
Die Vertreter von Ober- und Niederelbert erkennen nach altem Herkommen in einem „Weisentum” den Erzbischof von Trier ab als Oberherrn und die Herrn von Helfenstein als Gerichtsherrn an. |
| 1519 |
Die Hälfte der Grundherrschaft Elbert überträgt der Erzbischof von Trier den Herrn von Nassau (zur Sporkenburg) als Lehen. |
| 1602 |
Dreiviertel der Grundherrschaft befinden sich in den Händen der Herrn von Metternich. Das restliche Viertel ist kurtrierischer Kameralbesitz. |
| 1630/36 |
In einem Teilabschnitt des 30jährigen Krieges - dem Dreißigjähriger Krieg#Schwedischer Krieg|Schwedischer Krieg]] - wird Oberelbert ganz zerstört und unbewohnbar. Etwa ab 1642 setzten langsam der Wiederaufbau und die Wiederbesiedlung ein. |
| 1711 |
Neubau einer Kapelle |
| 1770 |
Errichtung der Pfarrei mit Welschneudorf als Filiale. |
| 1795 |
Die Dorfbewohner bringen ihr Vieh vor der plündernden französischen Revolutionsarmee in der Metternicher Heck in Sicherheit. |
| 1802 |
Die bisher kurtrierischen Oberelberter werden nassauische Untertanen |
| 1811 |
Am 12. September brennt das Dorf bis auf 6 kleine Häuser nieder |
| 1812 |
Wiederaufbau des Gemeinde(back)hauses, 1815/16 des Pfarrhauses, 1823/24 der Schule und 1830/32 der Kirche |
| 1813/15 |
Versprengte französische Soldaten schleppen auf ihrem Rückzug aus Russland den Typhus ins Dorf. Viele Menschen sterben infolge Ansteckung an der Krankheit |
| 1820 |
Verlegung des Friedhofs von der Kirche an seinen gegenwärtigen Standort |
| 1866 |
Aus Nassauern werden Preußen |
| 1913 |
Am Bußkreuz wird eine Fliegerstation eingerichtet. Mitte August verunglücken zwei Flugzeuge beim Landeanflug |
| 1916 |
Während des Ersten Weltkrieges führt die Petroleumknappheit zur beschleunigten Versorgung mit elektrischem Strom. Am 3. März brennen erstmals elektrische Straßenlampen |
| 1923 |
Die Häuser werden an die neue zentrale Wasserversorgungsanlage angeschlossen |
| 1926 |
Am 11. November wird die Postbuslinie Montabaur &dash Welschneudorf über Oberelbert eingerichtet |
| 1926/31 |
Rege Bautätigkeit im Ort |
| 1939/45 |
Im Zweiten Weltkrieg büßen 38 Oberelberter ihr Leben durch Kriegshandlungen ein |
| ab 1953 |
Ausweitung des Ortes durch neue Baugebiete |
| 1962 |
Bau der neuen Schule, 1964 Einweihung |
| 1966 |
Einführung der Müllabfuhr |
| 1972 |
Die Ortsgemeinde schließt sich der Verbandsgemeinde Montabaur an |
| 1982 |
In der Gemeinde findet kein Schulunterricht mehr statt |
| 1993/94 |
Bau der "Stelzenbachhalle", 1994 (25.11.) Einweihung |
| 1997 |
Oberelbert erwartet den 1000. Einwohner |
Der Gemeinderat aus Oberelbert setzt sich aus 17 Ratsfrauen und Ratsherren zusammen, einschließlich des nebenamtlichen Bürgermeister die bei der Kommunalwahl am 13. Juni 2004 in einer Mehrheitswahl ermittelt wurden.
Beschreibung:Der Ortsname Oberelbert ist im Wappen durch die beiden Elchschaufeln symbolisiert. Für die Erbenmühle steht das goldene achtspeichige Mühlrad oben in Blau. Der schräglinks verlaufende silberne Wellenbalken symbolisiert den Stelzenbach. Die Farben Blau und Gold stehen für die Zugehörigkeit zum ehemaligen Herzogtum Nassau. Die Kirche symbolisiert im Ortswappen der alte schmucke Dachreiter als silbernes Glockentürmchen mit den schwarzen Schallfenstern unten im roten Feld. Die Farben Rot und Silber sind die trierischen Wappenfarben.