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Oberschneiding ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Straubing-Bogen. GeografieOberschneiding liegt am Übergang des Gäubodens zum niederbayerischen Hügelland (auch tertiäres Hügelland). Die Gemeinde Oberschneiding erstreckt sich über eine Fläche von 60,77 km² und umfasst neben dem Hauptort Oberschneiding die Ortschaften Büchling, Fierlbach, Grafling, Großenpinning, Hienhart, Hölldorf, Kleinpinning, Kleintaiding, Lichtenberg, Lichthof, Lichting, Meindling, Münchsdorf, Münchshöfen, Neubüchling, Neuhausen, Niederschneiding, Niederwalting, Noisling, Padering, Peinkofen, Rainting, Reißing, Rennerhof, Riedling, Schierlhof, Schnatting, Siebenkofen, Strähberg, Taiding und Wolferkofen. Von Oberschneiding aus hat man einen hervorragenden Blick auf den Gäuboden und die Stadt Straubing sowie den nördlich davon gelegenen Bayerischen Wald, bei guter Sicht kann man von den Erhebungen um Reißing bis zu den Alpen blicken. GeschichteJungsteinzeitDas Gebiet um Oberschneiding war bereits vor über 7000 Jahren besiedelt. Neben dem fruchtbaren Boden waren es wohl die Überschaubarkeit der Umgebung und die Nähe zum Wasser des Irlbaches, die die Menschen der Jungsteinzeit dazu bewegte, sich hier niederzulassen. Zeugen der Besiedlung sind zahlreiche Funde von Skeletten, Keramikscherben und Hüttenlehm. Aus der Zeit um 4000 v.Chr. wurden zahlreiche Funde im Bereich des Ortes Münchshöfen gemacht, war der Periode den Namen "Münchshöfener Kultur" erbrachte. Teile der Funde aus dem Gemeindegebiet sind im Gäubodenmuseum Straubing zu besichtigen. Erste urkundliche ErwähnungDie erste urkundliche Erwähnung erfolgte im Jahr 790. Im Brevivarius Urolfi, einem Güterverzeichnis des Kloster Niederaltaich, wird "Snudinga" genannt. "Snudinga" geht auf den Bajuwaren Snudo zurück, der sich während der Völkerwanderung mit seinem Gefolge hier niedergelassen hatte. Aus der Bezeichnung "Snudinga" entwickelte sich im Laufe der Zeit der Name "Schneiding". Die 1200-Jahr-Feier beging man im Jahr 1990 mit mehrtägigen Festlichkeiten. Die Hofmark OberschneidingVon 1319 bis 1801 war Oberschneiding eine offene Hofmark, Sitz war in Hienhart. Oberschneiding gehörte zum Rentamt und Gericht Straubing des Kurfürstentums Bayern. 1802 entstand das Patrimonialgericht Oberschneiding mit Sitz in Hienhart, zu dem auch noch Strähberg und Niederwalting gehörten. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde. Im Revolutionsjahr 1848 wurde das Patrimonialgericht aufgelöst. Die heutige Gemeinde entstand durch die Gebietsreform in den Jahren 1972 und 1978 aus den ehemaligen Gemeinden Großenpinning, Niederschneiding, Oberschneiding, Reißing, Wolferkofen sowie Teilen der Gemeinde Grafling und Oberpiebing. EinwohnerentwicklungAuf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 2.619, 1987 dann 2.419 und im Jahr 2000 2.689 Einwohner gezählt. Derzeit beläuft sich die Einwohnerzahl auf etwa 2.900. Der Hauptort Oberschneiding hat ca. 1.000 Einwohner, Reißing etwa 450. PolitikBürgermeister ist Ewald Seifert (CSU). Der Gemeinderat setzt sich in der aktuellen Legislaturperiode wie folgt zusammen:
WappenGespalten von Gold und Rot mit einem grünen Herzschild, darin fünf goldene Kornähren; Vorne ein wachsender, bärtiger, mit einem in der Mitte gegurteten und mit fünf goldenen Knöpfen besetzten blauen Rock bekleideter, golden gekrönter Mann, der in der Rechten ein silbernes Schwert zum Streich hält, hinten ein linksgewendeter springender Windhund; Die Figur des gekrönten Mannes mit Schwert stammt aus dem Wappen der Familie Dürnizl, in deren Besitz sich die Hofmark Oberschneiding von 1643 bis 1848 befand. Der springende Windhund symbolisiert die enge Verbindung zum Kloster Windberg, das im Bereich der Gemeinde ebenfalls reich begütert war. Die fünf Kornähren im Herzschild verweisen auf den Getreideanbau in der Gäubodengemeinde und erinnern auch daran, dass sich Oberschneiding seit der kommunalen Gebietsreform 1972/78 aus fünf ehemals selbstständigen Gemeinden (Oberschneiding, Niederschneiding, Wolferkofen, Großenpinning, Reißing) zusammensetzt. Kultur und SehenswürdigkeitenSehenswürdigkeiten: Bauwerke
Wirtschaft und InfrastrukturWirtschaft sowie Land- und ForstwirtschaftEs gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 29, im produzierenden Gewerbe 113 und im Bereich Handel und Verkehr 38 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 140 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 765. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 13 Betriebe, im Bauhauptgewerbe 3 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 162 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 4818 ha, davon waren 4735 ha Ackerfläche und 82 ha Dauergrünfläche. BildungIm Jahr 1999 existierten folgende Einrichtungen:
Persönlichkeiten
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