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Östringen ist eine Stadt im Landkreis Karlsruhe in Baden-Württemberg. Hier leben knapp 12.680 Einwohner (Stand: September 2006) auf einer Gemarkungsfläche von 5322 ha. Östringen liegt im Norden des Kreisgebietes am westlichen Rand des Kraichgaus zwischen den Ballungsräumen Karlsruhe und Heidelberg/Mannheim. Bis zur Kreisreform am 1. Januar 1973 gehörte Östringen zum Landkreis Bruchsal. Aufgrund seiner zentralörtlichen Funktionen für das Umland erhielt Östringen 1981 von der Landesregierung die Stadtrechte zuerkannt. Geografie und StadtgliederungStadtteileZu Östringen gehören, neben der Kernstadt Östringen, die Stadtteile Odenheim, Tiefenbach und Eichelberg. Kernstadt ÖstringenIn der Kernstadt Östringen leben ca. 7200 Einwohner auf 1624 ha. OdenheimOdenheim zählt ca. 3700 Einwohner auf ca. 2100 ha Fläche und gehört seit dem 1. Januar 1974 zu Östringen. Odenheim liegt im Katzbachtal mitten im beschaulichen Kraichgauer Hügelland. In Urkunden wird Odenheim erstmals im Jahre 769 erwähnt. Ab dem 12. Jahrhundert war die Geschichte Odenheims eng verknüpft mit dem in der Nähe gegründeten Benediktinerkloster „Wigoldsberg”; später unter dem Namen „Stift Odenheim” bekannt. Die Ermordung Siegfrieds könnte der Nibelungensage nach bei dem in Odenheim befindlichen Siegfriedsbrunnen stattgefunden haben. Das heutige Ortsbild Odenheims wird geprägt von der auf dem Kirchberg stehenden St.Michaelskirche und dem alten Rathaus mitten im Ort. Odenheim verfügt als einziger Ortsteil der Gemeinde Östringen über einen Bahnhof. Die S 31 des KVV verkehrt halbstündlich auf der Strecke Odenheim-Karlsruhe. TiefenbachTiefenbach ist ein kleines Dorf mit ca. 1200 Einwohnern auf 917 ha und gehört wie Eichelberg seit dem 1. Januar 1972 zu Östringen. Seit einigen Jahren ist Tiefenbach auch durch seinen Golfplatz "Baden Golf and Country Club" bekannt. EichelbergDie Gemeinde Eichelberg, wurde am 1. Januar 1972 nach Östringen eingegliedert. Bis zur Eingemeindung gehörte Eichelberg zum Landkreis Sinsheim. In Eichelberg leben ca. 700 Einwohner auf 673 ha. GeografieEtwa ein Drittel der Gemarkungsfläche nehmen ausgedehnte Laubwälder ein. Durch die Kernstadt Östringen fließt der Freibach, die Stadtteile Tiefenbach und Odenheim werden vom Katzbach durchflossen. Höchste Erhebungen sind die Gewanne Kasperhäusel und Tannenbaum bei Östringen, der Kapellenberg bei Eichelberg, der Schindelberg bei Odenheim und der Kreuzberg bei Tiefenbach. Die Gesamtgemarkung liegt zwischen 155 und 302 Metern über NN. NachbargemeindenFolgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Östringen, sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Osten genannt: Eppingen (Landkreis Heilbronn), Kraichtal, Ubstadt-Weiher, Bad Schönborn (alle Landkreis Karlsruhe), Mühlhausen, Angelbachtal und Sinsheim (alle Rhein-Neckar-Kreis). GeschichteDie Siedlungen Östringen und Odenheim gehen ins 8. Jahrhundert auf Gründungen der Römer zurück. Erstmalig urkundlich erwähnt wird Östringen im Jahre 764 im Codex des Klosters Lorsch. 769 taucht in diesen Dokumenten auch Odenheim als Otemheim auf. Um 1108 gründen Benediktinermönche aus Hirsau auf der heutigen Gemarkung Eichelberg das Kloster Wigoldesberg, später Stift Odenheim. In diesem Zusammenhang werden im Jahre 1122 die Siedlung Tiefenbach als Tiephenbach und im Jahre 1161 die Siedlung Eichelberg erstmals urkundlich erwähnt. Die Geschichte der Siedlungen ist eng verknüpft mit dem Kloster. Für die wirtschaftliche Entwicklung spielt der Weinbau, den die Mönche hier einführen, eine große Rolle. Im Jahre 1496 wird das Kloster in ein weltliches, freiadliges Ritterstift umgewandelt. Im 19. Jahrhundert entwickelt sich in Östringen und Odenheim eine florierende Zigarrenindustrie. Eichelberg und Tiefenbach leben weiterhin überwiegend von der Landwirtschaft, insbesondere vom Weinbau. Am 11. Juli 1981 wird Östringen vom damaligen Innenminister von Baden-Württemberg und späteren Bundespräsidenten Roman Herzog in den Stand einer Stadt erhoben. Seit 1998 fährt die Stadtbahn der Karlsruher Verkehrsbetriebe vom Karlsruher Hauptbahnhof über Bruchsal nach Odenheim. ReligionenÖstringen ist traditionell römisch-katholisch geprägt. So hat auch heute noch jeder der vier Teilorte seine eigene katholische Kirche. Darüber hinaus gibt es in Östringen und Odenheim auch je eine evangelische Gemeinde. PolitikBürgermeister
StadtratDie Stadtratswahl vom 13. Juni 2004 brachte folgendes Ergebnis:
Partnerstädte
Wirtschaft und InfrastrukturVerkehrDurch die Bundesstraße B 292 (Bad Schönborn - Lauda-Königshofen ist Östringen an das überregionale Straßennetz angebunden. Die Katzbachbahn (nach Ubstadt und von dort weiter nach Bruchsal), auf der die S31 des Karlsruher Verkehrsverbundes fährt, verbindet den Ortsteil Odenheim mit dem Schienennetz. Bis zur Stillegung führte die Bahn über Tiefenbach (bis 1975) und Eichelberg (bis 1960) weiter nach Hilsbach. Ansässige UnternehmenWichtigste Arbeitgeber sind das 1963 errichtete größte Nylonfaserwerk Europas der Firma Invista (ehemals DuPont und ICI) und der Faserverbundwerkstoff-Hersteller Cytec. Weitere wichtige Arbeitgeber sind der Hersteller von Planetengetrieben SEW-Eurodrive, die Bäckerei und Konditorei Rothermel, das Reisebusunternehmen Hassis sowie das Odenheimer Kaufhaus "Schorle". WeinbauNach wie vor spielt auch der Weinbau eine große Rolle. Auf ca. 230 ha Rebfläche werden bekannte Lagen wie Odenheimer Königsbecher, Tiefenbacher Stiftsberg oder Eichelberger Kapellenberg angebaut. BildungIn Östringen ist das komplette Schulangebot des dreigliederigen Schulwesens vorhanden: Auf dem Leibniz-Gymnasium kann das Abitur abgelegt werden. In der Kernstadt gibt es darüber hinaus noch die Thomas-Morus-Realschule, die Silcher-Grund- und Hauptschule und eine reine Grundschule. Der Stadtteil Odenheim verfügt über eine eigene Grund- und Hauptschule und Tiefenbach über eine eigene Grundschule. Vereine
SehenswürdigkeitenMuseen
Bauwerke
Naturdenkmäler
Regelmäßige Veranstaltungen
PersönlichkeitenSöhne und Töchter der Stadt
Weitere PersönlichkeitenChristian Zeitz (* 1980 in Heidelberg), deutscher Handballnationalspieler Literatur
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