Olbersdorf in Sachsen


Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Regierungsbezirk: Dresden
Landkreis: Löbau-Zittau
Verwaltungsge-
meinschaft:
Olbersdorf
Koordinaten: 50° 52′ N, 14° 46′ O
Höhe: 273 m ü. NN
Fläche: 15,16 km²
Einwohner: 5964
Bevölkerungsdichte: 393 Einwohner je km²
Postleitzahl: 02785
Vorwahl: 03583
Kfz-Kennzeichen: ZI
Gemeindeschlüssel: 14 2 86 320
Gemeindegliederung: 5 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Oberer Viebig 2a
02785 Olbersdorf
Webpräsenz: www.olbersdorf.de
Bürgermeister: Andreas Förster
Lage der Gemeinde Olbersdorf im Landkreis Löbau-Zittau

Olbersdorf ist eine kreisangehörige Gemeinde im Landkreis Löbau-Zittau in Sachsen. Sie ist Teil und Verwaltungssitz der Verwaltungsgemeinschaft Olbersdorf.

Geographie

Das Dorf grenzt im Norden unmittelbar an die Stadt Zittau und im Süden an Oybin im Zittauer Gebirge. Es erstreckt sich im Tal des Goldbaches, der auch in Dürrezeiten immer Wasser führte und deshalb für die Besitzer der zahlreichen Mühlen "Gold wert" war. Im Niederdorf befindet sich der Olbersdorfer See, das geflutete Tagebaurestloch der Braunkohlengrube Glückauf, die 1912 aufgeschlossen wurde. Der See dient seit der Landesgartenschau 1999 zu Erholungszwecken. Wegen der in den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts vorgesehenen Erweiterung des Tagebaus verfiel das Niederdorf. Für die Umsiedlung der betroffenen Olbersdorfer und Zittauer Einwohner wurde im Oberdorf ein neues Wohngebiet, im Volksmund Golan-Höhen genannt, errichtet.

Ortsgliederung

Der Ort Olbersdorf gliedert sich in das Niederdorf, das Oberdorf, den Kaltenstein, das Städtel und den Kohlenviebig.

Geschichte

1319 wird Olbersdorf das erste mal als "Albertsdorf" urkundlich erwähnt. Angelegt ist es als Waldhufendorf. Die Schreibweise "Olbersdorf" tritt erstmalig 1429 in den Akten auf.

Seit der Mitte des 18. Jahrhunderts wurde in Olbersdorf Braunkohle abgebaut. Die Anfänge des Kohlebergbaus lagen auf dem Kaltenstein.

1925 erbaute die Gemeinde ein großzügiges Freibad, das Volksbad.

Die 1883 im neugotischen Stil errichtete evangelische Kirche in Olbersdorf wurde 1986, nach Umbettung des Friedhofes gesprengt, ein Ersatzbau neben dem neuen Friedhof am Butterhübel im selben Jahr geweiht. Im Jahre 2005 wurde die neu errichtete katholische Kapelle geweiht.

Durch das Dorf führt die Zittau-Oybin-Jonsdorfer (Schmalspur-)Eisenbahn, die noch heute ausschließlich mit Dampflokomotiven betrieben wird. Die Linienführung zwischen Bahnhof Zittau-Vorstadt und Bahnhof Bertsdorf war von 1925 bis 1945 zweigleisig.

Sehenswürdigkeiten

  • Olbersdorfer See
  • Zittauer Gebirge
  • Stadt Zittau
  • Töpfer

Wirtschaft

Olbersdorf war eine bedeutende Industriegemeinde mit dem Schwerpunkt Textilindustrie (Webereien, Spinnereien (Rinnelt) für Baumwolle, Jute (Wäntig), Kokosfasern); davon existieren und produzieren heute nur noch KSO und die Kokosweberei. Von den einstigen Betrieben (Eisengießerei Biebrack (Tiegel), Holz- und Imprägnierwerk "Katz & Klumpp", Textilmaschinenfabrik Gruschwitz, Funkwerk (ZIPHONA-Plattenspieler), Papierfabrik, zwei Getreidemühlen (Mauermann), Möbel- später Klavierfabrik, Ziegelei und Braunkohlengrube "Glück auf") produziert heute nur noch die Stahlgießerei (im Bessemer-Windfrischverfahren).




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Informationsportal über Olbersdorf in Sachsen - 25.5.2012