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Oestrich-Winkel ist eine Stadt im Rheingau-Taunus-Kreis in Hessen, Deutschland. GeografieGeografische LageDie rund 12 000 Einwohner zählende Ortschaft ist eine junge Stadt und entstand erst im Jahre 1972 mit dem Zusammenschluss der bis dahin selbständigen Gemeinden Mittelheim, Oestrich und Winkel bzw. 1976 durch Eingliederung der Gemeinde Hallgarten im Rahmen einer Gebietsreform. Der Schnittpunkt 50. Breitengrad nördlich / 8. Längengrad östlich liegt exakt im Ortsteil Winkel. Nachbargemeinden und -kreiseOestrich-Winkel grenzt im Norden an die Stadt Lorch, die Gemeinden Welterod (Rhein-Lahn-Kreis in Rheinland-Pfalz), Heidenrod und Schlangenbad, im Osten an die Stadt Eltville, im Süden an die Stadt Ingelheim (Landkreis Mainz-Bingen in Rheinland-Pfalz), sowie im Westen an die Stadt Geisenheim. PolitikStadtratOestrich-Winkel zählt zum Rheingau-Taunus-Kreis. Bürgermeister ist Paul Weimann. PartnerschaftenDie Stadt Oestrich-Winkel unterhält partnerschaftliche Beziehungen zu
WappenDas Wappen von Oestrich-Winkel zeigt ein verkehrtes silbernes "Z", beiderseits von einem goldenen Stern begleitet. Das "Z" stellt eine Wolfsangel bzw. einen Doppelhaken dar, offenbar eine Darstellung aus der Verwendung zur Abwehr von Wölfen in früheren Zeiten. Das Stadtwappen stammt aus dem 17. Jahrhundert. Kultur und SehenswürdigkeitenWeinkulturOestrich-Winkel ist geprägt vom Weinbau. Folgende Lagen werden bewirtschaftet:
SehenswürdigkeitenDer Oestricher Kran, das Wahrzeichen des Stadtteils Oestrich, ist ein ehemaliger Weinverladekran aus dem 18. Jahrhundert zum Be- und Entladen von Schiffen. 1745 fertiggestellt arbeitete er bis 1926. Im Inneren des Kranes befinden sich zwei Tret- oder Laufräder, in denen je zwei Männer durch ihre Körpermasse eine Seilwinde in Bewegung setzten, um damit die Schiffladung zu heben. Es ist der letzte erhaltene Weinladekran am rechtsseitigen Rheinufer. Früher gabe es auch Kräne in Lorch, Eltville und Rüdesheim. Noch existierende Kräne am Rhein finden sich in Andernach (Stein; verlud Tuffsteine, Mühlsteine und Weinfässer) und Bingen (Holz, verlud hauptsächlich Weinfässer). In Mittelheim findet sich eine der ältesten Steinkirchen Deutschlands, die St.-Aegidius-Basilika. In Winkel steht das älteste erhaltene Steinhaus Deutschlands, das "Graue Haus". Lange Zeit meinte man, dass Rabanus Maurus 856 dort wohnte und starb. Schloss Vollrads mit seinem uralten Wasserturm gehört - außerhalb Winkels gelegen - ebenfalls zu den beachtenswerten Sehenswürdigkeiten. In der Ortsmitte steht das Brentanohaus. Hier hat Goethe sich 1814 für einige Zeit als Gast der Frankfurter Bankiersfamilie Brentano aufgehalten. Kinder der Familie sind Clemens, Gunda und Bettina Brentano. Karoline von Günderrode, eine Freundin von Bettina, erstach sich 1806 hier in Winkel aus Liebeskummer und Lebensüberdruss am Rheinufer. In der Scheune gegenüber dem Brentano-Haus befindet sich seit 2003 das Kultur-Haus "Brentano-Scheune". Regelmäßige VeranstaltungenRegelmäßige Veranstaltungen sind das Lenchenfest, der Dippemarkt, ein Weihnachtsmarkt und die Jazzwoche. Wirtschaft und InfrastrukturBildungseinrichtungenOestrich-Winkel ist seit 1980 Sitz der bekannten Hochschule European Business School (EBS). Weitere Bildungseinrichtungen sind unter anderem die Clemens-Brentano-Schule (Grund- und Hauptschule), die Rabanus-Maurus-Schule (Grund- und Hauptschule mit Förderstufe) und die Grundschule Hallgarten. VerkehrOestrich-Winkel liegt direkt an der Bundesstraße 42, die insbesondere Richtung Osten gut ausgebaut ist und bei Wiesbaden nahtlos in die A 66 übergeht. Die Stadt liegt an der Bahnstrecke Frankfurt am Main—Wiesbaden—Oestrich-Winkel—Koblenz und gehört dem Rhein-Main-Verkehrsverbund an. Außerdem pendelt zwischen 6 und 21 Uhr von Mittelheim eine Fähre über den Rhein nach Ingelheim, wo ein Anschluss an die A 60 besteht. Söhne und Töchter der Stadt
Bekannte Persönlichkeiten
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