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Offenau ist eine Gemeinde im Landkreis Heilbronn in Baden-Württemberg. Sie gehört zur Randzone der Metropolregion Stuttgart. GeografieGeografische LageOffenau liegt im Norden des Landkreises Heilbronn im mittleren Neckartal, direkt an der Binnenwasserstraße Neckar. NachbargemeindenNachbarstädte Offenaus sind (im Uhrzeigersinn, beginnend im Süden): Bad Wimpfen, Bad Rappenau, Gundelsheim und Bad Friedrichshall, die alle zum Landkreis Heilbronn gehören. Mit Oedheim und Bad Friedrichshall ist Offenau eine Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft eingegangen. GemeindegliederungOffenau ist eine selbstständige Gemeinde ohne weitere Ortsteile. GeschichteOffenau wurde als Offenheim in einer Urkunde des Klosters Lorsch 767 erstmals erwähnt. Eine Solequelle in Offenau wurde unter der Herrschaft des Deutschen Ritterordens etwa seit 1560 zu Heilzwecken genutzt. 1754 wurde die Saline „Clemenshall” gegründet, im Anschluss daran entstand der heutige Altort als Arbeitersiedlung sowie 1790 das Kurhotel „Linde” mit Badeeinrichtungen und Kurpark. Bei der Auflösung des Deutschen Ordens wurde Offenau 1805 selbstständige Gemeinde innerhalb des Königreichs Württemberg. Der Kurbetrieb verhalf dem Ort im 19. Jahrhundert zum Bädertitel Bad Offenau und florierte insbesondere, nachdem der Ort 1879 einen Bahnhof erhielt. Der Kurbetrieb kam nach dem Ersten Weltkrieg zum Erliegen. Die Saline wurde 1929 geschlossen. Die meisten Salinengebäude wurden in den 1960er Jahren abgerissen, das letzte verbliebene Gebäude brannte 1981 aus. Das ehemalige Salinengelände ist heute mit dem neuen Rathaus und dem Feuerwehrmagazin überbaut. An die Saline erinnert nur noch das außerhalb des früheren Salinengeländes befindliche Salzmagazin von 1780. Nach schweren Hochwasserschäden in den Jahren 1993, 1995 und 1997 wurde am Neckarufer in Offenau zwischen 2000 und 2003 ein Hochwasserschutz aus einem 2100 Meter langen Staudamm und vier Pumpwerken errichtet. Die knapp 9 Millionen Euro teure Anlage bestand noch vor ihrer offiziellen Einweihung im Frühjahr 2004 ihre Bewährungsprobe. ReligionenOffenau war Filialgemeinde von Duttenberg und gehörte zum Bistum Worms. 1438 erhielt es eine eigene Kirchengemeinde. PolitikGemeinderatDie Gemeinderatswahl vom 12. Juni 2004 ergab folgendes Ergebnis:
Weiteres Mitglied des Gemeinderates und dessen Vorsitzender ist der Bürgermeister. Wappen und FlaggeBlasonierung: In Blau ein goldener Reichsapfel, darüber drei (1:2) aneinandergerückte silberne Salzwürfel. Das Wappen wird in dieser Form seit 1939 von der Gemeinde geführt. Der Reichsapfel erschien seit Beginn des 20. Jahrhunderts in Gemeindesiegeln Offenaus; seine Bedeutung für den Ort ist nicht geklärt. 1938 legte die württembergische Archivdirektion die Farben des Wappens fest und schlug zur Unterscheidung von ähnlichen Wappen die drei Salzwürfel vor, die auf das Salzvorkommen in Offenau hinweisen. Das Recht zur Führung dieses Wappens wurde der Gemeinde vom Innenministerium Baden-Württemberg am 4. März 1963 verliehen. Die Flagge der Gemeinde ist Gelb-Blau. Kultur und SehenswürdigkeitenBauwerke
Regelmäßige VeranstaltungenDas „Kornlupferfest” ist ein besonderer Anziehungspunkt in Offenau. Es findet jeweils am vorletzten Juli-Wochenende statt und wird von den im „Arbeitskreis Offenauer Vereine” zusammengeschlossen örtlichen vereinen veranstaltet. Von Samstag bis Montag feiern die Kornlupfer ihr Traditionsfest, das dem Besucher Dörflichkeit und landwirtschaftliche Herkunft vermittelt. Wirtschaft und InfrastrukturAufgrund seiner verkehrsgünstigen Lage hat der Ort eine stabile und ausgewogene Infrastruktur mit Einzelhändlern, Handwerk, Dienstleistern und Industrie. 1971 siedelte sich die Südzucker AG in Offenau an, deren Fabrik zur Gewinnung von Zucker aus Zuckerrüben heute der wichtigste Arbeitgeber der Gemeinde ist. VerkehrOffenau liegt an der Bundesstraße 27 und an der Bahnstrecke von Heidelberg nach Bad Friedrichshall (Neckartalbahn). MedienÜber das Geschehen in Offenau berichtet die Tageszeitung Heilbronner Stimme in ihrer Ausgabe NM, Nord-Mitte. Texte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz. Eine Liste der Autoren und Fotografen, sowie den Originaltext finden Sie hier. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
