Ohlstadt in Bayern


Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Garmisch-Partenkirchen
Verwaltungsge-
meinschaft:
Ohlstadt
Koordinaten: 47° 38′ N, 11° 14′ O
Höhe: 665 m ü. NN
Fläche: 41,17 km²
Einwohner: 3298
Bevölkerungsdichte: 80 Einwohner je km²
Postleitzahl: 82441
Vorwahl: 08841
Kfz-Kennzeichen: GAP
Gemeindeschlüssel: 09 1 80 127
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausplatz 1
82441 Ohlstadt
Webpräsenz: www.ohlstadt.de/ohlstadt/start.html
Bürgermeisterin: Ingrid Bässler (Unabhängige Wählergem.)

Ohlstadt ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Garmisch-Partenkirchen und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Ohlstadt mit den weiteren Mitgliedsgemeinden Eschenlohe, Großweil und Schwaigen.

Geografie

Ohlstadt liegt in der Region Werdenfels.

Es existieren folgende Gemarkungen: Ohlstadt, Weichs, Schwaiganger, Pömmetsried, Bartlmähmühle.

Geschichte

In einer Schenkungsurkunde vom 31. Juli 835, in der ein Ehepaar namens Alprich und Imma sowie deren Sohn Diakon Zotto ihren Besitz zu "Auwolfstetin" dem nahen Kloster Schlehdorf übereignen, tritt der Name Ohlstadt für das Dorf unterm Heimgarten erstmals schriftlich in Erscheinung.

Funde in Weichs im Ortsbereich gehen bis in die Keltenzeit zurück. Eine Besiedlung lässt sich nach den Funden in der Schauenburg ("Schauenburger Scherben") bis in die Mittlere bis Späte Bronzezeit um 1700 bis 1250 v. Chr. nachweisen. Ohlstadt ist alter Kulturboden, den im Altertum auch Römer, Germanen und Hunnen durchzogen.

Südöstlich von Ohlstadt erhebt sich auf einem Felsvorsprung 904 m ü. d. M. die "Veste Schauenburg", das alte "castrum Skoyenburg", als älteste Höhenburg des Loisachtales. 1096 war Rudolf von Owelstadt Besitzer der Burg.

Aus dem Herrschaftsbezirk um die Schauenburg entwickelte sich die "Hofmarch Ollstadt", die das Kloster Schlehdorf 1493 kaufte und danach die niedere Gerichtsbarkeit bis 1803 ausübte. Während der Klosterherrschaft verfiel die alte, geschichtsträchtige Burg, und so sind heute keine Gebäudereste mehr vorhanden.

Ohlstadt gehörte zum Kloster Schlehdorf. Der Ort war Teil des Kurfürstentums Bayern und bildete eine geschlossene Hofmark, die 1803 mit dem Kloster aufgehoben wurde.

Einwohnerentwicklung

Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 2427, 1987 dann 2609 und im Jahr 2000 3243 Einwohner gezählt.

Politik

Bürgermeister ist Ingrid Bässler (Unabhängige Wählergemeinschaft).

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 1606 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 310 T€.

Wappen

Die Wappenbeschreibung lautet: In Blau über einem silbernen Schöpfrad ein goldener Pferderumpf. Das Wappen Ohlstadts, oben einen Pferdekopf darstellend, versinnbildlicht das nahegelegene Bayerische Haupt- und Landgestüt Schwaiganger mit seiner tausendjährigen Geschichte. Der untere Teil zeigt ein Wasserrad, das auf die langjährige Wetzsteinmacherei hinweist. Seit der Gebietsreform im Jahre 1978 ist die Gemeinde Ohlstadt Sitz einer Verwaltungsgemeinschaft, zu der die Gemeinden Eschenlohe, Schwaigen und Großweil gehören.

Wirtschaft und Infrastruktur

Ohlstadt liegt fast direkt an der Autobahn zwischen München und Garmisch-Partenkirchen und der Bundesstraße 2 gelegen. Außerdem besitzt Ohlstadt einen eigenen Bahnhof.

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 56, im Produzierenden Gewerbe 173 und im Bereich Handel und Verkehr 16 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 258 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1060. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe 12 Betriebe.

Zudem bestanden im Jahr 1999 53 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1501 ha.

Bildung

Im Jahr 1999 existierten folgende Einrichtungen:

  • Kindergärten: 75 Kindergartenplätze mit 97 Kindern
  • Volksschulen: 1 mit 12 Lehrern und 208 Schülern

Persönlichkeiten

Der Maler Friedrich August von Kaulbach lebte von 1850 bis 1920 in Ohlstadt. Seine Villa ist heute ein Museum und beherbergt u.a. auch das Heimatmuseum. Seine Gruft ist im Friedhof der Ohlstädter Kirche zu besichtigen.




Texte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz. Eine Liste der Autoren und Fotografen, sowie den Originaltext finden Sie hier.

Informationsportal über Ohlstadt in Bayern - 25.5.2012