Ollendorf in Thüringen


Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Sömmerda
Verwaltungsge-
meinschaft:
Gramme-Aue
Koordinaten: 51° 2′ N, 11° 11′ O
Höhe: 212 m ü. NN
Fläche: 9,15 km²
Einwohner: 465
Bevölkerungsdichte: 51 Einwohner je km²
Postleitzahl: 99198
Vorwahl: 036203
Kfz-Kennzeichen: SÖM
Gemeindeschlüssel: 16 0 68 039
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Angergasse 105
99198 Ollendorf
Bürgermeister: Heinz Reckardt

Ollendorf ist eine Gemeinde im thüringischen Landkreis Sömmerda und verwaltungsrechtlich Teil der Verwaltungsgemeinschaft Gramme-Aue.

Geografische Lage

Das Dorf ist am Ursprung des Rossenbaches gegründet worden, der in der Ortslage mit einer kräftig schüttenden Quelle entspringt, die der Heilsborn genannt wird. Es befindet sich auf halben Wege zwischen Weimar und Erfurt am Westhang des Ettersberges.

Der Reisende durchquert Ollendorf in der Regel, wenn er für den Weg zwischen den zwei Städten nicht über die Autobahn 4 oder die Bundesstraße 7 fährt, sondern den landschaftlich reizvolleren Weg über den Ettersberg einschlägt, wo er am Konzentrationslager Buchenwald vorbei nach Weimar gelangt. Ollendorf liegt am Kreuzungspunkt zweier alter Handelsstraßen: In Nord-Süd-Richtung verläuft von Bad Frankenhausen nach Nürnberg eine alte Salzstraße, in Ost-West-Richtung zieht sich die Via Regia durch den Ort.

Seiner Lage hat Ollendorf auch zu verdanken, dass es heute am Ökumenischen Pilgerweg liegt, welcher in Görlitz beginnt und sich entlang der Via Regia durch Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen bis nach Vacha schlängelt und eine Pilgerfahrt nach Santiago de Compostela ermöglicht.

Geschichte

Die Anfänge der Besiedlung reichen bis in die frühe Altsteinzeit zurück. Der Name bezeichnet das alte Dorf, das sich aus zwei Siedlungskernen bei der Oberkirche „Sankt Petri” (1646 von schwedischer Reiterei zerstört) und der Unterkirche „Sankt Philippus & Jakobus” entwickelte.

Die „Lange Gasse” verbindet beide Siedlungskerne zu einem Haufendorf.

Ollendorf wird im Codex Eberhardi der Reichsabtei Fulda in einem auf 822 bis 842 zu datierenden Regest als Ollendorf erstmals erwähnt.

Vereinsleben

  • Sportverein mit den Sektionen Fußball, Kegeln und Volleyball, der im Juni 2007 sein 80jähriges Bestehen feiert
  • Schützenverein – der gerade oberhalb des Ortes in Richtung Hottelstedt einen Schießstand baut
  • Freiwillige Feuerwehr
  • Die Kirmesgesellschaft – eingetragener Verein seit März 2006
  • Laienspielgruppe, die jedes Jahr zur Kirmes und zu Weihnachten auftritt
  • Kirchbauinitiative – die sich zum Ziel gemacht hat, die Dorfkirche zu Ollendorf vor dem Verfall zu retten und zu restaurieren
  • Landfrauenbund

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

  • Wasserburg Ollendorf

Literatur

  • Otmar Ellinger, Hans-Jürgen Lange, Dr. Thomas A. Seidel, Frank Störzner und Karl-Heinz Volklandt: Ollendorf – Beiträge zur Ortsgeschichte. 2006



Texte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz. Eine Liste der Autoren und Fotografen, sowie den Originaltext finden Sie hier.

Informationsportal über Ollendorf in Thüringen - 25.5.2012