
|
Oederquart ist eine Gemeinde im Norden des Landkreises Stade. Sie ist Teil der Samtgemeinde Nordkehdingen. GeschichteSiedlungsgeschichtlich lässt sich die Vergangenheit des Ortes in drei Perioden einteilen. Nach der Chauken- oder Sachsenzeit wurde Oederquart Ziel der Holländer-Kolonisation des 12. Jahrhunderts sowie der sogenannte Bruch- und Moor–Kolonisation der letzten Jahrhunderte. Oederquart wurde 1331 erstmals urkundlich erwähnt. Am 5. Februar 1975 wurde von der Gemeinde Oederquart ein Kinderspielkreis für Kinder im Vorschulalter eingerichtet. Nachdem die Betreuungszeiten im Laufe der Jahre immer mehr ausgeweitet wurden, entstand zwischen Sommer 1992 März 1993 ein neuer Kindergarten. Einwohnerentwicklung
NamensentwicklungAuf die erste Zeit der Wurtensiedlungen weist schon versteckt der Ortsname Oederquart hin, der eine Entstellung der alten Schreibweise Oderichwart oder Oderikwordt darstellt. Ein gewisser Oderich oder Oderik wird sich hier wohl auf einer sandbankartigen Insel die erste Wurt errichtet haben. Vielleicht sieht man sie noch in dem Hügel bei Oerichsheil. Als die urkundliche Schreibweise auftaucht, wechselt sie vielgestaltig: 1331 Oderkort, Oderquerd, 1346 Oderkart, 1347 Oderquart, 1357 Oderquart, 1420 Oderquat, 1448 Odernkwurdt, 1459 Oderkwart (an der alten Kirchenglocke), 1500 Oderckwurdt, 1507 Oderiquardt und Oderkwurdt, 1555 Orquark, 1566 Orquardt, 1581 Oderquart, 1584, 1586, 1612, 1618, 1620 entweder Oderquart, Oderquardt oder Oderquartt. Auf Melchior Lorichs „sehr spezieller Charte des Elbstroms” von 1568 wird der Ort Orckwardt genannt. Nördlich dicht dabei ist ein schlossartiges Gebäude dargestellt mit der Bezeichnung Ohrborg, welches ohne Zweifel das jetzige Gut Oerichsheil bedeuten soll. Heinrich Otto von der Decken, gestorben 1681, bemerkt, sein Wohnsitz habe seinen Namen von Oderichswart oder Oderichswert und wurde von Alters her, auch jetzo Odrichsheil oder Oedrichsheil genannt. Da der eigentliche Ort Oederquart zur Klinter Bauernschaft gehört, ist wohl die Vermutung nicht von der Hand zu weisen, daß die dortigen ersten Siedlungen noch älter sein dürften. Der Name Klinten besagt soviel wie Abhang, Abfall des Landes, Senkung nach einer Tiefe, vielleicht zum sogen. Seegebiet zur Sietwende. Auf Lorichs Karte findet man eine mit Bäumen geschmückte Haufensiedlung als Ohrdorp angegeben; vielleicht ist Klinten gemeint. Die Schreibweise der Ortschaften ist erst ab 1777 durch die statistisch-topographische Sammlung des Ofterholzer Oberamtmanns Scharf so ziemlich geregelt worden. Aus der Oederquarter Gemeinde-Chronik (verfasst von Hermann Poppe, 1955) PolitikGemeinderatDer Gemeinderat hat elf Mitglieder. Seit der letzten Kommunalwahl am 9. September 2001 setzt er sich wie folgt zusammen:
Dem Rat gehören lediglich zwei Frauen an. Eine ist Mitglied der FWG-Fraktion, die andere ist Teil der SPD-Fraktion. BürgermeisterBürgermeister ist der FWG-Ratsherr Hans - Heinrich Janßen. Sein Stellvertreter Jan Sumfleth ist gleichzeitig der Fraktionsvorsitzende der FWG. Kultur und SehenswürdigkeitenGeschichte
SportFür die sportliche Betätigung der Einwohner zeichnet der MTSV Oederquart von 1922 e.V. verantwortlich. Kulinarische SpezialitätenKehdinger Hochzeitssuppe Wirtschaft und InfrastrukturÖffentliche EinrichtungenDie Gemeinde betreibt einen Kindergarten, den maximal 35 Kinder gleichzeitig besuchen können. Sie werden von drei Erzieherinnen betreut. Oederquart verfügt zudem über eine eigene Gemeindebücherei. In ihr stehen etwa 1.200 Bücher zur Ausleihe bereit. Die Titelauswahl beschränkt sich jedoch hauptsächlich auf Kinder- und Jugendbücher sowie Unterhaltungsliteratur. Geöffnet hat die Bücherei nur einmal in der Woche, jeweils Donnerstags zwischen 15.00 und 16.30 Uhr. Neben den normalen Betrieb finden von Zeit zu Zeit auch gesonderte Veranstaltungen statt, wie beispielsweise Buchaussstellungen. TourismusDer Ort liegt an der Deutschen Fährstraße. Texte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz. Eine Liste der Autoren und Fotografen, sowie den Originaltext finden Sie hier. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
