Oederan in Sachsen


Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Regierungsbezirk: Chemnitz
Landkreis: Freiberg
Verwaltungsge-
meinschaft:
Oederan
Koordinaten: 50° 52′ N, 13° 10′ O
Höhe: 400 m ü. NN
Fläche: 55,85 km²
Einwohner: 7935
Bevölkerungsdichte: 142 Einwohner je km²
Postleitzahl: 09569
Vorwahl: 037292
Kfz-Kennzeichen: FG
Gemeindeschlüssel: 14 1 77 340
Stadtgliederung: 7 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Markt 5
09569 Oederan
Webpräsenz: www.oederan.de
Bürgermeister: Gernot Krasselt (CDU)
Lage der Stadt Oederan im Landkreis Freiberg

Oederan ist eine Kleinstadt im sächsischen Landkreis Freiberg.

Geografie

Zu Oederan gehören weiterhin die Ortsteile Börnichen, Gahlenz, Görbersdorf, Kirchbach, Schönerstadt, Breitenau und Lößnitztal.

Geschichte

Im 12. Jahrhundert legten Bauern als Vorläufer der Stadt ein Waldhufendorf an. Der Sage nach erhielt die Stadt ihren Namen nach einem Kaufmann Ranius und einer Inschrift auf seinem Grabe „Edda Ranio” (also Edda dem Ranius). 1286 wurde der Ort urkundlich und 1292 erstmals als Stadt erwähnt. Grabungen haben ergeben, daß Oederan mindestens seit der 1. Hälfte des 13. Jahrhunderts existierte. Die bedeutendsten Gewerbe seit dem Mittelalter waren die Tuchmacherei (1457) und die Leinenweberei (1507). 1583 erhielt die Stadt vom Kurfürsten August I. von Sachsen das Privileg einer „Freien Bergstadt”.

Eingemeindungen

Am 1. Januar 2007 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Gahlenz eingemeindet.

Politik

Stadtrat

Mandatsverteilung im Stadtrat 2004

  • 9 CDU
  • 7 Freie Wählergemeinschaft
  • 5 PDS
  • 1 SPD

Wahlbeteiligung: 55,19 %

Bürgermeister

Bürgermeister ist Gernot Krasselt (CDU)

Städtepartnerschaften

  • Achères in Frankreich
  • Großkrotzenburg in Hessen

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Das wichtigste ältere Bauwerk Oederans ist die gotische Hallenkirche, die stark historistisch überprägt wurde. In ihr befindet sich eine Silbermann-Orgel von 1727.

Überregional bedeutend ist außerdem das Renaissancerathaus mit einem verzierten Eckerker. Das Gebäude wurde im barock stark überprägt. Markant ist der vom Freiberger Ratszimmermeister Johann Gottlieb Ohndorff errichtete Dachreiter.Im Rathaus ist ein Museum für Weberei, das so genannte „webMUSEUM” eingerichtet. Hier kann man selbst das Weben an einem frühneuzeitlichen Webstuhl versuchen.

Eine der größten Sehenswürdigkeiten des Ortes ist das „Klein-Erzgebirge”, der älteste Miniaturpark Deutschlands. In einer Parkanlage sind im Miniaturmaßstab 1:25 etwa 160 Sehenswürdigkeiten des Erzgebirges, sowie ganz Sachsens und auch Nordböhmens nachgebaut worden. Eine Gartenbahn, viele bewegliche Objekte und zahlreiche Gags runden die Nachbildung ab.

Im Jahr 2006 wurden die „Märchenhaften Wasserwelten” als ein Erlebnispfad mit dem kühlen Nass in der Verbindung vom „Klein-Erzgebirge” zur Oederaner Altstadt hin, als einmaliges Erlebnis in der Region, eingeweiht.

Eine weitere Einrichtung im Ort ist die Volkskunstschule. In einem sanierten ehemaligen Spital können Kinder kreativ basteln und spielen, oder sich künstlerisch beim Schnitzen und Malen betätigen. Aber auch für Erwachsene bieten sich einige Möglichkeiten, wie etwa das Töpfern an.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Durch Oederan verläuft die Bundesstraße 173, über welche man in westlicher Richtung Chemnitz (22 km), sowie in östlicher Richtung Freiberg (15 km) und Dresden (50 km) erreicht. Über die Autobahn A 4, Abfahrten Hainichen oder Frankenberg, erreicht man die Stadt innerhalb einer halben Stunde.

Außerdem besitzt Oederan einen Bahnhof an der Sachsen-Franken-Magistrale. Dieser wird im 2-Stunden-Takt von der IRE-Linie 3 Dresden–Zwickau–Hof, sowie im Stunden-Takt von der RE-Linie 30 Dresden–Zwickau bedient. Chemnitz Hbf erreicht man in 20 min, Dresden Hbf in 48 min und Zwickau Hbf in 61 min.

Bildung

  • Grundschule Oederan
  • Mittelschule Oederan


Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

  • Minna Planer (* 5. September 1809 in Oederan; † 25. Januar 1866 in Dresden) (Frau Richard Wagners)
  • Adolf Gottlieb Fiedler - (1771-1850) - Unternehmer in Sachsen und Polen.

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben

  • Dr. h. c. Richard Heyder (1884–1984), Nestor der sächsischen Vogelkunde und Herausgeber des Werkes
"Die Vögel des Landes Sachsen" [Leipzig 1952, Akademische Verlagsgesellschaft Geest & Portig K.-G.]



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Informationsportal über Oederan in Sachsen - 25.5.2012