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Olpe liegt im Ebbegebirge in Nordrhein-Westfalen und ist eine Mittlere kreisangehörige Stadt des Kreises Olpe im Regierungsbezirk Arnsberg. Die Stadt ist Sitz des Kreises Olpe. GeografieGeografische LageOlpe liegt im Sauerland am Südrand des Naturparks Ebbegebirge. Im Norden Olpes liegt Südwestfalens größte Talsperre, der Biggesee. Flüsse und BergeDie höchsten Berge sind:
Die Innenstadt ist von den folgenden Bergen umgeben:
Zum Stadtgebiet gehören auch einige Flüsse oder Bäche, die alle im Biggesee münden:
Weitere Flüsse im Stadtgebiet:
Der Veischedebach mündet nicht in den Biggesee, sondern bei Grevenbrück in die Lenne. GeologieOlpe befindet sich in einem ausgedehnten Hügelland. Im Norden von Olpe sind die Hänge steiler, die Täler enger (z.B. bei den Ortschaften Rhode, Neger), im Süden haben die Hügel weiche Kuppen und die Täler sind weiträumiger. Es gibt dort auch kleine Hochflächen. Das Gebiet um den Biggesee und die Kernstadt Olpe wird, nach der landschaftlichen Gliederung wie es das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung vorsieht, zum Mittelbiggebergland zugezählt.Der östliche und südliche Teil des Stadtgebiets wird als Südsauerländer Rothaarvorhöhen bezeichnet. Das Stadtgebiet ist Bestandteil des Rheinischen Schiefergebirges. Der Gesteinsuntergrund um die mittlere und obere Bigge bildet sich im wesentlichem aus geschieferten, teils kalkhaltigen Ton- und Schluffsteinen zudem gibt es Sandsteine mit quarzitischen Charakter. Ausdehnung des StadtgebietsDas Stadtgebiet Olpe hat eine Gesamtfläche von 86 km². Die maximale Ausdehnung liegt in nord-südlicher wie west-östlicher bei 11 Kilometern. Die tiefste Stelle in Olpe ist der Biggesee (Wasserspiegel) mit 307,5 m über NN, die höchste Erhebung ist der Engelsberg bei Neuenkleusheim mit 589 m über NN. Nachbargemeinden
StadtgliederungRäumlich ist das Stadtgebiet gegliedert in die Ortschaften: Altenkleusheim, Dahl, Friedrichsthal, Eichhagen, Griesemert, Günsen, Hohl, Neuenkleusheim, Lütringhausen, Unterneger, Mittelneger, Oberneger, Oberveischede, Rehringhausen, Rhode, Rhonard, Rüblinghausen, Saßmicke, Sondern, Stachelau, Thieringhausen und Waukemicke (nur Ortsteile mit mehr als 50 Einwohnern). KlimaDurch die Hügellage und die häufigen Westwinde regnet es in Olpe oft. Die Wolken saugen sich über den Atlantischen Ozean mit Wasserdampf voll. Wenn diese dann gegen die Berghänge des Olper Hügellandes gedrängt werden, steigen sie höher und der Wasserdampf wird durch die Kälte zu größeren Tropfen, die dann als Regen herunter fallen. Der kälteste Monat ist der Januar, der wärmste Monat Juli. Die hohe Luftfeuchtigkeit führt in den Wintermonaten oft zu Nebel. GeschichteOlpe soll seinen Namen von dem Mündungswinkel zwischen Olpe und Bigge haben. Erste Bodenfunde aus dem Olper Raum lassen sich datieren (rund 900 n. Chr.): Scherben- und Schlacken (Eisengewinnung und -verarbeitung) in der Wüstung Kimickerberg, Münzfund in Dahl (nach 1005). 1220: Erste urkundliche Erwähnung. ReligionenDie Bevölkerung der Stadt Olpe ist überwiegend katholisch.
Stadtpatron: Hl. Martinus KatholischOlpe gehört kirchlich gesehen zum Erzbistum Paderborn. Auf mittlerer Ebene wird Olpe durch das Dekanat Südsauerland verwaltet. Dieses wurde am 1. Juli 2006 aus den bisherigen Dekanaten Attendorn, Elspe und Olpe gebildet und ist flächengleich mit dem Kreis Olpe. Auf unterster Ebene gibt es in Olpe zwei Pastoralverbünde:
Außerdem gibt es zwei Klöster:
EvangelischEs gibt seit 1844 eine evangelische Kirchengemeinde. Ihr gehört die älteste Olper Kirche, die 1898 aus rotem Backstein erbaut worden ist. Weitere religiöse GemeinschaftenEv. Freikirchliche Gemeinde, Jehovas Zeugen, Neuapostolische Kirche, Islamische Gemeinde, Griechisch-Orthodoxe Kirche EingemeindungenIn Folge der kommunalen Neugliederung vom 1. Juli 1969 gehören heute neben der „alten Stadt” (Stadt Olpe, Amt Olpe) auch die früheren selbstständigen Gemeinden Kleusheim, Olpe-Land und Rhode sowie Teile der alten Gemeinden Helden (Oberveischede, Tecklinghausen, Neuenwald), Rahrbach (Fahlenscheid) und Kirchveischede (Apollmicke) zum neuen Stadtgebiet. Die Stadtfläche vergrößerte sich damit von 12,78 auf 85,65 km², die Einwohnerzahl stieg von 14.184 auf 21.705. Einwohnerentwicklung(jeweils zum 31. Dezember)
PolitikStadtverordnetenversammlung
JugendparlamentDas Jugendparlament gibt es seit Ende 2005. Das Jugendparlament ist eine Interessenvertretung von Jugendlichen für Jugendliche mit dem Ziel, Anregungen zur Verbesserung der Situation der Olper Kinder und Jugendlichen zu erarbeiten und Maßnahmen vorzuschlagen, damit Rat und Verwaltung der Stadt Olpe stärker auf die Wünsche von Kindern und Jugendlichen eingehen können. Das Jugendparlament besteht zurzeit aus 25 Mitgliedern. Sie werden jeweils für dauer von zwei Jahre in den weiterführenden Schulen gewählt. Jede Schule erhält pro angefangener 150 Schüler ein Mandat, mindestens jedoch zwei Mandate. Alle, somit auch Schülerinnen und Schüler aus den Nachbarkommunen, dürfen in den Klassen 5 – 10 an den Olper Schulen wählen. Allerdings sind nur Schülerinnen und Schüler mit Wohnsitz in Olpe wählbar. Das Jugendparlament tagt, in der Regel öffentlich, mindestens vier Mal im Jahr. Auf Wunsch können Arbeitskreisein in den Sitzungen zu unterschiedlichen Projekten gebildet werden. In diesen dürfen auch nicht gewählte Mitglieder Kinder und Jugendliche mitarbeiten. Bürgermeister und Stadt- und AmtsdirektorenVon 1946 bis 1997 hieß das Amt des Verwaltungschef in Olpe Stadtdirektor. Die Bürgermeister waren ehrenamtlich und hatten vorwiegend repräsentative Aufgaben.
WappenDas Wappen zeigt eine Episode aus dem Leben des Hl. Martin, als er einem Bettler die Hälfte seines Mantels spendet. Schon im Jahre 1360 zierte diese Szene das älteste Siegel der Stadt. Im Jahre 1911 kam als Zeichen der langen Zugehörigkeit zum Kurfürstentum Köln (1180–1802) in der linken oberen Ecke das Kreuz der Kölner Kurfürst-Erzbischöfe hinzu. StädtepartnerschaftenSeit dem 28. Juli 2001 besteht eine Städtepartnerschaft mit der französischen Stadt Gif-sur-Yvette. Das Städtische Gymnasium in Olpe führt seit Jahren einen regelmäßigen Schüleraustausch mit einem Collège in Gif-sur-Yvette durch. Kultur und SehenswürdigkeitenKultur spielt eine wichtige Rolle in der Kreisstadt. Regelmäßige Veranstaltungen des städtischen Kulturamtes sowie von Vereinen aus den unterschiedlichsten Sparten prägen das Bild der Kulturarbeit in Olpe. Konzerte aller Art, Theaterstücke, Musicals, Kleinkunst-Acts, Ausstellungen u. v. m. werden regelmäßig in den Programmreihen angeboten. Folgende Aufführungsorte gibt es:
Bauwerke
Naturdenkmäler
SportIm Stadtgebiet von Olpe gibt es viele verschiedene Sportstätten. z. B. 11 Turnhallen, 9 Tennisplätze und 10 Fußball- und Sportplätze.
Die größte Sportstätte in Olpe ist das Kreuzbergstadion. Hier gibt es einen Rasen- und einen Kunstrasenplatz. Der Hauptplatz (Rasenplatz) hat ein Fassungsvermögenvon 5000 Zuschauern. Er ist mit einer 150 Lux starken Flutlichtanlage ausgestattet und gehört zum Standort für das DFB-Talentförderprogramm (U12-U21). Den Leichtathleten stehen 8 Laufbahnen, eine Weitsprunganlage, eine Dreisprunganlage, eine Hochsprunganlage und ein Kugelstoßplatz zur Verfügung.
Mit mehr als 3100 Mitgliedern ist der Turnverein Olpe (TVO) ist der größte Sportverein im Stadtgebiet von Olpe. Neben dem klassischen Turnen bietet der Verein noch folgende Breitensportarten an: Badminton, Basketball, Behindertensport, Faustball, Gesundheitssport, Handball, Herzsport, Leichtathletik, Schwimmen, Ski, Taekwondo, Tanzen und Volleyball. Regelmäßige VeranstaltungenDas Brauchtum in Stadt und Land fußt auf Gebräuchen, die oft schon viele hundert Jahre alt sind. Ihren Ursprung haben sie vielfach in der kirchlichen Tradition.
Kulinarische SpezialitätenDas „Olper Beff” ist eine Art Frikadelle, in der auch Kartoffeln verarbeitet werden, die mit brauner Soße (Ochsenschwanzsuppe) warm zusammen mit einem Brötchen gereicht wird. Offiziell getestet wird dessen Qualität am Freitag vor dem Schützenfest bei der Beff-Probe. Nur zum Olper Schützenfest wird in einigen Metzgereien der Stadt „Spürne” angeboten, ein Aufschnitt aus gepökeltem Kuheuter. Zudem gibt es als Kindergetränk zum Schützenfest „Quatsch” (Himbeersaft). Eine echte Olper Spezialität ist auch die Butterbrezel, die ursprünglich von der Bäckerei Gastreich, dann von der Bäckerei Sommerhoff produziert wurde und heute von der Konditorei Lüning hergestellt wird. In der Kornbrennerei Kemper Inh. Arens werden mit Wasser aus einem eigenen Brunnen ein Kornbrand sowie verschiedene Liköre hergestellt. Im Ortsteil Oberveischede braut seit einigen Jahren die Brauerei Müller in einer Hausbrauerei dunkles und helles Pils (Veischeder Landbier), das auch außer Haus verkauft wird. Eine benachbarte Bäckerei nutzt wiederum das Bier, um damit das „Veischeder Landbierbrot” zu backen. Wirtschaft und InfrastrukturHistorischDer Reichtum an Wald, Erz und Wasser waren Grundlagen für das Entstehen von Eisenhütten- und Hammerwerken, Pfannenschmieden und Lohgerbereien. Daneben begünstigte auch die Lage zwischen dem Siegerland einerseits und dem märkischen Sauerland andererseits die wirtschaftliche Entwicklung. Spätestens im 18. Jahrhundert war Olpe und seine nähere Umgebung eines der wirtschaftlichen Zentren des Herzogtums Westfalen.
GegenwartMittelständische und überregional tätige Betriebe verschiedener Branchen sind die Stützpfeiler des wirtschaftlichen Geschehens der Kreisstadt. Hierzu gehören Metallgießereien, Rohrziehereien, Gesenkschmieden, Armaturenfabriken, Maschinenfabriken sowie Betriebe für elektronische Erzeugnisse. Außerdem gibt es zahlreiche Betriebe und Firmen des Handwerks-, Handels- und Dienstleistungsgewerbes. Ein weiterer wichtiger Wirtschaftsfaktor ist der Tourismus. Bedeutende Unternehmen in Olpe sind:
VerkehrSchienen- und BusverkehrDer Bahnhof Olpe liegt an der eingleisigen Biggetalbahn (KBS 442), auf der stündlich im Schienenpersonennahverkehr der Biggesee-Express (RB 92) nach Finnentrop mit Anschluss an den Ruhr-Sieg-Express (RE 16) verkehrt. Im Straßenpersonennahverkehr verkehren zahlreiche Buslinien, die Olpe auch mit seinen Nachbargemeinden und -städten verbinden. Betreiber sind die VWS mit Sitz in Siegen, eine Tochter der Stadtwerke Bonn, und die BRS (Busverkehr Rhein-Sieg GmbH). Außerdem fahren Linien der Busgesellschaft „Regionalverkehr Köln” bis nach Olpe. Schienen- und Straßenpersonennahverkehr sind in der Verkehrsgemeinschaft Westfalen Süd (VGWS) zusammengefasst. StraßenEs gibt drei Verkehrsachsen in der Stadt Olpe. Die Bruchstraße führt den Nord-Süd Verkehr zu den Autobahnauffahrten. Die Westfälische Straße verlässt die historische Altstadt in Richtung Nordosten, während die für den Schwerlastverkehr gesperrte Martinstraße aus dem Stadtzentrum nach Osten führt. Die Innenstadt verfügt über vier kostenlose Parkhäuser. An fast allen innerstädtischen Knotenpunkten wurden Kreisverkehrsplätze installiert. Als nördliche Stadtumgehung fungiert die Bundesstraße 55, die sich bei Rhode mit der Bundesstraße 54 bündelt, welche die Stadt östlich umfährt. Im Süden und Westen umschließen die Bundesautobahnen A 4 und A 45 das Stadtgebiet. Somit kann der Schwerlastverker die Stadt allseitig umgehen. Die Stadt Olpe wird von zwei Bundesautobahnen erschlossen:
sowie den Bundesstraßen B 54 Hagen-Olpe-Siegen, B 55 Olpe-Lennestadt-Meschede. SchifffahrtSchiffstouren kann man auf dem Biggesee unternehmen. Dort verkehren von April bis Ende Oktober zwei Schiffe der Personenschifffahrt Biggesee. Eine Rundfahrt dauert ca. 2 Stunden. Es gibt fünf Zusteigemöglichkeiten. RadwegeRund um den Biggesee und die Listertalsperre gibt es ein geschlossenes Radwegenetz. Dieses führt bis zum Biggedamm in Attendorn. WanderwegeDurch Olpe führt der 1080 km lange Wanderweg der Deutschen Einheit. Außerdem gibt es viele kleine gut markierte Rundwanderwege. MedienZeitungAls Tageszeitung erscheinen in Olpe die Lokalausgaben der
Das bedeutet auch, dass jede dieser Zeitungen eine eigene Lokalredaktion bzw. eine Geschäftsstelle in Olpe hat. Mittlerweile erscheinen alle drei Zeitungen morgens, die Siegener Zeitung erschien bis zum Jahr 2000 als Nachmittagszeitung. Außerdem erscheint mittwochs und sonntags das kostenlose Anzeigenblatt Sauerlandkurier mit Informationen aus dem gesamten Sauerland. Weitere Anzeigenblätter sind der Sonntags-Anzeiger und der Siegerländer-Wochenanzeiger (Erscheinungstag: Mittwoch) die jeweils von der Siegerländer Wochen-Anzeiger GmbH & Co. KG produziert werden. RadioDer Kreis Olpe verfügt nicht über einen eigenen Lokalsender bzw. Lokalradio. Aktuelle Nachrichten über Olpe kann man nur über das Radioprogramm des WDR 2 aus dem Regionalstudio Siegen empfangen, das Nachrichten aus Südwestfalen sendet, immer zur halben Stunde,
Mit einer Entscheidung vom 28. April 2006 ist jedoch der Kreis Olpe durch die LfM, die zuständige Aufsichtsbehörde für den Rundfunk in NRW, als mögliches Verbreitungsgebiet für Lokalfunk ausgewiesen worden. Eine Veranstaltergemeinschaft existiert seit vielen Jahren. FernsehenOlpe gehört zum Redaktionsgebiet des Studios Siegen, dem Lokalsender des WDR. Es sendet um
Öffentliche Einrichtungen
Krankenhaus „St.-Martinus-Hospital”Das Hospital wurde 1856 in Trägerschaft der Kirchengemeinde St. Martinus Olpe gegründet und zunächst von zwei Vincentinerinnen geleitet. Im Jahr werden dort knapp 11.000 Patienten überwiegend aus Olpe, Wenden und Drolshagen behandelt. Etwa 800 Voll- und Teilzeitkräfte betreuen 385 Betten. Zum Krankenhaus gehören eine chirurgische Klinik, eine medizinische Klinik, eine Frauenklinik, eine Abteilung Anästhesie und Intensivpflege mit Schwerpunkt Schmerztherapie, eine Diagnostische Radiologie sowie eine Psychiatrie. Schwestern der Kongregation der Olper Franziskanerinnen übernahmen 1900 die Krankenhausleitung. Seit 1997 wird das St.-Martinus-Hospital als gemeinnützige GmbH geführt, die im Jahr 2000 mit dem katholischen St.-Josef-Hospital in Lennestadt-Altenhundem zur „Katholischen Hospitalgesellschaft Südwestfalen gGmbH” fusionierte. Der Gesellschaft angegliedert sind unter anderem eine Krankenpflegeschule und ein Fachseminar für Altenpflege sowie ein ambulantes Dialysezentrum. Kinderhospiz BalthasarAls das Kinderhospiz im Jahre 1998 eröffnet wurde, war es das erste seiner Art in Deutschland. „Ein zweites Zuhause für die ganze Familie” ist eine der Leitlinien des Kinderhospizes. Sowohl Leben und Lachen, als auch Sterben und Trauern können hier stattfinden. Die ganze Familie wird zum Teil über Jahre hinweg bis zum Tod des Kindes begleitet. Jedes Jahr sind mehrere Aufenthalte von insgesamt bis zu vier Wochen möglich. BildungOlpe ist regional bedeutsamer Schulstandort. Es gibt hier viele verschiedene Bildungseinrichtungen.
PersönlichkeitenSöhne und Töchter der Stadt
Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben
Literatur
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