Oberelbert in Rheinland-Pfalz


Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Westerwaldkreis
Verbandsgemeinde: Montabaur
Koordinaten: 50° 24′ N, 7° 49′ O
Höhe: 310 m ü. NN
Fläche: 3,45 km²
Einwohner: 1074
Bevölkerungsdichte: 311 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56412
Vorwahl: 02608
Kfz-Kennzeichen: WW
Gemeindeschlüssel: 07 1 43 057
Adresse der
Verbandsverwaltung:
Konrad-Adenauer-Platz 8
56410 Montabaur
Webpräsenz: www.oberelbert.de
Ortsbürgermeister: Karl Jung (Parteilos)
Lage der Gemeinde Oberelbert im Westerwaldkreis

Oberelbert ist eine Ortsgemeinde im Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz (Deutschland).

Geografie

Die Gemeinde erstreckt sich auf einer Höhenlage von 310 bis 340 m ü. NN.

Geografische Lage

Oberelbert liegt ca. 5 km südlich von Montabaur im Naturpark Nassau am Stelzenbach. Die Gemeinde gehört der Verbandsgemeinde Montabaur an.

Geschichte

vor 1200 Im Bann des Dorfes Humbach (Montabaur) besitzt der Erzbischof von Trier u.a. eine Wildhube zu Elewartin
1212/14 In dem ausgedehnten Waldgebiet um Humbach, dem Forst Spurginberch gibt es zwei Försterhuben zu Elwartin. Das sind Förster-Hofstellen mit im Wald eingeordenetem Ackerland.
1233 In einem Streit zwischen den Mitgliedern des Stifts St. Florin zu Koblenz geht es um die Nutzung des Waldes Pfaffenholz bei Elewarthe.
1362 Mit der Nennung von Niederelbert (inferiori Elewarten) kann auch auf das Bestehen von Oberelbert geschlossen werden.
1436 Oberelbert (Obern und Nyddern Elwart) ist erstmals namentlich nachzuweisen.
1463 In einem Vertrag vergleichen sich die Herren von Helfenstein als Inhaber der Grundherrschaft Elbert und die Dörfer Nieder Elbartt und Obern Elbartt wegen Abgaben der Bauern und einem Essen der Grundherren.
1476 spätestens jedoch seit 1584 besitzt Oberelbert eine Kapelle
vor 1500 Die „Zeche” Oberelbert ist Teil des Amtes und Bannes Montabaur. Nach der Teilung des Bannes Montabaur um 1550/60 kommt die Gemeinde zum Bann Holler.
1508 Die Vertreter von Ober- und Niederelbert erkennen nach altem Herkommen in einem „Weisentum” den Erzbischof von Trier ab als Oberherrn und die Herrn von Helfenstein als Gerichtsherrn an.
1519 Die Hälfte der Grundherrschaft Elbert überträgt der Erzbischof von Trier den Herrn von Nassau (zur Sporkenburg) als Lehen.
1602 Dreiviertel der Grundherrschaft befinden sich in den Händen der Herrn von Metternich. Das restliche Viertel ist kurtrierischer Kameralbesitz.
1630/36 In einem Teilabschnitt des 30jährigen Krieges - dem Dreißigjähriger Krieg#Schwedischer Krieg|Schwedischer Krieg]] - wird Oberelbert ganz zerstört und unbewohnbar. Etwa ab 1642 setzten langsam der Wiederaufbau und die Wiederbesiedlung ein.
1711 Neubau einer Kapelle
1770 Errichtung der Pfarrei mit Welschneudorf als Filiale.
1795 Die Dorfbewohner bringen ihr Vieh vor der plündernden französischen Revolutionsarmee in der Metternicher Heck in Sicherheit.
1802 Die bisher kurtrierischen Oberelberter werden nassauische Untertanen
1811 Am 12. September brennt das Dorf bis auf 6 kleine Häuser nieder
1812 Wiederaufbau des Gemeinde(back)hauses, 1815/16 des Pfarrhauses, 1823/24 der Schule und 1830/32 der Kirche
1813/15 Versprengte französische Soldaten schleppen auf ihrem Rückzug aus Russland den Typhus ins Dorf. Viele Menschen sterben infolge Ansteckung an der Krankheit
1820 Verlegung des Friedhofs von der Kirche an seinen gegenwärtigen Standort
1866 Aus Nassauern werden Preußen
1913 Am Bußkreuz wird eine Fliegerstation eingerichtet. Mitte August verunglücken zwei Flugzeuge beim Landeanflug
1916 Während des Ersten Weltkrieges führt die Petroleumknappheit zur beschleunigten Versorgung mit elektrischem Strom. Am 3. März brennen erstmals elektrische Straßenlampen
1923 Die Häuser werden an die neue zentrale Wasserversorgungsanlage angeschlossen
1926 Am 11. November wird die Postbuslinie Montabaur &dash Welschneudorf über Oberelbert eingerichtet
1926/31 Rege Bautätigkeit im Ort
1939/45 Im Zweiten Weltkrieg büßen 38 Oberelberter ihr Leben durch Kriegshandlungen ein
ab 1953 Ausweitung des Ortes durch neue Baugebiete
1962 Bau der neuen Schule, 1964 Einweihung
1966 Einführung der Müllabfuhr
1972 Die Ortsgemeinde schließt sich der Verbandsgemeinde Montabaur an
1982 In der Gemeinde findet kein Schulunterricht mehr statt
1993/94 Bau der "Stelzenbachhalle", 1994 (25.11.) Einweihung
1997 Oberelbert erwartet den 1000. Einwohner

Quelle: Oberelbert: Einblicke (Dorfchronik)

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat aus Oberelbert setzt sich aus 17 Ratsfrauen und Ratsherren zusammen, einschließlich des nebenamtlichen Bürgermeister die bei der Kommunalwahl am 13. Juni 2004 in einer Mehrheitswahl ermittelt wurden.

Wappen

Beschreibung:Der Ortsname Oberelbert ist im Wappen durch die beiden Elchschaufeln symbolisiert. Für die Erbenmühle steht das goldene achtspeichige Mühlrad oben in Blau. Der schräglinks verlaufende silberne Wellenbalken symbolisiert den Stelzenbach. Die Farben Blau und Gold stehen für die Zugehörigkeit zum ehemaligen Herzogtum Nassau. Die Kirche symbolisiert im Ortswappen der alte schmucke Dachreiter als silbernes Glockentürmchen mit den schwarzen Schallfenstern unten im roten Feld. Die Farben Rot und Silber sind die trierischen Wappenfarben.

Städtepartnerschaften

Partnergemeinde ist Fischbach/Rhön, auch Fischbach bei Bad Salzungen genannt. Fischbach/Rhön ist ein kleines Dorf in der Rhön in Thüringen in der Nähe Kaltennordheims.




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Informationsportal über Oberelbert in Rheinland-Pfalz - 25.5.2012