Obhausen in Sachsen-Anhalt


Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Landkreis: Merseburg-Querfurt
Verwaltungsge-
meinschaft:
Weida-Land
Koordinaten: 51° 24′ N, 11° 40′ O
Höhe: 176 m ü. NN
Fläche: 26,34 km²
Einwohner: 1907
Bevölkerungsdichte: 72 Einwohner je km²
Postleitzahl: 06268
Vorwahl: 034771
Kfz-Kennzeichen: MQ
Gemeindeschlüssel: 15 2 61 042
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Gemeindebüro
06268 Obhausen
Webpräsenz: www.obhausen.de
Bürgermeister: Kay-Uwe Böttcher (CDU)

Obhausen ist eine Gemeinde im Landkreis Merseburg-Querfurt in Sachsen-Anhalt.

Geografie

Geografische Lage

Obhausen liegt zwischen Halle (Saale) und Nordhausen. Die Gemeinde gehört der Verwaltungsgemeinschaft Weida-Land an, die ihren Verwaltungssitz in der Gemeinde Nemsdorf-Göhrendorf hat.

Gemeindegliederung

Als Ortsteile der Gemeinde sind ausgewiesen:

  • Altweidenbach
  • Döcklitz
  • Neuweidenbach

Geschichte

In einem zwischen 881 und 899 entstandenen Verzeichnis des Zehnten des Klosters Hersfeld wird Obhausen als zehntpflichtiger Ort Hubhusa im Friesenfeld erstmals urkundlich erwähnt. [1]

999 wurde die Gemeinde als Upphusun morcha urkundlich erwähnt.

Bestehend aus den Pfarrort St. Petri mit seinen Filialen St. Johannis und St. Nicolai, welche zum Kapitel Merseburg gehörten. Später auch den Grafen von Mansfeld, den Edlen von Querfurt gehörig, welche diese an die v. Gleina (15. Jh.), v. Kötzschen (17. Jh.), die v. Rockhausen (1586-1752), dann die v. Nostitz u.a. weiter belehnten.

Der Familie v. Rockhausen auf Kirchscheidungen gehörte das das Erb- und Frei-Allodial- Rittergut Obhausen sei 1586. Letzte Besitzer waren der Kreiskommissar des Thüringischen Kreises Georg Friedrich von Rockhausen, Herr auf Obhausen, Leimbach und Albersroda und sein einziger Sohn Friedrich August von Rockhausen.

Die Erfurter Schriftstellerin Sidonia Hedwig Zäuneman verfasst alläßlich der Hochzeit am 8. Oktober 1736 im Schloß Obhausen die Hochzeits-Gedichte: „Da jetzo der Reichsfreyherr Stettner von Grabenhoff , mit seiner Braut der schönen Fräulein von Rockhausen mit viel Vergnügen wird getraut.” und „Auf eben diese Vermählung”.

Nachdem im November 1750 durch einen Brand fast alle Hof- und Wirtschaftsgebäude in Obhausen zerstört wurden, verkauften sie 1752 ihren Besitz an die Familie von Nostitz (Adelsgeschlecht) auf Obhausen.

Politik

Bürgermeister

Der ehrenamtliche Bürgermeister Kay-Uwe Böttcher wurde erstmals am 12. Juni 1994 gewählt.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

  • Westlich des Gemeindegebiet verläuft die Bundesstraße 180 von Hettstedt nach Naumburg (Saale). Die Bundesautobahn 38 wird nördlich der Gemeinde gebaut..

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

  • Hermann Heinze (1860-1920), Cafétier in Hamburg

Literatur

  • Quelle:
    • Sidonia Hedwig Zäuneman (* 1714 † 1740) Gedichtband „Poetische Rosen in Knospen” 1738
    • Rüdiger Bier: 1500 Jahre Geschichte und Geschichten der herrschaftlichen Sitze zu Kirchscheidungen und Burgscheidungen.



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Informationsportal über Obhausen in Sachsen-Anhalt - 25.5.2012